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SBB steuern Züge vom Flughafen aus

Die Bahn zentralisiert Betriebsleitzentralen und Stellwerke in den ehemaligen Räumlichkeiten von Skyguide am Flughafen Zürich. Dort wird neu der Bahnverkehr zwischen Zürich, Chur und St.Gallen geregelt.

Swiss und Skyguide sind weg: Dafür zieht die SBB ins Operation Center des Flughafens Zürich.

Swiss und Skyguide sind weg: Dafür zieht die SBB ins Operation Center des Flughafens Zürich. (Bild: Keystone)

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Swiss und Skyguide haben ihre Standorte in den vergangenen Jahren vom Flughafen Zürich an andere Orte verlegt. Grosse Flächen wurden deshalb in den Gebäuden Operation Center 1 und Prime Center 2 frei. Nun sind die Räumlichkeiten wieder fast vollständig vermietet. Die kantonale Gebäudeversicherung, die Zollverwaltung und die Grenzwache haben Verträge unterschrieben. Grösster Mieter ist allerdings die SBB. Die Bahn übernimmt 5200 Quadratmeter, von denen aus die Flugsicherungsbehörde Skyguide zuvor den Luftverkehr organisiert hat.

Bereits seit mehr als zehn Jahren plant die SBB, Betriebsleitzentralen und Stellwerke zusammenzulegen, erklärt Sprecher Daniele Pallecchi auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch. Dass nun die Räumlichkeiten von Skyguide verfügbar geworden sind, sei ein Glücksfall. Für die Mitarbeiter ist der Flughafen gut mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar und gewisse Infrastrukturen - wie die Notstromanlagen - sind bereits vorhanden. Ausserdem komme die Miete günstiger, als ein Neubau, so der Sprecher.

Kürzere Wege

Die Betriebsleitzentralen, die für die grossräumige Verteilung der Züge verantwortlich sind, und die Mitarbeiter der Stellwerke, die Weichen und Signale stellen, sitzen künftig dicht beisammen. Das erleichtere die Kommunikation, erklärt Pallecchi. Vor allem im Störungsfall seien dadurch weniger Telefonate nötig und die Führung der Züge sowie die Kundeninformation werde dadurch besser.

Die Betriebszentrale am Flughafen, die voraussichtlich 2015 den gesamten Bahnverkehr in den Regionen Zürich, Chur und St.Gallen regelt, nimmt den Betrieb ab Ende 2010 in Etappen auf. Stellen werden wegen der Zentralisierung nicht abgebaut. Die drei anderen Betriebszentralen befinden sich in Lausanne, Olten und in Pollegio (TI).

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.12.2009, 16:35 Uhr

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