Zürich kann 6200 Tonnen schweres Haus nun doch zügeln
Aktualisiert am 07.09.2010 16 Kommentare
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Der ABB-Konzern hat eingewilligt, dass das einstige Verwaltungsgebäude der Werkzeug- und Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) beim Bahnhof verschoben wird, wie er am Dienstag mitteilte.
Das Wahrzeichen der Oerliker Industriegeschichte muss wegen des Ausbaus des Bahnhofs Oerlikon neuen Gleisen Platz machen. Die ABB wird dabei enteignet. Bisher hat ABB darauf bestanden, dass vor einer allfälligen Verschiebung die Entschädigungsfrage geregelt sein muss. Da diese nicht rechtzeitig zustande kam, drohte der Abbruch des Gebäudes.
ABB will Entschädigung
Ein Verein «Abbruch-Nein» setzte sich dagegen zur Wehr und suchte nach einer Lösung für das 120 Jahre alte Gebäude. Die ABB schreibt nun in ihrer Medienmitteilung, das Unternehmen wolle auch seine gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen.
Deshalb würden die Argumente der besorgten Parteien und Bürger, die das Gebäude erhalten wollen, anerkannt. ABB gebe grünes Licht für eine Verschiebung des Gebäudes. Gleichzeitig werde das Unternehmen aber weiterhin mit allen Mitteln eine Entschädigung einfordern.
Verschiebung um 60 Meter
Die Stadt Zürich hatte in einer Studie aufgezeigt, dass die Verschiebung des 5600 Tonnen schweren Gebäudes um etwa 60 Meter möglich ist. Gemäss Hochbauvorsteher André Odermatt könnte diese rund ein halbes Jahr dauernde Verschiebungsaktion Mitte nächsten Jahres beginnen.
Zunächst müssen nun aber die politischen Gremien aktiv werden. Der Stadtratsentscheid wird noch im September erwartet. Da das Anliegen auch im Stadtparlament breit abgestützt sei, werde der Gemeinderat das Geschäft wohl bis Ende Jahr abschliessen können, meinte Odermatt.
Das Areal, auf dem das MFO-Gebäude heute steht, muss bis Ende Mai 2012 geräumt und von Altlasten gereinigt sein. Dann will die SBB mit dem Gleisbau beginnen. (ep/sda)
Erstellt: 07.09.2010, 15:12 Uhr
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An der Zürcher Goldküste werden zig erhaltenswerte Bauten aus Renditegründen abgerissen und durch die üblichen Design-Häuser ersetzt. Nach und nach verlieren die Gemeinden so ihr Gepräge und ihre Identität, immer mehr durchgestyleter Einheitsbrei von Zollikon bis Meilen. Dass wenigstens in Zürich-Oerlikon trotz Siedlungsdruck ein Stückchen Identität gerettet werden kann, ist erfreulich! Antworten


































