Wie Tilla Theus das «Gran Café» neu beleben will
Aktualisiert am 16.12.2009 1 Kommentar
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Am Silvesterabend ist Lichterlöschen im traditionsreichen Gran Café am Limmatquai 66. Während vier Monaten werden Handwerker das Lokal komplett umbauen und nach Plänen der Zürcher Architektin Tilla Theus neu ausstatten. Ende April 2010 soll das Kaffeehaus unter dem Namen «Gran Café Motta» neu eröffnet werden.
Die Pächterin Autogrill AG beruhigt Kunden des seit Jahrzehnten kaum veränderten Lokals: Das Café werde sich «mit der Atmosphäre eines traditionellen italienischen Kaffeehauses in zeitgemässer Ambiance» präsentieren, solle aber nichts von seiner Tradition einbüssen. Auch nach dem Umbau werde das Lokal ein Treffpunkt bleiben, wo man sich zu Kaffee und Kuchen treffen und dem Treiben am Limmatquai zusehen könne.
Für den Umbau engagierte Autogrill eine Architektin, die für ihr Fingerspitzengefühl im Umgang mit historischer Bausubstanz berühmt ist. Tilla Theus hat sich mit dem Widder Hotel am Rennweg oder dem Umbau des Jelmoli-Warenhauses einen Namen geschaffen. Berühmt wurde die Architektin mit dem Fifa-Hauptsitz auf dem Zürichberg, einem Prestigebau für 240 Millionen. Theus kündigte an, dass sie beim Umbau des Gran Café ihrer «eigenen bewährten Tradition» folgen wolle. Sie entdecke die verlorenen und versteckten Qualitäten des Hauses und belebe diese neu. (cal)
Erstellt: 16.12.2009, 09:58 Uhr



