«Wir haben die Planung in die Hände von Red Bull gelegt»

Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 13.11.2009

Wie konnte es zum verhängnisvollen Unfall von Basejumper Ueli Gegenschatz kommen? Die Firmen hinter dem Marketingevent – Sunrise und Red Bull – weisen die Verantwortung von sich.

Fataler Sprung vom Hochhaus: Der Sunrise Tower in Oerlikon.

Fataler Sprung vom Hochhaus: Der Sunrise Tower in Oerlikon.

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Am Mittwochmittag ist der bekannte Basejumper Ueli Gegenschatz bei einem Sprung vom Sunrise-Hochhaus in Zürich-Oerlikon schwer verunglückt. Er wird seit dem Unfall auf der Intensivstation behandelt. Sein Zustand ist laut Angaben der Stadtpolizei Zürich noch immer kritisch.

Mit dem Sprung vom Sunrise Tower hätte ein neues Handyprodukt von Red Bull lanciert werden sollen. Noch immer ist unklar, wie es zu dem verhängnisvollen Unfall kommen konnte. Klar ist jedoch, dass Red Bull als Veranstalter des Events für die Sicherheit zuständig war. Das bestätigt Sunrise-Mediensprecher Gottardo Pestalozzi gegenüber Tagesanzeiger.ch. «Red Bull hat den Wunsch für den Anlass bei uns deponiert, und wir haben eingewilligt. Da wir keine Experten für solche Events sind, haben wir die Planung und Durchführung vertrauensvoll in die Hände von Red Bull gelegt», so Pestalozzi.

«Absprung lag im Ermessen des Athleten»

Red Bull selbst kommuniziert seit dem Unfall vom Mittwoch nur noch schriftlich mit den Medien. Auf die Frage, ob für den Notfall ein Rettungswagen vor Ort war, antwortet der Getränkehersteller ausweichend: «Die Sicherheitsvorkehrungen bewegten sich in dem für solche Sprünge üblichen Rahmen.» Weitere Details werden nicht bekannt gegeben.

Gegenschatz habe für den Sprung kein fixes Zeitfenster gehabt, heisst es weiter. «Der Zeitpunkt des Absprungs lag im Ermessen des Athleten», antwortet Red Bull-Pressesprecher Fabio Svaizer auf eine schriftliche Anfrage von Tagesanzeiger.ch. Auch hätte Gegenschatz den Sprung jederzeit absagen können, betont Svaizer weiter. Vorgesehen war ein Basejump-Absprung auf dem Tower mit anschliessender Landung auf dem Vorplatz. Warum dem erfahrenen Aerialist dieser Sprung nicht gelang, bleibt weiterhin rätselhaft. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.11.2009, 19:10 Uhr

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