Oerlikon stirbt, Oerlikon lebt

Kein Zürcher Quartier verändert sich so schnell wie Oerlikon – der neue Bahnhof, der morgen eröffnet wird, beschleunigt den Wandel. Altes wird rar.

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Zweimal am Tag droht Oerlikon zu kollabieren. Morgens, wenn die Pendler aus den Zügen steigen, und abends, wenn sie wieder heimfahren. 110'000 Pendler kreuzen täglich den Bahnhof – mit den zusätzlichen Geleisen und dem neuen Shop-Ville werden weitere dazukommen.

Es sind mehr, als ein einfaches Dorf ertragen kann. Und ein Dorf, das ist Oerlikon trotz seiner über 20'000 Einwohner noch immer – für Alberto. Er bereicherte einst das Quartier als Gastarbeiter. Inzwischen ist er längst pensioniert und hat seine prägende Rolle an andere verloren: Banker, Kreative oder Consultants. «Alles Bürogummis», sagt Alberto. Besuche bei prägnanten Figuren und Schauplätzen zeigen: Oerlikon ist ein Quartier im steten Wandel, das sich laufend neu erfindet – erfinden muss.

Der Gastarbeiter

Alberto hatte hier in den 60er-Jahren eine neue Heimat gefunden. Der Industriekonzern Oerlikon-Bührle rief nach Arbeitskräften, und es kamen Menschen wie er. Vornehmlich «Tschingge», wie er sagt, die im Zürcher Aussenbezirk ihr Glück suchten. Italien fand für ihn fortan in Oerlikon statt. Es sei die Zeit gewesen, als Pizzalokale und Gemüsestände wie Pilze aus dem Boden schossen. Vermisst habe er nur das Meer, die Sonne und die schönen Mädchen.

Heute steht Alberto ziemlich allein da. Seit seine Frau vor zwei Jahren verstorben ist, verbringt er viele Nachmittage in der Pestalozzi-Bibliothek, blättert durch Zeitungen und spricht fremde Personen an. Er schaut aus dem Fenster Richtung Perron: «Wie viele Neuankömmlinge können wir noch ertragen?» Er antwortet gleich selbst: «Das Boot ist längst voll, es wird untergehen. Das ist nicht mehr mein Oerlikon.»

Alberto und sein Dorf haben sich auseinandergelebt. Der Pensionierte verharrt in der Vergangenheit, während Oerlikon mit Vollgas in die Zukunft rast. Aus dem Arbeiterquartier ist eine Spielwiese für linksliberale Stadtentwickler geworden. Sinnbild dafür ist der 17'500 Quadratmeter grosse Oerliker Park – eine Anlage mit streng angeordneter Baumarchitektur und einem blauen, hochragenden Wahrzeichen: dem 35 Meter hohen Turm. Die Architekten legten ihrem Konzept die Begriffe «Zeit und Veränderung» zugrunde. Es sollte eine Anlage entstehen, die «niemals fertig ist und sich laufend verändern kann». Mit solchen Gedanken kann der bodenständige Alberto nichts anfangen. Er sucht nichts Neues, sondern das Alte – obwohl davon kaum mehr etwas übrig ist.

«Wir hatten einen regelrechten Kulturschock.»Tara Welschinger, Werberin in Neu-Oerlikon

In der Nähe des Oerliker Parks befand sich einst seine Arbeitsstätte: «Auf der falschen Seite der Geleise», wie Alberto sagt. Der einstige Industriepark war für die Bevölkerung ein Sperrgebiet – eine verbotene Stadt. Zugang hatten nur die Arbeiter. Mit dem Niedergang der grossen Maschinenfabriken wurde das Gebiet ab 1988 schrittweise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das ehrgeizige Ziel der rot-grünen Stadtregierung: Oerlikon soll sich als zweites grosses Zentrum neben der City etablieren. Rund 15 000 neue Arbeitsplätze wurden innert weniger Jahren geschaffen, über 5000 Menschen sind bereits zugezogen. Nicht nur Alberto fällt es schwer, in diesem schnelllebigen Stadtteil den Überblick zu behalten.

