Zürcher Taxifahrer müssen Deutsch können

Das neue Taxigesetz des Kantons Zürich legt Mindeststandards für das Taxigewerbe fest. Freundlichkeit und Sauberkeit kann allerdings nicht per Gesetz verordnet werden.

Das Taxigewerbe im Fokus der Regierung: Standplatz vor dem Zürcher Hauptbahnhof.

Das Taxigewerbe im Fokus der Regierung: Standplatz vor dem Zürcher Hauptbahnhof. Bild: Christian Beutler/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Vorlage, die der Regierungsrat zuhanden des Kantonsrats verabschiedet hat, beschränkt sich auf die wesentlichen Aspekte, baut auf bestehenden Regeln auf und überlässt den Vollzug weiterhin den Gemeinden.

Im Fokus steht unter anderem die Qualität des Taxigewerbes. Mindeststandards für die Taxibewilligung sollen diese sichern. So werden im Gesetz beispielsweise die Sprachkenntnisse der Taxifahrer festgehalten: Sie müssen mindestens dem Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen des Europarates (GER) entsprechen.

Sauberkeit des Fahrzeugs

Die Vorlage lässt den Gemeinden, welche die Bewilligungen erteilen, zudem Raum für lokal angepasste Ausführungsbestimmungen. Es bleibt ihnen erlaubt, weitere Qualitätsaspekte, wie beispielsweise die Ortskenntnisse der Fahrer, zu regeln.

Bewusst wurde nicht jedes Detail ins Gesetz geschrieben. «Freundlichkeit im Umgang mit Fahrgästen, Sauberkeit des Fahrzeugs oder die generelle Dienstleistungsbereitschaft lassen sich nicht gesetzlich verordnen», schreibt die Regierung.

Regelung für ortsfremde Taxis

Das Gesetz regelt kantonsweit einheitlich den Marktzugang von ortsfremden Taxis - im Einklang mit dem nationalen Binnenmarktgesetz. Taxis dürfen im ganzen Kanton Bestellfahrten ausführen und den Fahrgast in einer anderen Zürcher Gemeinde absetzen. Macht auf dem direkten Rückweg ein neuer Kunde auf sich aufmerksam, darf der Taxifahrer ihn mitnehmen, wenn das Fahrziel ausserhalb der Gemeinde liegt.

Nicht erfasst werden Limousinenservices, zu denen auch UberBlack und UberX gehören. Für sie bestehe kein weitergehender Regulierungsbedarf auf kantonaler Ebene. Sie profitieren aber auch nicht von der Benutzung der Busspuren oder der Aufnahme von Kunden auf öffentlichen Standplätzen. (wsc/sda)

(Erstellt: 25.02.2016, 13:24 Uhr)

Artikel zum Thema

Showdown am Zürcher Taxistand

Höhere Preise verlangen nun die unabhängigen Taxifahrer am Hauptbahnhof – im Gegensatz zu den grossen Taxizentralen. Wer gewinnt diesen Preiskampf? Mehr...

Das Taxi, das fast nie fährt

Der neue Fahrdienst Uber Pop ist komfortabel und günstig. Bloss findet sich selten jemand, der einen mitnimmt. Und die, die es doch tun, handeln zum Teil illegal. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

TA Marktplatz

Werbung

Kommentare

Die Welt in Bildern

Doppelt gemoppelt: Ein Fan, der das Konterfei des indischen Filmstars Rajinikanth auf dem Rücken trägt und sich zusätzlich als solcher verkleidet hat, steht vor einem Kino in Bengaluru, wo der neue Streifen Kabali gezeitg wird. (22. Juli 2016)
(Bild: Abhishek N. Chinnappa) Mehr...