Wenn das Trottoir zur Mülldeponie wird

Ende September ist Zügeltermin. Das sieht man auch Zürichs Strassen an. Berge von legalem und illegalem Abfall säumen die Trottoirs.

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Alte Matratzen, ausgediente Plattenspieler und fast schon antike Computerbildschirme: Was nicht mehr gebraucht wird, landet auf der Strasse. Mehr zu tun, als an anderen Monatsenden haben die Mitarbeiter von Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ). Sie nehmen zurzeit deutlich mehr Aufträge entgegen: «Beim grössten Teil des Sperrmülls handelt es sich um bestellte Abholungen.  Während der Zügelhochsaison entsorgen Leute ihren Müll leider vermehrt auch illegal – zum Beispiel an Sammelstellen für Glas und Metall», sagt ERZ-Mediensprecherin Leta Filli auf Anfrage.

Fahndung nach Falschentsorgern

Aber auch auf den Gehsteigen bleiben illegale Abfallberge liegen. Und auch da sind gemäss Filli die ERZ-Mitarbeiter zur Stelle: «Die  allermeisten Anwohner entsorgen ja korrekt. Darum holen wir auch den illegalen Abfall ab. Allerdings suchen wir nach Hinweisen auf den Verursacher und leiten unter Umständen diese Hinweise an das Statthalteramt weiter. Dort wird entschieden, ob es eine Busse gibt.» 250 Franken beträgt eine solche Busse. Allerdings lassen sich die Verursacher nicht sehr häufig eruieren. An einem alten Sofa hängt selten ein Namensschild.

Sinnvolle Art der Wiederverwertung

Abfall muss aber nicht zwingend Ärger bedeuten. Leute mit kleinem Budget ersparen sich dank dem Sperrmüll den Weg ins Brockenhaus. Und auch Sammler stöbern gerne in den Abfallkisten herum: «Ich habe gerade zwei Super-Boxen für meine Stereo-Anlage gefunden und ein Schaukelpferd für meinen Enkel», freut sich ein Herr im Kreis 6, der lieber anonym bleiben möchte.

Nicht selten lassen Unbekannte etwas liegen, in der Hoffnung einem Fremden eine Freude zu bereiten. Oft mit der Aufschrift «gratis». Für Leta Filli ist dies unter Umständen sogar eine sinnvolle Art von Wiederverwertung: «Wir halten das für eine gute Idee, sofern die Sachen in einem guten Zustand sind und am Abend wieder zurückgenommen werden.» Sonst gilt die ausgestellte Ware als illegal entsorgt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.09.2008, 10:40 Uhr

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