Es hilft die Liftfahrt in den 32. Stock des Swissôtel Zürich. Dort, wo sich die Wellnessanlage mit der vielleicht spektakulärsten Aussicht der Stadt befindet. Nirgends offenbart sich der Oerliker Graben besser als aus der Vogelperspektive: Oerlikon erscheint als zweigeteiltes Konstrukt, durchschnitten von Zuggeleisen. Auf der einen Seite befindet sich der dörfliche Teil mit Metzgereien, Bäckereien, Beizen, dem Marktplatz und einem unverwüstlichen Sexkino. Es ist das alte Oerlikon, ein Wurmfortsatz der Innenstadt, der sich verschämt hinter einem Hügel namens Milchbuck versteckt. Durchaus gemütlich, aber auch etwas schmuddelig. Auf der anderen Seite der Geleise erhebt sich die unterkühlte Planstadt mit ihren Hochhäusern, den neuen riesigen Wohnblocks – Gebäude, in denen die Zukunft lebt.

Die Kreative

Ihre Mitgestalter heissen Noerds. Hinter dem Wortspiel verstecken sich Nerds – sogenannte Technikfreaks – aus Neu-Oerlikon. 300 Kreative, die an der Binzmühlestrasse einen einzigartigen Kreativhub errichteten: Werber, Grafiker, ­Filmemacher, Softwareentwickler und Architekten, die hier ab 2011 eine neue Heimat fanden. Oerlikon war für sie aus der Not geboren. Die Taschenproduzenten von Freitag und die Werber der Agentur Aroma schlossen sich zusammen, weil die Innenstadt sie nicht mehr haben wollte. Jahrelang operierten sie aus den hippen Zürcher Kreisen. Doch dann mussten sie sich eingestehen, dass die Preise zu hoch und das Land zu knapp ist. Visionen liessen sich nicht mehr verwirklichen, also zogen sie nach Oerlikon. Hinein in einen Stadtteil, der Innovation nicht verhindert, sondern Gelegenheiten schafft.

Für den Ortswechsel bezahlten sie einen Preis, einen emotionalen: «Wir hatten einen regelrechten Kulturschock, als wir hierherzogen», erzählt Tara Welschinger, Projektentwicklerin bei Aroma. Das Vorurteil des verschlafenen Stadtteils hinter dem Berg habe sich bestätigt. Die breiten Strassenzüge: etwas tötelig. Die Nachtlokale: zu stillos für ihren Geschmack.

Was Pendler vom neuen Bahnhof halten. Video: Lea Blum

Deshalb haben sich die Noerds ihre eigene Spass-Bubble geschaffen, mit Rutschbahnen im Gebäude, ausgestopften Tieren, Gratisbier für alle und einer spektakulären Dachterrasse, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Die Asylsuchenden

Dabei hätte Oerlikon durchaus ein Nachtleben zu bieten. Keines für Zürcher Szenegänger, dafür ein buntes und vor allem exotisches. An der Friesstrasse, unweit der Noerds, befinden sich die öffentlichen Wohnzimmer anderer Länder und Kulturen. Die Punto-Bar beispielsweise ist an einem Freitagabend in fester Hand der Eritreer. Einige sind mittellose Asylsuchende, die ihre Zeit mit Kartenspiel vertreiben. Der Betreiber des Lokals ist Giuseppe V., der einst wegen Drogenhandels verurteilt wurde und in den Fraumünster-Postraub verwickelt war. Sein Anwalt Valentin Landmann behauptet, dass es im Punto die besten Pizzas der Stadt gibt. Das Testessen ergab, dass es die grössten sind.

Der Shisha-Unternehmer

Ohnehin wird an der Friesstrasse gerne der Superlativ gezückt. So etablierte sie sich vor einigen Jahren als Shisha-Meile. Jeder der kosovarischen, türkischen oder serbischen Nachtclubbetreiber behauptet, dass seine Wasserpfeifen die besten sind. Die Dubai Lounge ist die älteste und grösste Shisha-Bar Oerlikons. Der Besitzer, der anonym bleiben will, lädt zum Gespräch im schummrigen Hinterzimmer. «In letzter Zeit ist das Geschäft härter und Oerlikon teurer geworden», sagt der Türke. Äusserst schmerzhaft sei ein Entscheid der Bundesrats gewesen: 2015 wurde die Tabaksteuer für Shishas über Nacht verdoppelt – angeblich um den illegalen Handel nach Deutschland zu unterbinden. Seither kostet der Konsum einer Shisha zehn Franken mehr, aber der Gewinn ist kleiner geworden. Clubs wie die Dubai Lounge sind auf die Loyalität der Stammgäste angewiesen. «Sie sind unsere Lebensversicherung», sagt der Betreiber. Immer wieder inspiziert er den Überwachungsmonitor, der das Lokal bis in den hintersten Winkel zeigt. «Sicherheit ist uns das Wichtigste. Wir können uns keinen Ärger mit der Polizei erlauben.»

