Offener Drogenhandel und kopulierende Paare vor dem Oxa

Von Felix Schindler. Aktualisiert am 26.11.2008 75 Kommentare

Im Umfeld von Zürcher Klubs haben sich innert sieben Tagen zwei Messerstechereien und ein Raub ereignet. Jetzt reden die Anwohner: Sie fürchten um ihr Leben und verlangen nach einer verstärkten Polizeipräsenz.

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Die Berichte über die eskalierende Gewalt vor Zürcher Klubs haben unter den Lesern von «Tagesanzeiger.ch» heftige Reaktionen ausgelöst. «Fakt ist, dass im Umkreis von 50 bis 100 Metern um den Klub Oxa eine Zone existiert, die einen rechtsfreien Raum darstellt», schreibt G., der keine 100 Meter vom Klub entfernt wohnt. «Rund ums Haus wird offen gedealt. Im Sommer wird man ab und zu gar Zeuge eines Schäferstündchens im Auto oder zwischen den Büschen.»

Anwohner trauen sich nicht mehr zu Fuss aus dem Haus

Schlimmer sei allerdings das Geschrei, sagt G. «Die ganze Nacht wird gegrölt, vor allem aber gepöbelt. Im Sommer erwacht man mehrmals in der Nacht durch Hilfeschreie junger Frauen oder Sirenen der anrückenden Polizei oder Sanität. An einem Wochenende im September habe ich in einer Samstagnacht fünf Polizei- und vier Sanitätseinsätze gezählt.»

G. ist nur einer von vielen, der in Mails an die Redaktion oder Kommentaren die Situation um den Klub in Oerlikon als katastrophal beschreibt. Die Klubs Q und BBQ, vor dessen Türen vergangenes Wochenende ebenfalls ein Türsteher niedergestochen wurde, kommen dagegen ungeschoren davon. Einzig das Oxa steht in Kritik. Richard K. schreibt, sein Heimweg führe direkt am Oxa vorbei, und er werde «mindestens jedes zweite Wochenende angepöbelt oder entkomme knapp einer Schlägerei». Auch Peter Bissig wohnt dort ganz in der Nähe: «Ich kann nachts nur noch mit dem Taxi nach Hause fahren. (…) Ich habe keine Lust, mein Leben aufs Spiel zu setzen.» Auch Roger H., der in der Nähe arbeitet, setzt auf diese Strategie: Nach heftigen Wortwechseln fahre er nun mit dem Auto statt mit öffentlichen Verkehrsmitteln heim.

Polizei ist nicht präsent

Verantwortlich für die verheerenden Zustände, da sind sich die meisten Leser einig, ist das Oxa. Die Lösung sei entweder die Schliessung des Klubs oder aber eine verstärkte Polizeipräsenz. Martin M., der für einen Sicherheitsdienst im benachbarten Messeparkhaus arbeite, schreibt: «Polizeipräsenz ist schlicht und einfach nicht vorhanden. Auch der Anwohner John H. sagt, die Polizei sei nicht präsent. Und G. schreibt schliesslich, seit Herbst sehe man ab und zu eine Polizeistreife. «Ansonsten erscheint die Polizei nur, wenn sie gerufen wird.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.11.2008, 11:06 Uhr

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75 Kommentare

marc m

26.11.2008, 17:21 Uhr
Melden

ich hoffe doch dass hugo stamm auch solche artikel liest und sich seiner frustration über kirchen mal reuig wird und stattdessen positive energie in solche projekte steckt... Antworten


Guido Müller

25.11.2008, 11:08 Uhr
Melden

Und wer sind die Täter? In den wenigsten Fällen wohl CH-Bürger.... Antworten



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