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Schlammorgie am Zürich Openair

Die Regenfälle vom Freitag verwandelten das Gelände des Zürich Openairs in einen Sumpf. Die Organisatoren sind dennoch zufrieden. Eine Neuauflage des Festivals sei «höchst wahrscheinlich».

1/6 Petrus kannte keine Gnade: Dauerregen verwandelte das Gelände in einen Sumpf.
Bild: Keystone

   

Zweite Ausgabe geplant

Die Organisatoren sind mit der erste Ausgabe des Zürich Openair zufrieden. Am Wochenende wurden 40'000 Besucher gezählt – 5000 weniger als erwartet. Die Veranstalter führen dies auf das nasskalte Wetter zurück. Dass das Openair im nächsten Jahr wiederholt wird, bezeichnet Initiant Rolf Ronner als «höchst wahrscheinlich». (cal)

Lärmklagen aus Kloten und Winkel

Das erste Zürich Openair in Rümlang verlief ohne grössere Zwischenfälle. Selbst der Verkehr verlief gemäss Rümlanger Polizei reibungslos. Zu Festivalbeginn am Freitag kämpften die Organisatoren jedoch mit viel Regen und zehn Zentimeter hohem Schlamm. So versanken die Notausgänge im Regen und Matsch und mussten von der Feuerwehr ausgepumpt werden. Dadurch verspätete sich der Einlass, was zu Missmut bei den Besuchern des Festivals führte (TA vom Samstag). Zusätzlich gingen bei der Polizei diverse Lärmklagen ein, vor allem aus Kloten und Winkel. Daniel Blank, Sicherheits- und Liegenschaftsvorsteher der Gemeinde Rümlang, glaubt, dass der Wind den Lärm über das Flughafengelände hinweggetragen habe. «Für die Zukunft muss man sich nun überlegen, ob man die Musik zeitlich einschränken möchte», sagte Blank. (raq)

Es weht eine kühle Bise bei der Station Bäuler in Rümlang. Es ist Sonntag, und vom Flughafen her dröhnt ein Bass. Die Leute pilgern Richtung Festivalgelände. Eine Schlammspur weist den Weg. Dort angekommen, ist der Schlamm so tief, dass die Schuhe fast im Boden stecken bleiben. Wer festivalerprobt ist, hat Gummistiefel an.

Kein Wunder, waren am Samstag in der Stadt Zürich sämtliche Gummistiefel ausverkauft. Das Wetter drückt aber nicht auf die Stimmung: «Es ist doch immer so. Entweder ist es eine Affenhitze, oder man ertrinkt im Schlamm», sagt der 21-jährige Yannick Halter aus Herisau. Für ihn gehöre das einfach zu einem Openair. Auch den meisten anderen Besuchern scheint der Schlamm nichts auszumachen. Amelie Auer aus Deutschland etwa meint, dass der ganze Matsch das Openair nur «noch spassiger» machte. Die Stimmung auf dem Festivalgelände sei hervorragend und die Leute gut gelaunt.

Mängel in der Organisation

Im Gegensatz zum Wetter vermochte bei einigen Besuchern die Organisation der Veranstaltung die Stimmung zu trüben. Zwei deutsche Freundinnen bezeichneten sie gar als chaotisch: «Am Freitag wurde die Öffnung des Geländes zweimal verschoben. Die Leute konnten erst um 16 Uhr hinein.»

Unzufrieden war auch ihr Landsmann Paul Rutschmann: Der 51-Jährige pendelte alle drei Tage ans Festival. Im Internet habe er gelesen, dass es am Flughafen verbilligte Parktickets für Besucher des Festivals gebe. Dem sei aber nicht so gewesen. Genauso wenig konnte er das Ticket schon am Flughafen gegen ein Armband einlösen, wie das ebenfalls vor Beginn des Openairs von den Veranstaltern auf der Internetseite angepriesen wurde. Dennoch war auch er gut gelaunt, als er am Gatter vor der Glatt lehnte.

Grandioses Programm

«Die Bands gefallen mir, und für die Organisatoren ist es ja das erste Mal. Sie müssen es nächstes Mal einfach besser machen.» Remo Brunner, Mediensprecher des Openairs, erklärte: «Es gab eine Entwertungsstelle für die Parktickets an der Tramhaltestelle Flughafen. Leider klappte der Armbandtausch nicht. Wir werden aber auf jeden Fall aus den Fehlern lernen.»

