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Fussballer in Wetternot

In warmen Gefilden wollte der FC Wallisellen eine Woche lang trainieren: Ein Schneesturm machte den Trip jedoch zum Albtraum.

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Es sollte eine Trainingswoche bei warmen Temperaturen werden. Ziel: Das Städtchen Lloret de Mar an der spanischen Costa Brava. Im Ferienparadies wollten die Spieler der 1. Mannschaft des FC Wallisellen ihre «Wädli» für die neue Saison stählen. Doch was sie dort erwartete, kam ihnen nicht mal in den kühnsten Träumen vor. «Ich dachte, ich sei im falschen Film», erzählt Sportchef Roland Epprecht als ihn der «Tages-Anzeiger» im südlichen Ferienparadies anruft.

Am letzten Sonntag war die Mannschaft in Barcelona gelandet. Erwartet wurden sie nicht etwa von angenehmen Temperaturen. Nein, Regen und Wind peitschte den Fussballern entgegen. Wie Epprecht erzählt, tat das der Stimmung der Fussballer jedoch keinen Abbruch. Denn wie ein Sprichwort sagt, sterbe die Hoffnung zuletzt. Und diese setzte die Mannschaft in besseres Wetter. Doch es kam anders. Auch am Montag regnete es wie aus Kübeln, zudem fegte ein starker Wind über die Dächer von Lloret de Mar. Trotzdem machte sich die Mannschaft auf zum ersten Training. Der Rasenplatz war jedoch wegen des starken Regens nicht bespielbar. Auf einem Kunstrasen konnte das geplante Training dann doch noch durchgeführt werden.

«Schlimmer kann es nicht mehr kommen»

Die Spieler dachten sich, «schlimmer kann es nicht mehr kommen». Oh doch, es konnte. Kaum im Hotel zurück, schüttelte Frau Holle kräftig ihre Kissen. Einheimische hätten ihnen gesagt, dass es seit 25 Jahren nicht mehr so stark geschneit habe. «Zudem fegte ein Schneesturm über die Costa Brava. So etwas habe ich selbst in der Schweiz noch nie erlebt», erzählt der Sportchef. Innert kürzerster Zeit lag eine 15 Zentimeter dicke Schneeschicht auf den Strassen. Etliche Strommasten knickten unter der schweren Schneelast ein – die Fussballmannschaft sass im Dunkeln. Und das drei Tage lang. Auf dem Programm standen nun Jassen und Poker.

Im Hotel habe ein Notstromaggregat in den Gängen und in der Lobby für Licht gesorgt. Nur die Heizungen funktionierten weiterhin nicht. «Es war bitter kalt in den Zimmern», so Epprecht. Sie hätten sich zusätzlich mit Wolldecken und warmen Kleidern in die Betten gelegt. «Wir wussten, dass es um diese Jahreszeit auch in Spanien noch kühl sein konnte.» Deshalb habe jeder Spieler vorsorglich auch warme Kleidung eingepackt.

Diese können sie nun auch in der Schweiz wieder gut gebrauchen. Am Samstag kehren die Fussballer aus Spanien zurück. Hier erwarten sie ebenfalls kühle Temperaturen und höchstens 4 Grad. Zudem soll es bis in die Niederungen schneien. Zum ersten Mal fand die Trainingswoche in einem anderen Land statt. Ob dies auch das letzte Mal sein wird, ist noch ungewiss.

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Erstellt: 12.03.2010, 04:00 Uhr

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