Zwei Fischer getötet: Epilepsie war die Unfallursache
Von Stefan Hohler. Aktualisiert am 10.01.2012 4 Kommentare
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Der schwere Verkehrsunfall ereignete sich am 11. Juli 2010, an einem Sonntagmorgen kurz nach 7 Uhr. Ein damals 42-jähriger Lenker war mit seinem Auto auf der Talstrasse Richtung Zürichsee unterwegs. Bei der Verzweigung beim General-Guisan-Quai verlor der Franzose die Herrschaft über sein Auto und fuhr über Kreuzung und Trottoir in die Fussgängerunterführung Schanzengraben. Dort prallte er in zwei Männer, die fischten.
Ein 34-jähriger Serbe verstarb am Unfallort, ein 60-jähriger Schweizer erlag im Spital seinen schweren Verletzungen. Der BWM-Fahrer wurde mittelschwer verletzt. Die in den Medien geäusserte Vermutung, dass Alkohol eine Rolle gespielt haben könnte, wurde von der Staatsanwaltschaft damals dementiert. Kurz nach dem Unfall wurde bekannt, dass der Lenker an Epilepsie litt. Der Unternehmer aus Gockhausen hatte im Januar 2010 in einem Beitrag in der «Epilepsie Liga» geschrieben, dass er mit 15 Jahren erste Anfälle hatte. Dank Medikamenten führe er nun ein völlig normales Leben mit nur drei Anfällen in elf Jahren. Der letzte Anfall habe sich 2006 ereignet.
Richtlinien der Epilepsie-Liga
Nun ist klar, dass ein Epilepsie-Anfall den Unfall verursacht hat. Der zuständige Staatsanwalt bestätigt entsprechende TA-Recherchen. Ob es zu einer Anklage kommt oder ob das Verfahren eingestellt wird, sagt er nicht. Man werde demnächst informieren.
Die Epilepsie-Liga hat Richtlinien zur Fahrtauglichkeit herausgegeben. Darin heisst es, dass bei einer aktiven Epilepsie die Fahrtauglichkeit in der Regel nicht gegeben ist. Eine Erst- oder Wiederzulassung als Motorfahrzeuglenker erfolgt in der Regel, wenn der Betroffene – mit oder ohne Anti-Epileptika – ein Jahr lang anfallfrei ist. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.01.2012, 13:58 Uhr
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