Zürich

Anti-WEF: Militante Aktionen in Zürich angekündigt

Der Farbanschlag auf die UBS war erst der Anfang. «Es wird auch militante Aktionen gegen das WEF geben», kündigt die Linksaktivistin Andrea Stauffacher an.

Widerstand gegen das WEF: Zürcher Linksaktivisten planen militante Aktionen. (Bild: Michael Wuertenberg)

Widerstand gegen das WEF: Zürcher Linksaktivisten planen militante Aktionen. (Bild: Michael Wuertenberg)

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Eigentlich sollte es während des Weltwirtschaftsforums (WEF) dieses Jahr ruhig bleiben in Zürich. Während Politiker und Konzernchefs in Davos über die Wirtschaftskrise diskutieren, beschränkt sich das Gegenprogramm in der Stadt auf die Tanzveranstaltung «Die Finanzwelt schlottert in Davos – wir feiern in Zürich». Die grosse Demonstration gegen das WEF ist am 31. Januar in Genf geplant. Weitere Veranstaltungen sind in Basel, St. Gallen und Winterthur angekündigt.

In Zürich sind keine offiziellen Aktionen gegen das WEF vorgesehen. «Bis jetzt ist kein Gesuch für eine Demonstration eingegangen», sagt Marco Cortesi, Sprecher der Zürcher Stadtpolizei. Auch habe er keine Hinweise, dass noch eine Anfrage eingereicht würde.

Militante Aktionen geplant

Ruhig wird es in Zürich trotzdem nicht bleiben. Die Linksautonomen planen zahlreiche Aktionen. «Der Fächer der Handlungen ist sehr breit, neben den Tanztreffen und Spassaktionen gibt es auch Militantes», erklärt die Linksaktivistin Andrea Stauffacher gegenüber Tagesanzeiger.ch. Einen Vorgeschmack haben Linksautonome bereits in der Nacht auf Sonntag geliefert, als sie die Fassade der UBS am Paradeplatz rot und grün einfärbten. Der Anschlag auf die UBS ist erst der Anfang. Sie kenne viele, sagt Andrea Stauffacher, die so etwas machen wollten.

Noch nie haben sich in Davos so viele Teilnehmer angekündigt wie dieses Jahr, die Wirtschaftskrise hat Politiker und Konzernchefs aufgeschreckt. Diese Verunsicherung wollen jetzt auch die Kapitalismusgegner für ihre Zwecke nutzen. «Gegen das WEF zu mobilisieren bietet eine gute Gelegenheit aufzuzeigen, dass der Kapitalismus keine Fehler hat, sondern der Fehler ist», sagt die Linksaktivistin Andrea Stauffacher.

Die Polizei warnt vor Guerilla-Aktionen

Auch der Polizeisprecher Cortesi gibt keine Entwarnung. «Wir müssen damit rechnen, dass es zu weiteren Guerilla-Aktionen kommen wird, am Paradeplatz oder an anderen sensiblen Orten.» Für das nötige Personalaufgebot ist gesorgt: «An den WEF-Wochenenden gehen wir mit Ferien und Urlaub zurückhaltend um», sagt Cortesi. «Wir schauen, dass wir genügend Leute zur Verfügung haben.» Beschädigungen wie am Paradeplatz lassen sich damit trotzdem kaum verhindern. «Wir können nicht vor jedes Gebäude einen Polizist stellen», sagt Cortesi. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.01.2009, 14:28 Uhr

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20 Kommentare

Guido Guerillero

26.01.2009, 17:23 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Die Demokratie verschwindet langsam in den westlichen Staaten. Der Polizei- und Überwachungsstaat übernimmt seine Funktion schleichend. Die globalisiedende, verblödende TV-Bevölkerung merkt es nicht einmal ! Liebe alte Schweizer Säcke verbündet euch mit den Jungen. geht mit ihnen auf die Strasse für die Rechte des Volkes. Der Kommunismus und Kapitalismus hat versagt. Lang lebe die Demokratie ! Antworten


