Zürich
Welches Feuerwerk Frauen wollen
Von Christoph Landolt. Aktualisiert am 31.07.2010
Vor dem 1. August wird die Birmensdorferstrasse 257 zur ersten Adresse Zürichs, zumindest was Feuerwerk angeht. Im kleinen Ladenlokal am Goldbrunnenplatz befindet sich das «Atelier Bucher», wo Claudia und Rolf Bucher seit dreissig Jahren Zürichs Festvolk mit Raketen, Vulkanen oder bengalischem Feuer ausrüstet.
Der Andrang ist auch in diesem Jahr gross. Besonders im Trend liegen Batterien – Feuerwerkspakete, die aus verschiedenen Raketen bestehen, jedoch nur einmal gezündet werden müssen. Das Preisspektrum ist breit: «Es fängt bei 8 Franken an und hört bei etwa 2000 auf», erklärt Claudia Bucher.
Niedergang der Sonnen
Der Boom der Batterien gehe vor allem zu Lasten der Raketen, meint ihr Ehemann, der als ausgebildeter Pyrotechniker auch aufwendige Feuerwerke choreographiert. Das Verhältnis von Schall, Rauch und Licht zu den Kosten ist bei den Batterien deutlich besser als bei den einzelnen Raketen, die je einen eigenen Treibsatz benötigen.
Out sind auch drehende Sonnen. Sie werden so selten nachgefragt, dass selbst das Atelier Bucher nur noch zwei Modelle im Angebot hat. Claudia Bucher glaubt den Grund für den Rückgang zu kennen: «Sonnen muss man zuerst an eine Latte nageln – dafür sind heute viele zu faul.»
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 31.07.2010, 16:23 Uhr



