Stadthaus: Parteien begrüssen Bauvorhaben in der Altstadt
Von Andrea Söldi. Aktualisiert am 21.11.2009
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Die Pläne des Stadtrats für ein zentrales Verwaltungsgebäude sind seit Montag bekannt: Es soll an der Hans-Haller-Gasse, am unteren Rand der Altstadt, gebaut werden. Dort wird das alte Bauernhaus abgebrochen und der untere Teil der Gerbegasse aufgehoben. Das Hans-Haller-Haus, wo bereits heute die Schulverwaltung, das Amt für Umwelt und das Betreibungsamt untergebracht sind, wird saniert und mit einem Verbindungsbau an ein neues Gebäude angeschlossen. Den grössten Teil der Investitionen von rund 11 Millionen Franken soll Jakob Meier tätigen, der einen Teil des Grundstücks besitzt. Die Stadt wird vorerst 2 bis 2,5 Millionen Franken für die Sanierung des Hans-Haller-Hauses und den einstöckigen Verbindungsbau mit Schalterhalle investieren. Für die restlichen Raumbedürfnisse kann sie sich bei Jakob Meier einmieten und hat ein Vorkaufsrecht.
Standort Altstadt ein Vorteil?
«Dieses Projekt wird realisiert. Davon bin ich fest überzeugt», zeigt sich Stadtrat Walter Bosshard zuversichtlich. Für den Standort an der Hans-Haller-Gasse spreche, dass er in der Altstadt liege und man damit einen tollen städtebaulichen Abschluss zur Altstadt schaffen könne. Erste Rückmeldungen der Parteien seien positiv.
Tatsächlich finden die angefragten Parteien den Standort Altstadt grundsätzlich gut. Einzig FDP-Parteipräsident Patrick Tantanini meldete Zweifel an, ob der Standort wirklich so günstig kommt wie vorgesehen: «Erfahrungsgemäss sind Bauten in der Kernzone teurer, weil der Denkmalschutz involviert ist.» Die FDP hätte die Schwimmbadwiese für eine zentrale Stadtverwaltung favorisiert. Gerne hätte es Tantanini auch gehabt, wenn die Parteien in die Standortauswahl einbezogen worden wären. «Ich bin erstaunt, dass der Entscheid schon fast gefällt ist.» SVP-Fraktionspräsident Milos Alincic ist hingegen sehr zufrieden mit dem Standort «im Städtli».
SP-Fraktionspräsident Walter Fehr gibt zu bedenken, dass auch beim neuen Projekt der Grossteil der Räume gemietet wird – zumindest vorerst. «Eigentlich wollten wir ja etwas Eigenes.» Genau deshalb habe sich der Gemeinderat ja letztes Jahr gegen die Zentralisierung der Verwaltung in der Überbauung Seematt ausgesprochen. Die Verträge werde man genau anschauen, sobald sie ausgehandelt seien. «Es stellen sich einige Fragen: Wie hoch sind die Mieten? Bleiben sie stabil? Und können wir die Räumlichkeiten später wirklich kaufen?»
Im neuen Bau sollen die verschiedenen Verwaltungen untergebracht werden, die zurzeit auf diverse Standorte verteilt sind: Die Abteilung Bau – derzeit an der Hintergasse –, das Finanz-, das Zivilstands- und das Sozialamt, die zurzeit im Lendihaus angesiedelt sind, sowie die Einwohnerkontrolle und die Büros im ersten Stock des Rathauses. Der prächtige Rathaussaal wird weiterhin für Hochzeiten zur Verfügung stehen; nach dem Wegzug der Einwohnerkontrolle werden Hochzeitsgesellschaften den Platz für den Apéro nutzen können.
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Erstellt: 21.11.2009, 04:00 Uhr