Hugo Montenegro

26.01.2009, 15:12 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Man stellt in der Mehrzahl der Leser-Kommentare fest, wie die überalterte E(id)go-Genossenschaft um ihre Pfründe kämpft. Sie lassen sich lieber von Banken und Staat und Wirtschaft in Milliardenhöhe abzocken als die dagegen bescheiden Schäden bei Demonstrationen zu übernehmen. Ich kann nur hoffen, dass ihr möglichst viel Kohle verloren habt bei der Finanz-Krise. Dies ist nur der Anfang ! Antworten


Kurt Aeberli

21.01.2009, 17:47 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Wie wäre es, Frau Stauffacher präventiv in Haft zu nehmen und zu verhindern, dass sie weiter als Rädelsführerin wirken kann? Antworten


Hans Wurster

21.01.2009, 16:03 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Einfach mal damit es klar ist für alle hier. Klar haben die jugendlichen einen seich gemacht. Aber ist der Schaden den die Banken anrichteten und der Staat aus Angst vor diesen Gaunern unsere Steuergelder einsetzt nicht viel schlimmer. Ich finde die Aktion auch nicht gerade das gelbe vom Ei. Aber angesichts dessen was uns noch erwarttet ist es ein klacks. Die UBS war nur die Spitze des Eisbergs... Antworten


Peter Kunze

21.01.2009, 16:00 Uhr
Melden 1 Empfehlung

"Militante" Aktionen? Och gähn. Ein paar 1.-August-Heuler oder Farbbeutel auf irgendwelche Wände abzufeuern und abhauen, wenn zwei Polizisten auftauchen nenne ich wahrlich militant. Aber ich geb zu, es funktioniert, die Presse kolportiert gierig das Nichtereignis. Zudem: Die Revolutionären sind befriedigt und die Bürgis lassen sich mehr nerven als mit jeder plenarversammelten Grundsatzdiskussion. Antworten


Ruedi Lienhart

19.01.2009, 22:24 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wär es jetzt nicht an der Zeit, das der Tage endlich mal auf der Seite der Polizei, der Behörden, und den Bürgern stehe könnte. Satt hier diesen Kaoten eine Plattform zu geben. Aber solange natürlich die Mitarbeiter vom Tagi das gleiche denken wie die Kaoten, wird die Berichterstatung nicht besser werden. Polizisten sind ja nur die Idoten die man mit Steinen bewerfen darf. Die andern sind ja gut Antworten


Lorenz Amstutz

19.01.2009, 21:49 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Interessant, wie sich Menschen über ein paar Farbflecken enervieren können und Schadenersatz, harte Strafe usw. fordern. Diejenigen hinter den verfärbten Fassaden haben Milliarden mutwillig in den Sand gesetzt und uns allen einen Riesenschaden zugefügt. Aber das stört keinen und wird auch für keinen davon Folgen haben. Da ist wohl einigen das Augenmass für Verhältnismässigkeit abhanden gekommen. Antworten


Rolf Wittwer

19.01.2009, 18:22 Uhr
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"Die Polizei warnt vor Guerilla-Aktionen", damit ist doch klar formuliert, dass sich die in der Pubertät steckengebliebenen feigen Sozial-Bubis als "Helden" brüsten können. "I am a Guerilla-member" klingt doch toll und riecht nach Revolution. Also auf zum 1.August(!!)knaller/Steine- und Farbbeutelchen-werfen! Antworten


Alex Steiner

19.01.2009, 18:04 Uhr
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@ mauruscandrian: Das Problem liegt in der Mutwilligkeit.Farbbeutel schiesst man bewusst,mutwillig um dem anderen einen Schaden zuzufügen. Muss hoch bestraft werden. Bankern ist schwer,dass sie nicht gegen treu und glauben verstossen haben, extra etwas kaputt gemacht haben.Ospel hätte bestimmt lieber 40Mrd.Gewinn im2008 ausgewiesen. Löhne der Banker sind hingegen mutwillig gegen Aktionärsinteresse Antworten


Franz Kroetz

19.01.2009, 17:55 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Bitte die Dimensionen nicht vergessen: Es stehen ein paar Tausend Franken gegen 68 Milliarden. Wie gross muss ihre Verärgerung über den 60-Millionen-fachen Schaden sein? Hier wird dazu aufgerufen, Menschen, die Kritik äussernm, in Gefängnisse zu stecken. Ihr Zorn entlädt sich über Menschen und das Leben, der Zorn dieser Kritiker entlädt sich nur an Gegenständen. Verhältnissmässigkeit? Antworten


