Zürich

Wohnungen ohne Luxus

Aktualisiert am 15.12.2011

Anstelle von zwei 80 Jahre alte Wohnsiedlungen, die als schützenswerte Bauten gelten, dürfen neue Projekte geplant werden. Der Stadtrat möchte die Mieten der Neubauten tief halten.

Hier entstehen bis zu 350 neue Wohnungen, die gegen den Innenhof ausgerichtet sind: Die stark befahrene Seebahnstrasse.

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Bild: Keystone

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Zwei Genossenschaften dürfen ihre Wohnsiedlungen entlang der Seebahnstrasse mit Neubauten ersetzen, schreibt der Stadtrat in einer Medienmitteilung von Donnerstag.

Die Siedlung Kanzlei der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich (ABZ) und die Siedlung Seebahn der Baugenossenschaft des eidgenössischen Parlaments (BEP) wurden 1930 erstellt. Viele der Wohnungen sind gegen die stark befahrene Seebahnstrasse ausgerichtet. Dies bedeute hohe Luftschadstoff- und Lärmimmissionen für die Bewohnenden, schreibt der Stadtrat.

«Vernünftige Wohnungsgrössen»

Der Stadtrat habe deshalb grünes Licht für die Planung der Genossenschaftswohnungen gegeben. Neu sollen 300 bis 350 Wohnungen entstehen, die gegen den Innenhof gerichtet sind. Die Ersatzbauten müssen sich dem Charakter des Quartiers anpassen, heisst es in der Mitteilung des Stadtrates. Das heisst, die Gebäude müssen fünfstöckig sein, entlang der Seebahnstrassen seien aber auch höhere Bauten denkbar. Um die künftigen Mieten tief zu halten, soll auf «Luxus »verzichtet werden. Der Stadtrat erwartet beispielsweise «vernünftige Wohnungsgrössen, die dem Trend immer grösserer Wohnungen entgegen treten», heisst es in der Medienmitteilung.

Eine allfällige Entlassung der Siedlungen aus dem Inventar sei kein Präjudiz. Eine sorgfältige Güterabwägung werde auch bei jedem künftigen Projekt nötig sein, hält der Stadtrat fest.

(lcv/sda)

Erstellt: 15.12.2011, 14:04 Uhr

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