Wer ist die geheimnisvolle Claudia?
Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 02.03.2010 4 Kommentare
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Entfernung von Graffitis in Zürich
In der Stadt Zürich ist die Abteilung Entsorgung und Recycling Zürich ERZ für die Entfernung von Graffitis zuständig. «Wenn wir wegen einem Graffito angerufen werden, müssen wir zunächst kontrollieren, ob es sich auf öffentlichem oder privatem Grund befindet», erklärt ERZ-Sprecherin Leta Filli. «Ist es auf öffentlichem Grund angebracht, fotografieren unsere Reinigungsmeister, also die Bezirksverantwortlichen im jeweiligen Stadtteil, das Graffito und leiten das Bild der Graffitiordnung von ERZ weiter. Die entfernen daraufhin die Sprayereien.»
In den Wintermonaten können solche Reinigungsarbeiten nicht durchgeführt werden. Mit den steigenden Temperaturen fängt auch die Saison für die Entfernung von Graffitis wieder an. «Dann können wir Hochdruckreiniger einsetzten. Im Winter wäre das zu gefährlich: Das ablaufende Wasser gefriert auf den Gehsteigen und kann zu Unfällen bei den Fussgängern führen», so Filli.
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Wer auch immer hinter den Graffitis an der Mainaustrasse 35 im Zürcher Seefeldquartier steckt: Er wollte es ganz genau wissen. Der unbekannte Sprayer hat sowohl die Fassade als auch das umliegende Trottoir flächendeckend mit dem Namen Claudia besprüht. Und das mit viel Liebe zum Detail – aber ohne konkrete Botschaft. Ist er verliebt in diese Claudia? Wollte er ihr auf diesem Weg mitteilen, dass er an sie denkt? Und wer ist sie? Eine Bewohnerin mit diesem Vornamen gibt es in dem Haus nicht.
Kein Wunder also, sind alle ratlos über die Sprayereien. «Wir haben in unserem Büro keine Claudia. Leider. Wir haben uns nämlich auch schon gewundert, wer gemeint sein könnte», sagt die Mitarbeiterin einer Werbeagentur an der Mainaustrasse. Auch im Architekturbüro im gleichen Gebäude fühlt sich niemand angesprochen. «Keine Ahnung, wer das sein könnte», heisst es dort. «Da hat wohl jemand seiner ersten grossen Liebe Ausdruck verliehen», mutmasst ein anderer Bewohner.
Oder steckt hinter den Graffitis sogar ein Fan der Stadtratskandidatin Claudia Nielsen? Die SP-Politikerin zeigte sich jedenfalls überrascht. «Es würde mich natürlich freuen, wenn mir auch die Leute im Seefeld ihre Stimme geben würden. Ich hätte meinen grössten Fanclub nicht primär in diesem Quartier vermutet», sagt sie gegenüber Tagesanzeiger.ch. «Da ich es aber propper mag, sind Sprayereien nicht mein Ding.»
Graffiti werden entfernt – eine Anzeige gibt es nicht
Auch die Verwalterin der Liegenschaft ist wenig begeistert von der mysteriösen Botschaft und will dem Spuk ein rasches Ende setzen. Sie hat die Entfernung der Sprayereien bereits letzte Woche in Auftrag gegeben. Eine Anzeige wegen Sachbeschädigung wurde aber bisher nicht erstattet.
Da auch der öffentliche Boden um die Liegenschaft besprüht wurde, müssen die Fachleute von Entsorgung und Recycling Zürich ERZ ebenfalls ausrücken. Sie wollen das Graffito bis Ende Woche entfernen. Wie teuer das Ganze werden wird, ist unklar. «Kann der Verursacher eruiert werden, wird ihm die Reinigungsarbeit in Rechnung gestellt. Der Preis für die Entfernung eines Graffitis variiert je nach Grösse, Farbe und Reinigungsaufwand», erklärt ERZ-Sprecherin Leta Filli auf Anfrage. Für den Sprayer bleibt zu hoffen, dass seine Claudia die Botschaft bis dahin erhalten hat.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.03.2010, 12:33 Uhr
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4 Kommentare
Der oder die wo gesprayt hat, der hatte doch etwas Aufwand. Der musste doch einer Leiter oder so dabei haben! Der schaut man genau hat er auf der Höhe der blauen Strassentafel gesprayt. Diese sind doch sicher in ca. 2,5 Meter Höhe?! Sind ja darunter auch noch Parklpätze wo Autos abgestellt werden können, also ziemlich in der Höhe die ganze Schrift. Antworten
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