An diesem Abend ist die Stimmung in der Lounge äusserst friedlich. Es ist die Balkanjugend aus dem Glattal, die hier feiert. Sie reichen sich gegenseitig die Shishas und nippen an ihren Red Bulls. Alkohol trinkt kaum jemand. Ab Mitternacht verabschieden sich die meisten Richtung Innenstadt – dort feiern sie weiter. In der Shisha-Lounge übernimmt dann die ältere Generation. Zu orientalischer Livemusik tanzen sie bis in die frühen Morgenstunden.

Das Oerliker Original

Ennet der Geleise, im alten Oerlikon, geht deutlich früher das Licht aus. Es braucht ein wenig Glück, um sie doch noch zu finden: die alten Oerliker Beizen und die Urgesteine, die darin verkehren. Solche, wie sie die Satiresendung «Giacobbo/Müller» mit ihrem Charakterduo «Boppeler & Stark» gerne aufs Korn nimmt. Im Coopers Pub, ehemals Kafi Oerlikon, sitzen Fritz und Benno – zwei Pensionierte, die seit Jahrzehnten befreundet sind.

Es ist kurz vor Ladenschluss, und der Barkeeper ruft die letzte Runde aus. «E letschti Hülse hämmer immer no gnoo», sagt Fritz und hustet, dass es in den Ohren kratzt. Das Coopers sei eines der letzten Lokale, in denen er sich noch wohlfühle. Ansonsten gebe es ja «nur noch Kebab und Schickimicki». Ob er dereinst vorhabe, Oerlikon zu verlassen? «Nie im Leben!», sagt Benno. Oerlikon bleibe seine Heimat, solange bis das letzte Bier gezapft ist.

«Hier gibt es nur noch Kebab und Schickimicki.»Fritz, ein Oerliker-Original

Alte Büezer wie Fritz und Benno, mittellose Migranten, aufsteigende Secondos, mittelständische Familien oder reiche Expats: Oerlikon ist der Ort der Parallelwelten. Alle leben im selben Dorf, und dennoch bleiben sie sich fremd. Doch an einer Veranstaltung treffen sie zusammen: Am Oerliker Markt, der jeweils mittwochs und samstags stattfindet. Während weniger Stunden verwandelt sich Oerlikon in das Dorf, dem einige nachtrauern.

Der ewige Marktfahrer

An einem der Stände steht Gemüsebauer Fritz Rinderknecht – seit 60 Jahren schon. Alle Wirtschaftskrisen hat er überstanden und den ganzen demografischen Wandel miterlebt. «Manchmal bediene ich die Kinder und Kindeskinder meiner früheren Kunden», sagt Rinderknecht. «Da merke ich, wie in Oerlikon die Zeit rast.» Rinderknechts Kunden verschwinden, doch er geht mit der Zeit. Sein Markenzeichen ist immer dasselbe geblieben: Vor 55 Jahren sei dem Blumenmädchen ein Nägeli abgebrochen. Er habe es aufgehoben und sich an den Hut gesteckt. Seither erfreut er die Oerliker mit stets wechselnder Blütenpracht. Doch Rinderknecht hat ein Problem – seine Blumenlieferantin geht bald in Pension. «Jetzt muss ich mir halt ein neues Oerliker Blumenmeitli suchen.» Es wäre nicht das erste Mal. (Tages-Anzeiger)

(Erstellt: 29.11.2016, 22:41 Uhr)

«Mit gemischten Gefühlen»

Charlotte Spindler zog eben vom hippen Zürcher Kreis 4 nach Oerlikon. Was sie mag: Es ist ruhiger. Wovon sie gerne mehr hätte: Kultur.

