Live aus dem Burghölzli

Ein Patient hat auf seiner privaten Facebook-Seite Bilder aus der Klinik publiziert – von Personal und Patienten. Rechtliche Schritte werden erwogen.

Ein Patient der PUK hat Bilder und Videos über die Klinik auf Facebook veröffentlicht.

Ein Patient der PUK hat Bilder und Videos über die Klinik auf Facebook veröffentlicht. Bild: Google Street View

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Ein 32-jähriger Schweizer hat am vergangenen Wochenende live aus seiner Zelle in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK) gesendet. Laut «Landbote» hatte er auf seiner privaten Facebook-Seite am Sonntag diverse Beiträge veröffentlicht.

Der Mann zeigt seine geschlossene Zelle und Angestellte. «Ich bin hier eingesperrt gegen meinen Willen. Teilt dieses Video.» In einer Serie von Bildern zeigt er eine Person von hinten. Der Kommentar: «Dieser Mann ist ein Lügner, und er arbeitet in der PUK in Zürich.» Ausserdem sei der Wohnort des PUK-Mitarbeiters angegeben, schreibt die Zeitung weiter.

Handy erlaubt, aber keine Veröffentlichung

Grund für den PUK-Aufenthalt des Schweizers sei eine Schiessübung, die er in seinem Garten in Feldmeilen durchgeführt habe. Kurz darauf wurde er von der Stadtpolizei an der Langstrasse verhaftet und nach Abklärungen in die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich eingewiesen.

Auf der geschlossenen Station der PUK sind Handys grundsätzlich erlaubt. Der 32-Jährige habe aber gegen Weisungen verstossen, weil er das Bildmaterial auf Facebook veröffentlicht habe, schreibt «Der Landbote» weiter. Deshalb habe man ihm sein Handy abgenommen. «Nun leiten wir rechtliche Schritte ein, damit das Bildmaterial von der Facebook-Plattform gelöscht wird», sagt Marc Stutz, Leiter Kommunikation der PUK. (lvb)

Erstellt: 11.08.2016, 18:06 Uhr

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