Zürich
Was in Zürich billiger wurde
Von Felix Schindler. Aktualisiert am 20.10.2010 11 Kommentare
Haushalte in Zürich
Haushalte in Zürich
Haushaltstypen in Zürich
Quelle: Amt für Statistik der Stadt Zürich
Singlestadt Zürich: In über der Hälfte der Zürcher Haushalte lebt nur eine Person.
Artikel zum Thema
- Jeder Zürcher isst 12,3 Kilogramm Schokolade pro Jahr
- Schwamendingen top, Zürichberg flop
- Bauland ist rarer, als Statistik vermuten lässt
- Überdurchschnittliche Löhne für Zürcher
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an
4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
20. 10. 2010: Das ist ein adäquates Datum für den «World Statistics Day». Aus diesem Anlass verteilen Mitarbeiter des Amts für Statistik heute in der Zürcher Innenstadt die Broschüre «Zürich in Zahlen 2010». Tagesanzeiger.ch präsentiert fünf überraschende Erkenntnisse aus der Welt der Zahlen.
Die Zürcher sind ein Volk von Einzelgängern
Mehr als die Hälfte aller Haushalte sind Einpersonenhaushalte. In 23 Prozent der verbleibenden Haushalte leben kinderlose Paare. Kinder finden sich lediglich in jedem fünften Haushalt in Zürch. Diese Zahlen stammen aus dem Jahr 2000, als die letzte Bevölkerungszählung durchgeführt worden war. Doch eines steht fest: Jetzt leben noch weniger Familien in Zürich als noch vor 10 Jahren, denn für jede Familie, die nach Zürich kommt, ziehen zwei weg.
Die Deutschen und der Rest der Welt
Einer von vier Ausländern, der in der Stadt Zürich wohnt, kommt aus Deutschland. Mit 24,6 Prozent ist der Anteil Deutscher an der ausländischen Wohnbevölkerung mit Abstand am grössten – grösser als der Anteil Franzosen (2,1), Briten (2,3), Österreicher (3,3), Portugiesen (6,9), Spanier (3,8), Türken (3,6) und Amerikaner (1,6) zusammen. Diese Gruppen machen zusammen einen Anteil von 23,6 Prozent der ausländischen Wohnbevölkerung in Zürich aus.
Zürich und die Frauen
Frauen machen 50,6 Prozent der Bevölkerung aus. Noch deutlicher ist ihre Überzahl an der Universität Zürich, wo sie 56 Prozent der Studierenden stellen. Ganz anders ist das Verhältnis jedoch an der benachbarten Hochschule, der ETH Zürich – mit 31 Prozent sind sie dort mässig vertreten. Alle Frauen, die ihr Studium bereits hinter sich gebracht haben, verdienen deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen: Der durchschnittliche Monatslohn einer 40-jährigen Frau mit Hochschulabschluss liegt mit knapp 11'000 Franken brutto über 3000 Franken tiefer jener der Männer.
Die grossen Banken – und die vielen kleinen
Zürich ist eine Bankenstadt – nicht nur wegen der UBS und der CS. Neben diesen beiden Grossbanken und der Zürcher Kantonalbank gibt es 74 weitere Banken. Trotz ihrer stattlichen Zahl sind sie im Vergleich zu den beiden Grossbanken kleine Fische. Die Bilanzsumme der beiden Grossbanken ist mit 1,44 Billionen Franken 12 Mal so gross wie jene der ZKB und sieben Mal so gross wie jene der 74 Kleinbanken zusammen.
Eine Stange kostet 70 Rappen weniger
Zürich wird teurer. Die Binsenwahrheit ist natürlich nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig. Im Vergleich zum Jahr 2008 sind 2009 viele Produkte billiger geworden – zum Beispiel:
- Entrecôte vom Rind (63.40 Fr. statt 64 Fr. pro Kilo),
- Emmentaler (2.15 Fr. statt 2.16 pro 100 Gramm)
- Bier (3.72 Fr. statt 4.39 Fr. für eine 3-dl-Stange im Restaurant)
- Heizöl (68.36 Fr. statt 109.06 Fr je 100 Liter)
- Kochbutter (3.08 Fr. statt 3.12 Fr für 250 Gramm)
- Cervelat (1.31 Fr. statt 1.33 Fr für 1 Stück)
Im Zehnjahresvergleich sind indes alle Produkte teurer geworden – so kostet der Tagesteller in einer Beiz heute mit 21.80 Franken über 5.50 Franken mehr als 1999. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 20.10.2010, 12:09 Uhr
Kommentar schreiben
11 Kommentare
11000 Fr. resp. 14000 Fr. Monatslohn für 40-jährige Hochschulabsolventen ist schon realistisch. Man bedenke, dass es in Zürich etliche Kaderleute gibt, die mit über 1 Million Jahresgehalt den Durchschnitt signifikant hinaufziehen. Hier hätte der Median mehr Aussagekraft. Antworten
Man beachte, dass die 14'000.- den Durchschnittslohn(brutto) von berufstätigen Personen mit Hochschulabschluss darstellen. Der Grossteil dieser Personen wird wohl irgendetwas zwischen 8'000 und 15'000.- verdienen. Und Tatsache ist auch, dass in der Stadt Zürich viele Spitzenverdiener mit Einkommen weit über den genannten Beträgen leben. Insofern erstaunt mich diese Statistik nicht. Antworten
Zürich
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


