Zentralrat plant Demo an Heiligabend in Zürich

Gegen den Terror will der Islamische Zentralrat am Samstag auf dem Helvetiaplatz demonstrieren. Die Stadtpolizei hat das Gesuch bewilligt.

Sie führen den Zentralrat: Präsident Nicolas Blancho (links) und Vorstandsmitglied Qaasim Illi (rechts).

Sie führen den Zentralrat: Präsident Nicolas Blancho (links) und Vorstandsmitglied Qaasim Illi (rechts). Bild: Peter Schneider/Keystone

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Der Islamische Zentralrat Schweiz schliesse sich dem Aufruf der Islamischen Jugend Schweiz an, am kommenden Samstag in Zürich ein Zeichen gegen den Terror in Berlin und den «islamophoben Anschlag» auf eine Zürcher Moschee zu setzen.

Das teilte der Zentralrat heute mit. Er ruft zu einer Kundgebung am Nachmittag des 24. Dezember auf, und zwar auf dem Helvetiaplatz in Zürich. Ein Marsch durch die Stadt ist nicht geplant. Adressaten des Aufrufs seien «sowohl Muslime als auch Nichtmuslime» – gemeinsam soll «dem Terror die rote Karte» gezeigt werden. Die Stadtpolizei hat den zweistündigen Anlass bewilligt. Sie werde – wie bei jeder Demonstration – die Lage laufend beobachten.

Der Zentralrat gilt als fundamentalistische islamische Organisation. Er wird vom Nachrichtendienst des Bundes beobachtet. Mehrere Exponenten des Vereins sind wiederholt in der Öffentlichkeit aufgetreten, so Präsident Nicolas Blancho sowie die Vorstandmitglieder Qaasim und Nora Illi. Der Zentralrat hat auf seiner Internetseite den Aufruf ohne Vorbehalt publiziert. Darin heisst es: «So wenig die IS-Ideologie ihre Taten aus der islamischen Ethik ableiten kann, so wenig steht Islamophobie in Verwandtschaft mit den Geist der freiheitlichen demokratischen Ordnung, wie sie in Mitteleuropa vorherrscht.»

(han)

Erstellt: 22.12.2016, 11:33 Uhr

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