Die Musik entschädigte für vieles. Die meisten Besucher waren sich einig, dass das «Line-up» des Openairs grandios war. Von Placebo über Mando Diao bis zu Faithless waren namhafte Bands vertreten. Wurden die wenigen verfügbaren Sanitäranlagen und die nicht allzu grosse kulinarische Auswahl noch gerne kritisch mit anderen Openairs verglichen, so stand die Musik den «Grossen» wie dem Gurten oder dem St. Galler in nichts nach.

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Erstellt: 29.08.2010, 21:55 Uhr

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18 Kommentare

Markus Mächler

02.09.2010, 21:13 Uhr
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Super Bands, super Sound. Die Bands waren wirklich gut drauf, ich habe schon einige davon gesehen, dass Mando Diao Mr. Moon gespielt haben ist wirklich fast schon Grund genug... Respekt OpenAirZuerich bitte nächstes Jahr wieder. Ja, genau und der Adam Green, und die Deus warum niemand von denen berichtet, die haben Songs gespielt, das müsst Ihr einfach wissen, das ist nicht selbstverständlich.!!! Antworten


Marco Sutter

31.08.2010, 13:21 Uhr
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Das einzige Gute waren die Bands! Sonst kann das Festival nicht mit St.Gallen oder Gurten mithalten. Einerseits haben diese eine Tradition, andererseits auch eine perfekte Organisation. Zürich kann das nicht bieten. Würde mich wundern, wenn es eine zweite Auflage gäbe. Mit 40'000 Besuchern wird man wohl kaum schwarze Zahlen schreiben bei solchen Bands. Zürich ist halt einfach keien Openair Stadt! Antworten


peter hans

30.08.2010, 20:04 Uhr
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top soundqualität. hab selten solch gut abgemischte konzerte(bsp.jonsi,i am kloot) erlebt. leider blieb dies das einzige highlight, was die organisation anbelangte. ansonsten war's ganz ok. für "mainstream"-indiefans sicherlich ein gewinn in der openair-landschaft schweiz, für die gummistiefelhändler sowieso. punkt. Antworten


simon krumenacher

30.08.2010, 18:59 Uhr
Melden 1 Empfehlung

klar müssen die organisatoren noch dazu lernen... müsste wohl jeder der das erste mal einen anlass in dieser grösse auf die beine stellt...danke dafür :-)! ich fand das openair war schon cool! eine gute stimmung und gute bands! ich fand es super, dass vor der mtv und der hauptbühne die plastikwaben ausgelegt wurden!!! hoffentlich bis nächstes jahr!! Antworten


Markus Oberli

30.08.2010, 18:17 Uhr
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Ich muss Elisa Wirz anschliessen, als langjähriger Konzert und Open-Air Besucher war ich hell begeistert von der super Tonqualität/ Abmischung! Bierbecher müssen aber definitiv grössere im Angebot sein! Antworten


Elisa Wirz

30.08.2010, 15:47 Uhr
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Es war toll, denn an diesem Festival stand die Musik im Vordergrund: Bands und Soundabmischung waren sensationell und das ist das Wichtigste. Beste Tonqualität! Dass die Leute erst beim Prodygikonzert am meisten abgingen,auch weil sie wehement dazu aufgefordert wurden, hat mich dann irgendwie irritiert...plötzlich synthetisches Massenverhalten. Geputzte WC's: noch nie erlebt! Super Start des ZHO! Antworten


michi müller

30.08.2010, 15:24 Uhr
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Super Line-Up vom Freitag bis Sonntag!! Wo gibts denn in der Schweiz so was ähnlich gut abgestimmtes, mit tanzbarer Musik aus der heutigen Zeit? Und trotz Schlammseen jederzeit genügend Platz, statt Stau zwischen den Bühnen wie andernorts. Beim nächsten Mal einige Pissoirs und Toiletten mehr (v.a. auch im hinteren Bereich), grössere Becher, am Sonntag mehr Bier bestellen und alles ist gut! Antworten