Charlotte Spindler an ihrem Oerliker Lieblingsort, dem Marktplatz. Foto: Doris Fanconi

Charlotte Spindler, 70-jährig, war früher TA-Redaktorin. Sie schrieb auch Bücher, etwa zwei Zürich-Stadtführer. Vor zwei Monaten ist sie mit ihrem Mann nach jahrzehntelangem Aufenthalt im Zürcher Kreis 4 wieder nach Oerlikon zurückgekehrt, wo sie die ersten 22 Jahre ihres Lebens verbrachte.

Nach 48 Jahren leben Sie wieder in Oerlikon. Was beeindruckt Sie?
Die Vielfältigkeit. Am Gubelhang, in Richtung Allenmoosquartier, hat es immer noch diese schönen Häuser im Grünen. Alte und Leute mit Kindern wohnen da, in der Gegend stehen auch die Schulhäuser. Bei uns im alten Zentrum wiederum gibt es ein Zahnarzt-Zentrum und eine Permanence-Klinik, Einrichtungen für Leute, die in Oerlikon nicht verwurzelt sind und keinen Hausarzt haben. Oerlikon ist kosmopolitisch geworden. Auf dem Marktplatz hörte ich kürzlich zwei Frauen, die sich auf Englisch über ihre Halloween-Party unterhielten.

Früher war es anders?
Früher war Oerlikon ein Arbeiterquartier. Heute dominieren internationale Beratungsfirmen, Versicherungen, IT-Unternehmer, grosse Jobvermittler und Schulen. Aber auch die ABB und Bombardier sind noch da. Darum die Expats.

Mit welchen Gefühlen gingen Sie vor zwei Monaten aus dem hippen Kreis 4 zurück nach Oerlikon?
Mit gemischten. Wir wohnten im Kreis 4 in einer selbstverwalteten Hausgenossenschaft. Aber mit dem Älterwerden begannen wir uns fremd zu fühlen, die Gegend um die Bäckeranlage wurde trendig, immer war Partytime mit Lärm auf den Dächern und Musik im Park. Ich und mein Mann sind ja nicht so hip und wollen es auch nicht sein.

Wie reagierten die Kreis-4-Freunde, auf Ihren Abgang?
Sie waren erstaunt. Oerlikon ist irgendwie ein No-Go. Ein Ort, an den man nicht hingeht, den man auch nicht kennt.

Wie war Arbeiter-Oerlikon damals?
Das Gelände ennet den Geleisen, auf der Nordseite der Schienen, war ein Riesen-Industrieareal. Eine abgeschlossene Welt mit Fabriktoren. Man konnte gar nicht richtig hinüber, kam nicht hinein.

Und sonst?
Vom Küchenfenster sahen wir auf die offene Rennbahn, hörten die Ansagen und Zurufe, wenn Rennen waren. Ganz nah bei der Rennbahn war jeweils eine grosse Chilbi. Ein Schulkollege zog bei den Autoscootern das Geld ein, ein Nebenjob. Fritz im engen Jeansgewändli damals in den frühen Sechzigern, das imponierte mir sehr.

Wie oft ging man in die Zürcher Innenstadt?
Selten. Wir hatten ja in Oerlikon den Jelmoli, ein tolles Warenhaus, in dem man fast alles fand. Vor ihm gab es zur Strasse hin eine Abschrankung; am Jelmoli-Egge traf sich die Oberstufen-Schuljugend. Oerlikon hatte damals auch mehrere Kinos. Es gab ein kulturelles Leben.

Wie entdecken Sie Oerlikon neu?
Ich spaziere viel. Eben habe ich eine russische Kita entdeckt. Ich kaufe in einem riesigen türkischen Laden ein. Und es wimmelt von Imbissständen, ganz nah bei uns hat es einen wunderbares kleines malaysisches Restaurant mit Take-away. Oerlikon internationalisiert sich. Neulich im Schnitzelhuus sah ich nur englischsprachige Leute. Was mir auch auffällt: die vielen Krippen im Erdgeschoss moderner Gebäude. Das hat mit den Leuten zu tun, die in den internationalen Unternehmen arbeiten. Oerlikon hat durchaus etwas Businessartiges.

