Zürich
Neues Quartier im Süden Zürichs rückt näher
Artikel zum Thema
- Streit um die letzte Landreserve der Stadt Zürich
- Neues Stadtquartier im Süden Zürichs
- «Hoffentlich bleibt es ein einzelner Sündenfall»
Stichworte
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Der Zürcher Gemeinderat bewilligte am Mittwochabend nach einer langen Debatte mit 83 Ja- zu 25 Nein-Stimmen den privaten Gestaltungsplan für das künftige Manegg-Quartier. Private planen auf dem Manegg-Gebiet eine Grossüberbauung. Die letzte Industriebrache in der Stadt Zürich liegt zwischen der Allmend und Leimbach.
Über die Überbauung hatte die Stadt jahrelang mit Privaten verhandelt. Der Gestaltungsplan war vor allem bei SP, Grünen und AL nicht auf Zustimmung gestossen: Sie reichten eine Motion mit verschiedenen Forderungen ein, darunter dass 30 Prozent der Wohnungen im gemeinnützigen Wohnungsbau erstellt werden.
In einer Zusatzvereinbarung stimmte der grösste private Bauherr für sein Teilareal dieser Forderung sowie weiteren zu. Dieser Zusatz machte zwar den Gestaltungsplan auch für die links-grüne Ratsseite akzeptabel - sie führte am Mittwochabend aber zu einer langen und emotionalen Debatte.
Präjudiz und Erpressung
Von Präjudiz war bei der bürgerlichen Ratsseite die Rede. CVP und EVP sehen eine «massive Hypothek» für künftige private Bauherren. Es gehe nicht, dass eine Partei plötzlich die Spielregeln ändere, während sie am Verlieren sei.
Gemäss FDP liegt ein solches Vorgehen nicht drin. Solche Machtspiele sollten in Zukunft unterlassen werden, sagte ihr Sprecher. Er sprach von «süditalienischen Verhältnissen». Und die SVP lässt sich nicht erpressen: Die SVP mache solche Spiele nicht mit, sagte ihr Sprecher.
Aber auch die Grüne-Fraktion zeigte sich enttäuscht: Der erzielte Erfolg sei gänzlich unbefriedigend. Die Vereinbarung gilt nämlich nur für ein bisschen mehr als die Hälfte des Areals. Die Überbauung sei weit entfernt von einer echten 2000-Watt-Gesellschaft.
Sehr zufrieden zeigte sich die AL: Das Hauptanliegen «zahlbare Wohnungen» sei erreicht worden. Sie habe den Privaten eine Brücke angeboten, die angenommen worden sei. Für die SP ist die Konsenslösung «wichtig und richtig».
Trotz Kritik, grosser Unzufriedenheit und langer Debatte: Einzig SVP und einzelne Grüne lehnten den Gestaltungsplan schliesslich ab. Die Motion der linken Ratsseite wurde darauf zurückgezogen. (vin/sda)
Erstellt: 10.03.2010, 23:31 Uhr
Zürich
- 09:01Politiker bekommen kalte Füsse
- 08:40Langstrasse-Unfall: Lenker in U-Haft
- 07:2440 Flüge annulliert – zwei Dutzend Verkehrsunfälle und eingestellte Buslinien
- 06:32Gericht pfeift Kanton zurück: Abgewiesener Asylbewerber darf nicht heiraten
- 21:57Neuschnee macht Strassen unsicher
- 15:25Die Dolderbahn rutschte 20 Meter bergab




