Zürich
Von der Westtangente zur Tempo-30-Zone
Aktualisiert am 16.08.2011 30 Kommentare
Dossiers
Artikel zum Thema
- Die Wiedergeburt der Weststrasse
- Die verschmähte Oststrasse
- Die Weststrasse verliert ihren wildesten Laden
- Der traurige Sieg von Wiedikon
- «Stadt hätte Häuser an der Weststrasse kaufen müssen»
- «Einkommensschwache Anwohner werden vertrieben»
- Jedem zweiten Mieter an der Weststrasse gekündigt
Stichworte
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an
4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Wenn im November die Bauarbeiten entlang der früheren Transitachse Bullinger-,/Sihlfeld-/ Weststrasse abgeschlossen sind, hört auch der Lärm der Baumaschinen auf und im Quartier soll es endlich ruhiger werden. Bereits heute gilt dort Tempo 30, so dass die Strassen nun auch für Velofahrer attraktiv sind und bestehende Routen nicht mehr im Nichts enden. Die Sihlfeld- und die Weststrasse sind durchgängig befahrbar, Querungen sind einfacher geworden, wie die Stadt Zürich heute mitteilt.
Die nach der Eröffnung der Westumfahrung im Mai 2009 eingetretene Entlastung konnte gehalten werden. Jetzt gebe es mehrheitlich Ziel-/ Quellverkehr, sagte Jürg Christen, Chef der Verkehrssteuerung Zürich am Dienstag vor den Medien. Der Durchgangsverkehr wird über die Hohl- /Seebahnstrasse geleitet. Diese Verkehrsführung habe sich bewährt.
Eine Schlussbilanz kann jedoch erst Ende des Jahres gezogen werden. Denn Ende Oktober werden zwei Grossbaustellen geschlossen und der Verkehr läuft wieder auf der sanierten Hardbrücke und der umgebauten Pfingstweidstrasse.
Erinnerung an Arbeiterquartier
Im Quartier Aussersihl-Hard bieten zwei neu geschaffene Plätze Freiräume für die Anwohner. Der 2200 Quadratmeter grosse Platz im mittleren Abschnitt der Sihlfeldstrasse ist nach der Arbeiterin und Sozialistin Anny Klawa benannt, die sich für bessere Lebensbedingungen der Arbeiter und die Rechte der Frauen eingesetzt hat.
Auch die Namensgeber des 2000 Quadratmeter grossen Brupbacher- Platzes an der Verzweigung Sihlfeldstrasse/Weststrasse haben sich für die Rechte der Arbeiter eingesetzt. Der Arzt Fritz Brupbacher und seine Frau Paulette, ebenfalls Ärztin, setzten sich für die Bildung der Arbeiterschaft und Geburtenkontrolle ein.
Tempo 20
Beide Plätze werden, ebenso wie der Strassenraum, klar und übersichtlich gestaltet. Die beiden neuen Freiräume erhalten einen Kiesbelag und Sitzgelegenheiten. Der 5000 Quadratmeter grosse Bullingerplatz bleibt in seiner Struktur erhalten.
Der ganze Platz mit dem markanten Brunnen wird zu einer Begegnungszone. Hier gilt Tempo 20 und Fussgängerinnen und Fussgänger haben Vortritt vor Autos. Dies entspricht einem Wunsch der Anwohner. Ebenfalls nach ihrer Anregung entsteht im seitlichen Bereich ein gekiester Aufenthaltsbereich mit Bänken, einem Schachfeld und einem Trinkbrunnen.
300 Bäume
Noch fehlen auf den Plätzen und den umgestalten Strassen die rund 300 geplanten Bäume. Sie werden im Frühjahr 2012 gepflanzt. Rund 60 Zerr-Eichen verwandeln die Sihlfeldstrasse dann in eine Allee mit «Potenzial zur Flaniermeile», versprechen die Planer.
Die Kosten für die flankierenden Massnahmen ohne Werkleitungen wurden auf 60 Millionen Franken budgetiert. Tatsächlich liegen die Kosten nur rund 15 Prozent tiefer. 16 Prozent davon trägt die Stadt, 24 Prozent übernimmt der Kanton und 60 Prozent der Bund.
(ep/sda)
Erstellt: 16.08.2011, 16:23 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
30 Kommentare
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Bitte warten


