Zürich

«Zürich zeigt der Welt, wie eine Weihnachtsbeleuchtung aussehen kann»

Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 20.11.2009 78 Kommentare

Nach nur fünf Jahren wird die spektakuläre Weihnachtsbeleuchtung aus der Bahnhofstrasse verbannt. Ein Plädoyer für das wegweisende Lichtspiel.

Simon Eppenberger.

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Seit Donnerstag um 16 Uhr erhellt die Weihnachtsbeleuchtung die Bahnhofstrasse. Bis am 3. Januar bewegt sich ein einmaliges Lichtspiel über der Zürcher Einkaufsmeile. 275 Leuchtstäbe zaubern bewegte Figuren in den Nachthimmel und versetzen die Betrachter immer wieder in Erstaunen. Das Lichtspiel möglich machen 240'000 Leuchtdioden, die einzeln von einem Computer aus gesteuert werden.

Doch die futuristisch anmutende Weihnachtsbeleuchtung geht in ihre letzte Saison. Nach nur fünf Jahren erstrahlt sie heuer zum letzten Mal. Zu gross waren die Widerstände aus der Bevölkerung, zu laut die Rufe nach der alten Beleuchtung. Offenbar wollen die Leute zur Weihnachtszeit in eine Märchenwelt flüchten. Dem trug die alte Beleuchtung über 30 Jahre lang Rechnung. Die 20'000 Glühbirnen verwandelten die Bahnhofstrasse in einen kitschigen Ort voller Künstlichkeit und falscher Wärme.

Mit einem mutigen Schritt rückte die Vereinigung Bahnhofstrasse von den Kitschlampen ab und liess die modernen Leuchtstäbe installieren. Sie brauchen viel weniger Strom und bereichern die Weihnachten um eine neue, spektakuläre Facette. Zürich zeigt der Welt, dass es auch anders geht an Weihnachten. Rund um den Globus fand die 1,1 Kilometer lange Beleuchtung Beachtung.

Doch das Licht war den Besuchern zu wenig warm. Sie kritisierten die einmalige Installation an allen Ecken und Enden. Die Verantwortlichen verliess der Mut und sie liessen das wegweisende Projekt fallen. Nun werden die Leuchtstäbe im kommenden Jahr durch «Lucy» ersetzt. Einen Baldachin, der noch kitschiger daherkommt als die alte Beleuchtung mit den Glühbirnen. Schade war die Technik 2005 noch nicht so weit, dass warmes Diodenlicht bezahlbar war. Denn wenn die 240'000 Dioden kitschiger wären, würden sie weiterleuchten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.11.2009, 17:02 Uhr

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78 Kommentare

Benjamin Sourlier

19.11.2009, 14:19 Uhr
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Warum wird diese Beleuchtung nicht einfach von Januar bis März an der Bahnhofstrasse aufgehängt? Der Begriff "Lichtkunst" trifft ja auf das Timepiece eigentlich viel eher zu. Auch wenn es als Weihnachtsbeleuchtung zugegebenermassen etwas danebengegriffen war, ist und bleibt es doch eine interessante Stadtbeleuchtung. Antworten


majo naef

19.11.2009, 15:00 Uhr
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Man sollte sie eher von Weitem betrachten können. Die Bahnhofstrasse ist eindeutig zu eng. Ich freue mich auf nächstes Jahr. Wie wäre es mit Dubai die nehmen sie vielleicht unter dem Begriff Lichtkunst. Antworten



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