Zürich

Wenn die Tessiner feiern

Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 13.12.2010 16 Kommentare

Schon wieder ist eine Party des Vereins der Tessiner Studenten ausgeartet. Nachdem am Weihnachtsfest Anfang Dezember ein wildes Mandarinenwerfen stattfand, droht das zweite Hausverbot in Zürich.

Hat Ärger mit ihren Mitgliedern: ASTAZ-Präsidentin Laila Mantegazzi bei einer Veranstaltung an der ETH Zürich.

Hat Ärger mit ihren Mitgliedern: ASTAZ-Präsidentin Laila Mantegazzi bei einer Veranstaltung an der ETH Zürich.
Bild: TA

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Bei der Associazione degli Studenti Ticinesi a Zurigo, kurz ASTAZ, ist Feuer im Dach. Immer wieder arten die Veranstaltungen des Vereins der Tessiner Studentinnen und Studenten von Zürich aus. So auch beim letzten Weihnachtsfest, das sie Anfang Dezember in den Räumlichkeiten der katholischen Kirchgemeinde Herz-Jesu in Oerlikon veranstaltet haben.

«Einige Leute haben ganze Körbe voller Mandarinen mitgebracht», lässt sich ASTAZ-Präsidentin Laila Mantegazzi in der Zeitung «La Regione Ticino» zitieren. Damit haben sie den Gewinner der traditionellen Tombola am ASTAZ-Weihnachtsfest beworfen. «Am Ende des Abends waren die Wände rund um die Bühne voll mit Mandarinenstücken.» In der Folge mussten einige Vereinsmitglieder selbst anpacken, um den Saal wieder sauber zu bekommen.

«Der Boden war voll und es war alles klebrig»

Paul Wüest, Hauswart der Kirchgemeinde Herz-Jesu, bestätigt den Vorfall gegenüber Tagesanzeiger.ch. «Der Boden war voll und es war alles klebrig», schildert er die Situation. Trotzdem nimmt er die Veranstalter in Schutz: «Es war bereits das dritte Mal, dass die ASTAZ bei uns gefeiert hat. Bisher ging es immer gut. Bei der letzten Feier wurden sie aber regelrecht überfahren.» Da kein Mobiliar zu Bruch ging und auch sonst alles wieder sauber geputzt wurde, stellt Wüest keine zusätzliche Rechnung. Allerdings lässt er offen, ob er die Räumlichkeiten der ASTAZ erneut zur Verfügung stellen wird.

Sollte es in der Kirchgemeinde Herz-Jesu zu einem Hausverbot kommen, wäre das bereits das Zweite in Zürich. In den Veranstaltungsräumen des Verbands der Studierenden an der ETH dürfen die Tessiner Studenten nicht mehr feiern. Grund dafür war der Lärm, den die Partybesucher an früheren Festen auf der Strasse veranstaltet haben. Auch im Dynamo ist man «gegenüber der ASTAZ schon seit ein paar Semestern nicht mehr grosszügig», schreibt «La Regione Ticino».

Randalierern droht der Ausschluss

Beim Verein selbst wollte auf Anfrage niemand zu den Vorkommnissen Stellung nehmen. Sicher ist, dass das Ganze ein Nachspiel haben wird: An der Generalversammlung von morgen Dienstagabend soll über eine Änderung der Statuten abgestimmt werden. Neu dürften demnach Mitglieder, die dem Ansehen des Vereins Schaden zufügen, ausgeschlossen werden. Dasselbe gilt für all jene, die Materialien des Vereins oder Gegenstände in angemieteten Räumen beschädigen. «Wir hoffen, dass sich im Jahr 2011 die Dinge zum Bessern ändern werden – für die Associazione und für all jene Mitglieder des Vereins, die ein mustergültiges Benehmen an den Tag legen», lässt die ASTAZ in einem Rundschreiben an ihre Mitglieder verlauten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.12.2010, 15:24 Uhr

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16 Kommentare

Simon Müller

13.12.2010, 17:44 Uhr
Melden 1 Empfehlung

hachja die parties der tessiner studenten waren schon immer was ganz besonderes! Antworten


Werner Müller

14.12.2010, 08:16 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ich fasse zusammen. Die Studenten haben mit Mandarinis geworfen, so dass am nächsten Morgen nach der grossen Sause alles klebrig war. Dann hat der Verein das Lokal selber geputzt, so dass kein Mehraufwand nötig war und kein Schaden entstand. Ganz ganz böse Jungs und Mädels! Meine Güte, was für ein Skandal!!! Antworten



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