«Leiderrr Nein»: Christa Rigozzi gab den Herren einen Korb
Von Heinz Zürcher. Aktualisiert am 28.10.2009 1 Kommentar
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Das Gebäude der Firma Kraft Foods in Opfikon war gestern Schauplatz eines Castings. Im Innenhof suchte sich die Miss Schweiz von 2006, Christa Rigozzi, eine Begleitung für ihr Kaffee-Rallye vom 5. November aus. Dann wird sie in der Ostschweiz für Mastro Lorenzo werben und in Städten Passanten mit einer Tasse Kaffee überraschen. Die Marke ist im Besitz des weltweit zweitgrössten Lebensmittelherstellers Kraft Foods.
Dem Casting war ein Wettbewerb auf der Website des Herstellers vorausgegangen. Die Bewerber mussten originelle Fotos einschicken. Die besten fünf beim Online-Voting durften ans Finale nach Opfikon. Gefragt waren dort Spontaneität und Italianità . Karina Berger von der Miss-Schweiz-Organisation und Daniel Meyer, Geschäftsleiter von Kraft Foods Schweiz, flankierten Christa Rigozzi in der Jury. Comedian Midi Gottet moderierte die Werbeshow, an der hauptsächlich die Mitarbeitenden im Haus das Publikum bildeten. Doch je länger die Darbietungen dauerten, umso mehr schmolz die Zuschauerzahl.
Mit Modellauto gepunktet
Unter den Finalisten war etwa die hübsche Angela, die sich für ihr Bewerbungsfoto im BH vor eine Tasse gesetzt hatte und nun Christa Rigozzi mit einem Duftfläschchen beschenkte.
Chancen hatte sich auch Alessio mit seinen italienisch-spanischen Wurzeln ausgerechnet. Doch er war der Jury zu scheu. Ganz anders Tommaso aus dem Fürstentum Liechtenstein. Er imponierte der Ex–Miss mit einem selbst gebastelten Modellauto. Die Fahrer- und Beifahrerseite hatte er mit Fotos von sich und von Christa Rigozzi beklebt.
«Errrstens, du bist spontan und lustig», kommentierte sie seinen Auftritt. Karina Berger meinte jedoch, er müsse noch an seiner «Gesamterscheinung» arbeiten. Daniel Meyer zeigte sich begeistert über den Facebook-Aufruf des Kandidaten, mit dem dieser beim Online-Voting zahlreiche Stimmen gewinnen konnte. Damit habe er «Modernità » bewiesen, so Meyer.
Punkte wieder verspielt
Seine Punkte verspielte Tommaso jedoch, als er auf einem Bild den Vatikan erkennen sollte, den Platz aber «irgendwo im Norden» vermutete. Daneben griff auch der deutsche Ben, der Christa Rigozzi mit Fondue beschenkte und nicht begründen konnte, was dieses Präsent mit Italianità zu tun haben sollte. «Vielleicht wollte er sich damit in Christas Herz käsen», vermutete Moderator Gottet. Auch bei der nächsten Aufgabe, als er einen Filmausschnitt erkennen musste, verschätzte sich Ben. Das Duell aus «Spiel mir das Lied vom Tod» hielt er für eine Szene aus einem Bud-Spencer-Film.
Die Jury entschied sich schliesslich für die 19-jährige Céline aus Malans GR. Die Blondine hatte es zwar geschafft, ein Buch über Gianna Nannini zu lesen und dennoch eines ihrer bekanntesten Lieder nicht zu erkennen. Doch sie punktete mit ihrer Ausstrahlung und unkomplizierten Art. Sie darf Christa Rigozzi begleiten und gewann einen Check über 1000 Franken.
Die Verlierer erhalten zum Trost ein Jahr lang gratis Kaffee. Und die Gewissheit, dass irgendwo das nächste Casting auf sie wartet.
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Erstellt: 28.10.2009, 04:00 Uhr


