Daniel Landwehr

19.01.2009, 17:45 Uhr
Melden 2 Empfehlung

@Hans kessler "ich denke Sachbeschädiger sollten für den Schaden aufkommen." Ich denke, Banken sollten für den Schaden aufkommen, den sie angerichtet haben. Antworten


Daniel Landwehr

19.01.2009, 17:43 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Demonstrationen gegen das WEF werden ja in der Demokratie Schweiz eh nicht bewilligt. also ist es legitim mit Aktionen gegen das Banditentreffen in Davos zu protestieren! ps. Wer von den Finanzgangstern die Milliarden ertrogen haben und auch Kleinstanleger um ihre Renten brachten, sitzt in Untersuchungshaft? Antworten


Hans Kessler

19.01.2009, 17:24 Uhr
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ich denke Sachbeschädiger sollten für den Schaden aufkommen. Konkret: da im Schnitt nur jeder 10te erwischt wird, müssten die Erwischten für das 10-fache ihres Schaden aufkommen. Bsp.: Die Gefassten, müssten den 10-fachen Betrag der Reinigungskosten am UBS-Gebäude zahlen. Das 9-fache käme in einen Pool für diejenigen Taten, bei welchen die Täter nicht gefasste werden können. Antworten


Adrian Frey

19.01.2009, 15:37 Uhr
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@ Peter Eisenhut: verhaften ja, aber bitte mit Samthandschuhen und auch nur dann, wenn sie es wirklich selber will, schliesslich sind wir hier in der "lieben" Schweiz... Antworten


Gross Banker

19.01.2009, 15:28 Uhr
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Könnte man eigentlich Frau Stauffacher nicht auf Kosten der Steuerzahler nach Guantanomo schicken? Es wäre sicher günstiger, als jedes Jahr zweimal für ihren Zerstörungswahn zu bezahlen... Dass wir für diese Chaoten bezahlen müssen, sind wir uns ja gewohnt.. Und der Tagi gibt ihnen regelmässig eine breite Platform... Antworten


Falcone Easy

19.01.2009, 15:06 Uhr
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Ach ja genau - militante Aktionen unterscheiden sich spirituell ja von repressiven Einsätzen von polizieilichen Schlägertruppen. Und man kann in der Welt wirlklich etwas verändern, wenn man ein McDonaldsfenster einschlägt. Bestimmt freuen sich schon beide Seiten, wieder mal so richtig Dampf abzulassen. Antworten


maurus candrian

19.01.2009, 14:59 Uhr
Melden 2 Empfehlung

@ peter eisenhut: kann mir mal jemand sagen, warum die allerobersten bosse gewisser firmen, welche das schweizer volk um insgesamt mehrere hundert milliarden franken geschädigt haben, nicht sofort verhaftet werden ..... Antworten


Rico Steienr

19.01.2009, 14:50 Uhr
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Solange Illegale Kirchen ohne Probleme besetzen koennen und Herr Regierungsrat Holenstein sagt er wolle mit Illegalen sprechen, wird Frau Stauffacher nicht verhaftet , Peter Eisenhut. Legal ist was illegal ist in einer Bananenrepublik, und das ist die Schweiz schon lange. Verhaftet wird nur wer legal in der Schweiz ist und in der Migros Bananen verschwinden laesst. Dann ist die Polizei da. Antworten


Peter Eisenhut

19.01.2009, 14:33 Uhr
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Kann mir mal bitte jeman erklären warum diese Frau Stauffacher nicht verhaftet wird? Jeder normale Bürger, der so eine Drohung ausspricht würde sofort verhaftet werden. Antworten


Roli Meier

19.01.2009, 14:21 Uhr
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Natürlich geht es nicht um das WEF sondern um die Lust am Zerstören. Jede andere Begründung ist lächerlich ansonsten diese 'Aktion' ja nicht militant ausgetragen werden müsste. Diese Chaoten würden auch wüten, wenn ihnen jemand sagen würde, das gestiegene Tomatenpreise ein Problem darstellen würden Antworten



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