Das Unterland hat seinen ersten Migrolino

Die neue Migros-Kette hat an der Shell-Tankstelle in Eglisau einen Shop eröffnet. Migrolinos sind auch für Bahnhöfe konzipiert – und deshalb eine Option für den Verkauf von SBB-Tickets in Rafz.

Der Migrolino in Eglisau: Mit ihrer neuen Kette will die Migros in Zusammenarbeit mit Shell das lukrative Geschäft an den Tankstellen vorantreiben.

David Baer

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Auf den ersten Blick hat sich an der Shell-Tankstelle in Eglisau nicht viel verändert. Nur die riesige, aufgeblasene Banane auf Rädern, die auf dem Dach steht, deutet auf eine Neuheit hin. Der Tankstellenshop von Migrolino sieht beinahe gleich aus wie der Vorgänger von Shell. Dieselben Gesichter begrüssen die Kunden, und in der hinteren Ecke ist noch immer eine Kaffeebar zur Selbstbedienung eingerichtet.

Der Eingangsbereich der neuen Migrolino-Filiale ist dagegen etwas offener gestaltet, und in den Regalen liegen zu etwa drei Vierteln Artikel der Migros. Im Angebot stehen mehr Lebensmittel und Frischwaren wie Gemüse und Früchte – dafür weniger Tiefkühlprodukte, Autozubehör und Hefte. Alkoholische Getränke sind nach wie vor in grosser Vielfalt vorhanden.

Bis 2010 rund 160 Shops

Der erste Migrolino im Zürcher Unterland richtet sich wie die übrigen Tankstellenshops an eine Kundschaft, die schnell das Nötigste besorgen möchte. Der Laden ist täglich bis 22 Uhr geöffnet, montags bis freitags ab 5.30 Uhr, samstags ab 6 und an den Sonntagen ab 6.30 Uhr.

Die Migros möchte sich mit der neuen Kette ein grösseres Stück Kuchen vom lukrativen Tankstellengeschäft abschneiden. Mit Shell ist sie dazu im letzten Sommer eine Kooperation eingegangen. Dafür opfert sie die Avec-Shops, die sie bis anhin zusammen mit dem Kioskkonzern Valora betrieben hat. Die Kooperation mit Valora verlief jedoch nicht nach den Wünschen der Migros. Mit Migrolino kann sie nun die eigene Marke besser positionieren und auch schneller an den Schweizer Tankstellen wachsen. Ob die Shell-Tankstellen in Dietlikon, Glattbrugg, Rümlang und Wallisellen ebenfalls bald einen Migrolino führen, konnte die Migros gestern nicht bestätigen. Der Genossenschafts-Bund hat jedoch angekündigt, dass er bis zum Jahr 2010 etwa 160 Migrolinos eröffnen möchte: einen grossen Teil davon an Tankstellen, einen weiteren Teil an Bahnhöfen, wo Kunden unter anderem auch SBB-Fahrkarten beziehen könnten.

Zunächst die SBB überzeugen

Das Migrolino-Konzept ist deshalb auch interessant für Rafz, wo die SBB den Schalter am Bahnhof schliessen möchten und der Gemeinderat mit allen Parteien im Dorf nach einer alternativen Lösung sucht. «Migrolino wäre eine Möglichkeit», sagt Gemeindepräsident Jürg Sigrist. Für ihn wäre jedoch jeder Anbieter von Fahrkarten-Verkäufen eine Option. In einem ersten Schritt müssten allerdings die SBB-Immobilien als Eigentümerin des Bahnhofs einwilligen, betont Sigrist. Und diesbezüglich würde man noch immer mit den Verantwortlichen verhandeln.

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(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 12.02.2009, 21:36 Uhr

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3 Kommentare

brown mac

13.02.2009, 17:39 Uhr
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7eleven wäre tatsächlich eine gute Lösung. Die migros könnte die Lizenz nicht nur für die Schweiz kaufen sondern auch für andere Europäische Länder, wo 7eleven noch nicht präsent ist. Somit wäre auch eine Expansion ins Ausland realistisch und die Eigenindustrie hätte die drigend benötigten Absatzkanäle. In jedem Fall besser als diese Rückwärtsstrategie von Avec zu MIgrolino. Antworten


Reto Lötscher

13.02.2009, 11:44 Uhr
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Schritt für Schritt umgeht die Migros das in den Statuten verankerte Alkoholverkaufsverbot. Zuerst mit der Übernahme von Denner, dann den Online-Supermarkt LeShop.ch und jetzt Migrolino. Dies geschieht alles mit Zustimmung des Genossenschaftsrates. Der hat versagt! Eine Urabstimmung würde diese unheilvolle Entwicklung bestimmt jäh stoppen. Antworten


david brent

13.02.2009, 06:32 Uhr
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Wieso geht die mirgos nicht endlich eine kooperation mit 7eleven ein? Antworten



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