Zürich

«Wohnung zu verlosen»

Aktualisiert am 18.01.2012 4 Kommentare

Per Losentscheid sollen die Mieter einer Wohnung in der neuen Überbauung auf dem Hunziker-Areal gefunden werden. Die Genossenschafter müssen die Idee jedoch noch absegnen.

Im Nordosten von Zürich entsteht ein ganzes Quartier: Rund 1000 Menschen werden in der Siedlung auf dem Areal der ehemaligen Betonfabrik Hunziker leben und arbeiten.

Im Nordosten von Zürich entsteht ein ganzes Quartier: Rund 1000 Menschen werden in der Siedlung auf dem Areal der ehemaligen Betonfabrik Hunziker leben und arbeiten.
Bild: Visualisierung «mehr als wohnen»

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«Wohnung zu verlosen» – mit diesem Hinweis auf ihrer Internetseite lässt die Baugenossenschaft «mehr als wohnen» die Herzen der Wohnungssuchenden höher schlagen. Heute Mittwochabend findet die «Verlosungs»-Veranstaltung um 19 Uhr im Gemeinschaftsraum der ABZ an der Seebahnstrasse 201 in Zürich statt.

Konkret geht es dabei um eine Wohnung in der bis Ende 2014 fertig gestellten Überbauung auf dem Hunziker-Areal in Zürich Nord. «Das Inserat ist Teil des Kunst-am-Bau-Projekts im Rahmen der neuen Überbauung im Leutschenbach», erklärt Projektleiter Stefan Wagner gegenüber «20 Minuten». Der Gewinn sei, dass man die Wohnung überhaupt bekomme, «nicht, dass man sie gratis bewohnen kann», präzisiert er. Idee sei es, dass diese Wohnung dann über einen Zeitraum von 50 bis 100 Jahren bei jedem Mieterwechsel erneut verlost werde.

Ob es tatsächlich zu einer Verlosung kommt, muss die Genossenschaft noch entscheiden. Sie stehe der Idee jedoch offen gegenüber, schreibt die Pendlerzeitung weiter. (tif)

Erstellt: 18.01.2012, 08:06 Uhr

4

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4 Kommentare

Martin Fischer

18.01.2012, 09:21 Uhr
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Ich habe bisher Genossenschaft mit "sozial" konnotiert. Die Idee mit dem Losentscheid ist im besten Fall naiv, im schlimmstan Fall zynisch. Wäre in diesem Fall nur noch durch eine Bewerbungs Casting-Show zu toppen. Nein Genossen, so spielt man nicht mit Notlagen! Antworten


Eugen Fischer

18.01.2012, 08:43 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Die Not macht zwar erfinderisch, jedoch nicht sozial. Solche Kriterien sollten einfach abgeschafft werden, denn nur wer soziale Kompetenz erweist zeigt sich in einer solchen Situation meisterlich. Antworten



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