Marius Gerber

30.08.2010, 14:02 Uhr
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jetzt muss ich aber auch mal was positives zur organisation loswerden: ich habe noch selten erlebt, dass wcs regelmässig geputzt wurden, bin der ansicht, dass man über die wcs nicht lästern darf. und zu den grundsätzlichen mängeln: ich fand das hatte alles noch den charme des ersten mals, den es sonst in der schweiz an einem festival nicht gibt... und mit the xx, jj oder kashmir traumbands... Antworten


Armin Imboden

30.08.2010, 13:27 Uhr
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Was die Stimmung betrifft, so war die wohl eher dem vielen Bier und der anderen Art von "Gras" zuzuschreiben. Die Performance von Faithless war zwar Toll, stimmungsmässig jedoch kein Vergleich mit dem Konzert von Ende April im Zürcher Volkshaus; zu sehr war das Publikum mit sich selber beschäftigt. Ein Genuss war das wahrlich nicht. Antworten


stephan stephan

30.08.2010, 13:06 Uhr
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Chaotisch. Keine Organisation. Würde mich wundern, wenn es eine Zweitauflage geben würde. Zumindest nicht mit diesen Leuten. Antworten


Andrea Lutzenbach

30.08.2010, 11:55 Uhr
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Das Wetter kann man sich nicht auswählen, eine allwettertaugliche Infrastruktur ist jedoch bei einem Openair dieser Grösse ein MUSS. Dass es auch am Samstag ohne Regen eine Schlammschlacht werden würde, erkannte man schon bei der Hinfahrt mit dem 10er Tram, das voll mit Erde verreckt war. Kaum das Konzertgelände betreten, versoff man im Schlamm. Auch Beschilderung innerhalb des Areals miserabel. Antworten


Max Freitag

30.08.2010, 11:30 Uhr
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...und die Schlammorgie ging in den Zügen und Bahnhöfen rund um Zürich weiter. Eine Riesen-Sauerei am Sonntagmorgen in den Zügen: Schlamm, haufenweise Abfälle etc. Die ist die Kehrseite der Medallie. Antworten


Simon Schmid

30.08.2010, 10:40 Uhr
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Die Bands sind an allen Openairs immer dieselben. Langweilig. Antworten


Silvan Brandenberg

30.08.2010, 09:53 Uhr
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Die junge Familie auf dem Bild hatte übrigens sehr viel Spass am Openair (obwohl es auf diesem Bild gerade nicht so aussieht). Viel mehr Spass als irgendwas... Antworten


Laurens van Rooijen

30.08.2010, 09:49 Uhr
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Openair-Besucher mit verbilligten Parktickets geradezu dazu zu animieren, mit dem Auto anzureisen, halte ich für einen verfehlten Ansatz. Beim Bambole Openair werden trotz Gratis-Eintritts bewusst Parkgebühren (CHF 20.-) erhoben. Die Unbelehrbaren, die trotzdem per Auto anreisen, zahlens, das Geld ist in der Kasse der Organisatoren willkommen. Grösseren Openairs dringend zur Nachahmung empfohlen. Antworten


Matthias Berger

30.08.2010, 09:41 Uhr
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Die Organisation war grauenhaft, das waren Fehler, die nicht mal beim ersten Mal passieren sollten. Zum Teil wurde wohl einfach nicht fertig gedacht. Zum Beispiel das Zelt, in den man die Bändeli bekam : man musste am gleichen Ort wieder raus, wo alle anderen angestanden sind. Bei so vielen Leuten war das Chaos pur! Die Musik war sehr toll, die Organisation nächstes Mal hoffentlich genauso! Antworten


Tobias Holzer

30.08.2010, 09:38 Uhr
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Ich versteh nicht wieso die Leute immer über den Schlamm etc. lästern..das gehört einfach zu einem Open-Air! Für eine erstmalige Durchführung fand ich das Festival durchaus nicht schlecht. Antworten


Renata Ney

30.08.2010, 06:31 Uhr
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Ich weiss ja nicht wo am Flughafen Paul Rutschmann war, wir konnten jedenfalls verbilligt parken und wir konnten auch bereits am Flughafen unserer Tickets in Bändeli umtauschen, genau so wie es im Internet zu lesen war! Nur die Beschilderung zum entsprechenden Parkhaus war etwas klein und ansonsten musste man sich halt durchfragen! Antworten



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