Was halten Sie von den modernen Vorzeigeparks wie dem MFO-Park?
Ich finde sie eher leblos, abgesehen vom dreidimensionalen Garten im MFO-Park, einer Art Baumhaus. Im Sommer ziehen sich die Jungen dort auf die oberste Plattform zurück, um zu chillen. Aber den Place-to-be wie die Bäcker­anlage im Kreis 4, wo alle hinrennen und es im Sommer pumpenvoll ist, den gibt es in Oerlikon nicht.

Ein Wunsch für Oerlikon? Das Gleichgewicht von gehoben und bescheiden ist prekär. Im Mix fehlen die schicken Läden, die dem Quartier das Gefühl vermitteln, dass es «obsi» geht. Mode oder gutes Design wie im Kreis 4 oder 5 finde ich in Oerlikon nicht.

Ihr Lieblingsort?
Der Marktplatz, städtebaulich ein attraktives Geviert. Auf den zwei aufgemalten Schachbrettern mit den Riesenfiguren wird immer gespielt, vor allem Leute aus dem ehemaligen Jugoslawien sind aktiv. Im Tres Amigos am Platz trinken die Leute Margarita mit Beeren krugweise, das hat eher etwas Provinzlerisches. Oerlikon ist das Zentrum der Glattalstadt, die so wahnsinnig gewachsen ist, das Zentrum von Rümlang und Opfikon und so weiter. Von dort kommen die Leute nach Oerlikon in den Ausgang.

Gehen Sie oft in die Innenstadt?
Für Ausstellungen und fürs Kino. Wir haben in Oerlikon nicht viel Kultur. Gut, dass wir mit Nievergelt noch eine richtige Buchhandlung haben. Junge Kreative habe ich bis jetzt im alten Zentrum Oerlikon nicht ausgemacht. Immerhin haben wir ein schönes Gemeinschaftszentrum mit einem riesigen Indoor-Spielplatz. Es kommen auch Nannys mit ihren Krabbelkindern.

Nun bitte noch Ihren Kommentar zum neuen Oerliker Bahnhof.
Die Aufgänge zu den Perrons scheinen mir recht eng und steil, in der Stosszeit wollen Massen von Leuten hinauf und hinab. Viel Platz hat man da nicht – dafür hat es überall Food.

Mit Charlotte Spindler sprach Thomas Widmer (Tages-Anzeiger)

Oerlikon durch die Jahrhunderte

2016 Ab 1. Dezember: Fest zum Bahnhofumbau.

2014 Oscarpreisträger H. R. Giger stirbt mit 74 nach einem Sturz im Haus in Oerlikon.

2002 Eröffnung des modernen MFO-Parks auf altem Industriegelände. Ein Jahr zuvor öffnete der benachbarte Oerliker Park.

1988 Vollbrand im 24. Stock des Hotels International (Swissôtel). Sechs Tote.


1967 Brown, Boveri & Cie übernimmt die MFO; die BBC geht später in der ABB auf.

1939 Eröffnung des Hallenstadions. Es ist damals Europas grösste Sporthalle.

1934 Oerlikon wird in Zürich eingemeindet.

1932 Beim Bahnhof Oerlikon prallt ein Personenzug mit einer stehenden Lok zusammen: fünf Tote und Dutzende Verletzte.

1912 Einweihung der offenen Radrennbahn.


1897 Bau der Strassenbahn Zürich–Oerlikon– Seebach.

1876 Gründung der Maschinenfabrik Oerlikon MFO, Beginn des Industriebooms. Aus der 1906 ausgelagerten Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon entsteht später das Rüstungsunternehmen Oerlikon-Bührle.

1855 Eröffnung der Bahnlinie Winterthur– Oerlikon. Einige Zeit später wird sie nach Zürich verlängert.

1872 Ablösung von Schwamendingen: Oerlikon wird selbstständig.

1798 In der Französischen Revolution errichten die Oerliker einen Freiheitsbaum als Zeichen gegen ihre Zürcher Herren.

1444 Alter Zürichkrieg, die Siedlung Oerlikon wird von den Innerschweizern besetzt und geplündert, die Häuser brennen ab.

942 oder 946 Erste urkundliche Erwähnung des Ortes als Orlinchowa.

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