Zürich

«Zürcher Taxis sind ein Graus»

Von Maria Rodriguez. Aktualisiert am 30.03.2010 150 Kommentare

Fahrtenverweigerungen, Belästigungen, ungenügende Ortskenntnisse: Das Image der Zürcher Taxichauffeure ist äusserst mies. Leser von Tagesanzeiger.ch berichten von ihren schlechten Erfahrungen.

Trotz Beförderungspflicht: Am Zürcher HB sind viele Taxifahrer wählerisch.

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Bild: Eddy Risch /Keystone

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Fünf Taxichauffeure weigerten sich, eine 25-jährige in die Notaufnahme zu fahren. Die junge Frau hatte ein Stück Poulet in der Luftröhre und musste zu Fuss und mit der Polybahn ins Spital (Tagesanzeiger vom 30.3.2010).

Ähnliches berichtet auch Tagesanzeiger.ch-Leser Weber Bernd, der nach einem Schienbeinbruch an Krücken ging und am Zürcher HB ins Taxi steigen wollte: «Nachdem mir 4 Fahrer wegen zu kurzer Distanz abgesagt haben, blieb der fünfte Fahrer seelenruhig rauchend im Auto sitzen, während ich mühsam, die Koffer selbst in den Kofferraum stellen musste.» Und auch Lara Fritschi ist empört: «Sichtbar schwanger ging ich mit meinen fünf Taschen an den Taxistand am HB, keiner wollte mich mitnehmen. Ich musste mit dem ganzen Gepäck ins Tram.»

«Unfreundlich und schlecht ausgebildet»

Auch andere Leser beschweren sich über unfreundliche und schlecht ausgebildete Taxichauffeure: «Diese Meldung überrascht mich nicht: Die Taxifahrer in Zürich sind wohl das Schlimmste, was eine Weltstadt zu bieten hat. Vielfach unfreundlich, schlechtes Deutsch, von Englisch-Kenntnissen gar zu schweigen, rücksichtslos, schlecht ausgebildet, Preis/Leistung stimmt überhaupt nicht», schreibt Leser David Fehlmann.

Ins gleiche Horn bläst Leserin Edith Habermann: «Die Zürcher Taxis sind eine Zumutung. Ein Grossteil der Fahrer sind unfreundliche, rücksichtslose Rüpel, die kaum Deutsch sprechen und denen man Strasse um Strasse erklären muss, wo sie durchfahren müssen, damit sie nicht einen grossen Umweg fahren.»

IG Taxi kennt das Problem mit den «schwarzen Schafen»

Ähnliches ist auch Leser Urs Brämi aufgefallen: «Wer regelmässig ab dem Zürcher Hauptbahnhof ein Taxi benutzt, wundert sich nicht über diesen Vorfall. Viele Taxichauffeure sind machohaft, arrogant, unhöflich und sprechen oft nur gebrochen Deutsch. Wenn Gepäck im Kofferraum transportiert werden soll, muss dort oft zuerst der halbe Hausrat des Chauffeurs beiseite geräumt werden. Im Vergleich zum Ausland sind Zürcher Taxis ein Graus!»

Dass das Image der Zürcher Taxifahrer ramponiert ist, weiss auch Dolores Zanini, Präsidentin der neu gegründeten IG Taxi: «Gerade am HB hat es sehr viele schwarze Schafe, welche Fahrten verweigern. Kundinnen haben mir auch schon berichtet, dass sie von Taxifahrern belästigt wurden.»

Fahrtenverweigerung bei aggressiven Kunden

Dass man Kunden nicht fährt, sei nur in Ausnahmefällen nachvollziehbar: «Ich habe mich auch schon geweigert, Kunden zu transportieren. Wenn jemand zum Beispiel aggressiv ist, oder so betrunken, dass er sich im Taxi zu übergeben droht. Ansonsten liegt Fahrtenverweigerung nicht drin», so Zanini weiter. Die IG Taxi wurde unter anderem gegründet, um das Image und auch den Service zu verbessern. Unter anderem werden Treffen angeboten, bei denen mit Chauffeuren Probleme besprochen werden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.03.2010, 10:54 Uhr

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150 Kommentare

peter rauch

30.03.2010, 12:15 Uhr
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Nach unzähligen schlechten Erlebnissen nehme ich prinzipiell kein Taxi mehr in Zürich. Das letzte Mal wollte ich vom HB an den Schaffhauserplatz fahren, zuerst hiess ich nehme für so kurze Distanzen keine KK, ich hbe gesagt ich zahle 5% mehr (KK Gebühren), dann hiess es, ah nein die Distanz ist sowieso zu kurz, ich soll laufen....und das um 1:00 in der Nacht mit Koffer....und das bei 4 Taxis.... Antworten


Fritz Zgraggen

30.03.2010, 14:10 Uhr
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Bei den Standplätzen gerade an Bahnhöfen in Zürich immer das gleiche Bild: Taxis stehen und warten, und warten, und warten - und lehnen dann eine Fahrt ab, die ihnen zuwenig lukrativ erscheint. Bezahlt wird diese Warterei über die völlig überrissenen Fahrpreise. Remedur: Taxipreise halbieren, dann lohnt sich das Herumstehen nicht mehr, siehe Beispiele in jeder anderen 'Welt'stadt. Antworten



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