Zürich
Warum Pendler am Stadelhofen ständig warten müssen
Von Jvo Cukas. Aktualisiert am 28.10.2011 38 Kommentare
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- Zug blockierte S-Bahn-Betrieb
- SBB-Passagiere über eine Stunde in Tunnel blockiert
- Strecke HB–Stadelhofen nach Riss im Gleis unterbrochen
- Züge zwischen Stadelhofen und HB ausgefallen
- Defekte Lok verursachte Stau auf dem S-Bahn-Netz
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Um acht Uhr heute früh blieb ein Zug der Linie S 12 im Zürichbergtunnel stecken. Rund 70 Minuten mussten die Passagiere ausharren bis sie zum Bahnhof Stadelhofen geschleppt wurden. Die Strecke zwischen Stadelhofen und Stettbach war nur einseitig befahrbar. Die Folge: Verspätungen von bis 10 Minuten und ausfallende Züge.
Dies ist keine Seltenheit. Fast täglich kommt es am Bahnhof Stadelhofen zu Verspätungen. Auch ausfallende Züge kommen immer wieder vor. Daniele Pallecchi, Sprecher der SBB, bestätigt, dass es immer wieder zu Verspätungen kommt, allerdings grundsätzlich nur im Minutenbereich: «Diese können im grössten S-Bahn-Netz leider vorkommen und das bedauern wir.» Grundsätzlich sei die Pünktlichkeit aber sehr gut und übertreffe die Vorgaben des Bonus-Malus-Vertrages zwischen ZVV und SBB. Dass regelmässig Züge ausfallen, kann er nicht bestätigen.
Domino-Effekt durch Nadelöhr
Pallecchi weist darauf hin, dass es sich beim Stadelhofen, nach Zürich HB und Bern, um den drittgrössten Bahnhof der Schweiz handle, mit täglich 135'000 Passagieren. Zudem sei es mit nur drei Gleisen ein zentrales Nadelöhr, wie auch die ganze Strecke bis zum Bahnhof Hardbrücke. «Wenn es hier zu einer Störung kommt, haben wir auf dem Zürcher S-Bahn-Netz schneller einen Domino-Effekt, als wenn der Defekt woanders eintritt.» So täusche der Eindruck, dass es am Bahnhof Stadelhofen häufiger zu Verspätungen komme als anderswo.
Die SBB kann gegen dieses Problem zurzeit wenig unternehmen. Ein viertes Gleis werde zwar immer wieder diskutiert, würde aber «eindrückliche Kosten» zur Folge haben. Ob dies investiert werde, sei eine politische Frage. Eine Neuerung werde die Situation aber entschärfen: «Dringend benötigte Kapazitäten wird aber die Durchmesserlinie Zürich ab 2014 bringen. Damit erhält die S-Bahn Ausweichrouten im Fall von Störungen.»
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 28.10.2011, 11:57 Uhr
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38 Kommentare
Wieder mal "klönen" auf extrem hohem Niveau. Ich bin zwar kein Pendler, brauche den Zug aber dennoch recht oft. Was sind schon ein paar Minuten Verspätung. Geht mal nach FR, DE oder IT. Dann seid ihr froh wenn überhaupt der Zug mal kommt. ZVV weiter so!!! Antworten
Die ehemalige Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer wehrte sich damals mit dem Hinweis auf die hohen Kosten vehement gegen einen Kapazitätsausbau am Bahnhof Stadelhofen. Tja wenn man nur Steuern senkt - besonders für Reiche - kann man ja nichts mehr fördern (ausser vielleicht die von Leo Wernligeforderte Stadtautobahn). Pendler zahlen jetzt für die Fehleinschätzung von Frau Furrer. Antworten
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