Prozess gegen Linksradikale Andrea Stauffacher geplatzt

Die Zürcher Kommunistin blieb dem ersten Gerichtstermin fern. Nun darf sie zu Hause bleiben. Die Kläger haben ihre Meinung geändert.

Muss nicht vor Gericht: Andrea Stauffacher bei einer unbewilligten Demonstration im September 2015.

Muss nicht vor Gericht: Andrea Stauffacher bei einer unbewilligten Demonstration im September 2015. Bild: Urs Jaudas

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Bereits Anfang Oktober hätte die 66-Jährige vor Gericht erscheinen sollen, weil sie unter anderem in die Baustelle für die Kunsthaus-Erweiterung einbrach.

Die Staatsanwaltschaft forderte für die mehrfach vorbestrafte Autonomen-Anführerin eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 30 Franken. Ausserdem sollte ihre DNA registriert werden. Doch Stauffacher blieb dem Prozess am 3. Oktober unentschuldigt fern, weshalb er auf den morgigen Dienstag hätte verlegt werden sollen.

Inzwischen haben die Kläger, das Kunsthaus und die Bars, ihre Anzeigen gegen Stauffacher aber zurückgezogen. Weil es sich bei Landfriedensbruch um ein Antrags- und nicht um ein Offizialdelikt handelt, kann die Staatsanwaltschaft nicht alleine gegen Stauffacher vorgehen. Man nehme den Rückzug der Anzeigen zur Kenntnis, hiess es am Montag bei der Staatsanwaltschaft.

Stauffacher unbelehrbar

Als Grund für den Rückzug gab die Kunsthaus-Stiftung die Verhältnismässigkeit an. Der Aufwand für den Prozess sei viel grösser als das Ergebnis, hiess es beim Geschäftsführer Thomas Müller auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Rechtsstaatlich wäre es sicher richtig gewesen, den Prozess durchzuführen, sagte er. Doch am Schluss zahle der Steuerzahler für ein Verfahren, das wenig bringe. Stauffacher lasse sich wohl ohnehin nicht mehr belehren. (sda)

Erstellt: 07.11.2016, 10:53 Uhr

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