Zürich, Paradeplatz: Dieter Meier eröffnet Restaurant

Er ist Musiker, Filmer und Farmer. Und nun ist Dieter Meier auch noch «kritischer Gast» - in seinem eigenen Restaurant beim Zürcher Paradeplatz.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Schon zwei andere haben es hier vor ihm versucht und sind gescheitert. Erst das Ehepaar Strozzega, das 2002 in der früheren Schalterhalle der Credit Suisse das mondäne Strozzi’s Più eröffnete. Dann, im Sommer 2005, folgte die Compass Group mit der Brasserie Le Tram Bleu. Und nun feierte hier am Samstag der dritte Pächter mit grosser Geste die Eröffnung seines Restaurants Bärengasse - der Yello-Musiker Dieter Meier und seine zwei Geschäftspartner. Viel schönes Volk und einige Wirtschaftsgrössen wie der ehemalige UBS-Präsident Mathis Cabiallavetta oder Unternehmer Bruno Franzen standen dafür am Samstagabend Schlange.

«Wir müssen Wärme schaffen»

«Es brauchte jemanden, der hier angstlos und mit frischem Mut neu beginnt», sagte Meier vor der grossen Party. Tatsächlich sei es nach dieser Vorgeschichte schwierig gewesen, einen neuen Pächter zu finden. Das Lokal ist zwar schön, es hat sogar zwei Eingänge. Aber der eine führt auf die unscheinbare Bärengasse, der andere auf den unterkühlten Lichthof.

«Wir müssen hier Wärme schaffen, das ist unsere grosse Herausforderung», folgerte Meier. Wir, das sind neben Meier Nicolas Maeder, zuvor Manager im Club Saint Germain, und Patrik Bruderer vom Kaufleuten. Beide sind erst Anfang 30. Maeder kommt die Rolle des Gastgebers zu, Bruderer jene des Geschäftsführers - und Meier ist der «kritische Gast». «Ich habe mein halbes Leben in Hotels verbracht. Ich weiss, wie etwas sein muss. Ich weiss aber nicht, wie man es macht», gibt er freimütig zu.

Meier will jedenfalls sehr oft im Lokal sein und sich hier mit Freunden aus Kunst und Kultur treffen. Er will es zu einem Ort der Begegnung machen, wo man zusammen isst, diskutiert und sich zwischendurch wie einst in den Bürgerhäusern zum Rauchen in den Salon respektiv in die Davidoff-Lounge im Lichthof verzieht. Wolldecken und Bettflaschen sollen dort den Aufenthalt erträglich machen.

Meiers Ehrgeiz ist es, an der Bärengasse das «beste und schmackhafteste Fleisch» der ganzen Schweiz anzubieten. Den Schwerpunkt setzt er mit Spezialitäten aus der Schweiz und Argentinien, wo er eine Biofarm betreibt. Konkret heisst dies: «Ämmitaler Bäre-Merängge mit Nidle» (9 Fr.) oder Entrecôte mit Chimichurri-Sauce (39 bis 55 Fr.). (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 22.09.2008, 13:00 Uhr

TA Marktplatz

Blogs

Outdoor Bergfahrt im Rauschzustand

Mamablog Rentenalter 57, nur für Frauen

Abo

Digitale Abos

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt lesen:
Neu ab 18.- CHF pro Monat

Die Welt in Bildern

Ein Ohrenschmaus: Das Glastonbury-Festival mit über 100'000 Besuchern, ging heute nach fünf Tagen zu Ende.Ein Zuhörer beim Verlassen des Geländes (26. Juni 2017). Revellers and detritus are seen near the Pyramid Stage at Worthy Farm in Somerset during the Glastonbury Festival in Britain, June 26, 2017. REUTERS/Dylan Martinez
(Bild: Dylan Martinez) Mehr...