Bülacherin will Miss Zürich werden
Die 18-jährige Bülacherin Jasmin Dall'Agnola tritt als einzige Unterländerin zur Miss-Zürich-Wahl vom 14. Mai an. (Bild: Christoph Kaminski)
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Auf hohen Absätzen und in knappen Jeansröckchen oder Hot Pants schreiten zwölf junge Frauen auf die Bühne, posieren, lächeln und präsentieren sich – zum Teil noch etwas unsicher und sichtlich nervös – dem Publikum im Einkaufszentrum Regensdorf. Eine von ihnen ist Jasmin Dall'Agnola aus Bülach. Weil eine Kollegin sie dazu gedrängt habe, hat sie sich für die Wahl beworben und konnte es kaum glauben, dass sie es unter die Finalistinnen geschafft hat.
Die 18-jährige Gymnasiastin meistert ihren Auftritt allerdings souverän und begeistert die Zuschauer sogar noch mit einer klassischen Gesangseinlage. «Ob Opern oder Songs von Alicia Keys, ich liebe es, mich mit Musik auszudrücken», erklärt die Bülacherin, «ich schreibe auch selber Lieder, um Emotionen zu verarbeiten, und ich tanze sehr gerne.»
Diplomatin als Traumberuf
Als ihr Vorbild nennt sie die Opernsängerin Maria Callas, und danach gefragt, was ihr an Zürich am besten gefalle, erwähnt sie nicht nur – wie fast alle ihrer Konkurrentinnen – den See, sondern auch das Opernhaus.
Trotz ihrer Liebe zum Gesang bezeichnet Jasmin Dall'Agnola nicht etwa Opernsängerin als ihren Traumberuf; viel lieber möchte sie Diplomatin werden. Denn sie hat nicht nur eine künstlerische Ader und ist eine attraktive junge Frau, sondern sie hat auch etwas im hübschen Köpfchen. Kann sie die sieben Bundesräte aufzählen? Eine Frage, an der schon einige Kandidatinnen von Schönheitswettbewerben gescheitert sind: kein Problem für die ehrgeizige Unterländerin, die in diesem Sommer die Matura machen wird.
Sie finde es schlimm, sagt Jasmin Dall'Agnola, wenn eine Miss-Schweiz-Kandidatin das Matterhorn mit dem Mount Everest verwechsle: «Eine Miss sollte schon ein bisschen Ahnung von der Schweizer Politik, Geografie und Geschichte haben.»
Noch kein Konkurrenzkampf
Bis zur Miss-Zürich-Wahl am 14. Mai wartet auf die Finalistinnen noch ein äusserst straffes Programm mit vielen Fitness-, Lauf- und Choreografietrainings. Dall'Agnola freut sich jedoch darauf. Ihrer Figur zuliebe ist sie es sich gewohnt, viel Sport zu treiben. Auch macht sie täglich Übungen auf dem Hometrainer. Das Laufen auf hohen Absätzen wird sie allerdings noch etwas üben müssen: «Solche Schuhe trage ich im Alltag nicht», erklärt die junge Kantonsschülerin und verrät, dass sie auch etwas Hemmungen habe, sich im Bikini vor einem grossen Publikum zu präsentieren.
«Natürlich möchte jede Teilnehmerin gewinnen, und jede hat auch eine Chance», sagt Jasmin Dall'Agnola. Trotzdem sei noch kein Konkurrenzkampf oder Zickenkrieg ausgebrochen, sondern es herrsche eine sehr entspannte Atmosphäre unter den zwölf Kandidatinnen. Und auch wenn es am Ende mit dem Gewinn des Krönchens nicht klappen sollte, kann Dall'Agnola ein durchwegs positives Fazit ziehen. Die Teilnahme an der Miss-Zürich-Wahl bezeichnet die Bülacherin bereits zum jetzigen Zeitpunkt als eine geniale Erfahrung.
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Erstellt: 22.03.2010, 04:00 Uhr


































