Zürich

Was am Flughafenzoll alles hängen bleibt

Aktualisiert am 09.08.2010 6 Kommentare

Am Zoll des Flughafens Zürich kommt Schmuggelware im Wert von Hunderttausenden Franken zum Vorschein.

Am Flughafen beschlagnahmt: Burmesische Reliquien für 60'000 Franken. (Bild: PD)

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Ein aus dem burmesischen Rangun angereister Passagier hatte am roten Zolldurchgang einige Gegenstände mit einem tiefen Wert deklariert. Das Zollpersonal wurde jedoch misstrauisch und nahm das Gepäck genauer unter die Lupe.

Dabei kamen burmesische Kulturgüter im Wert von rund 60'000 Franken zum Vorschein, wie das Zollinspektorat Zürich-Flughafen am Montag mitteilte. Bei der anschliessenden Hausdurchsuchung wurden weitere nicht angemeldete Antiquitäten im Wert von über 120'000 Franken entdeckt.

Markenkleider statt Seidenschals

Am grünen Zolldurchgang hängen blieb auch eine Passagierin aus London. Bei der Durchsuchung ihres Gepäcks wurden mit Diamanten und Perlen besetzter Schmuck im Wert von 233'000 Franken festgestellt. Ebenfalls nicht angemeldet wurden drei exklusive Füllfederhalter im Wert von knapp 50'000 Franken durch ein aus Frankfurt ankommendes Ehepaar.

Eine Kuriersendung wurde als Seidenschals im Wert von 1011 Franken deklariert. Tatsächlich enthielt die Sendung jedoch Markenkleider im Gesamtwert von 56'801 Franken. Dafür hätte laut dem Zollinspektorat eine Zollabgabe von rund 4300 Franken entrichtet werden müssen.

Receiver und unversteuerter Treibstoff

Bei der Durchsuchung einer weiteren Frachtsendung stellten die Zöllner 500 gefälschte Satellitenreceiver sicher. Diese wurden zurückbehalten, und dem Markeninhaber wurde mitgeteilt, dass er seine Rechte geltend machen könne.

Im ersten Halbjahr 2010 wurden über 450'000 Liter Treibstoff zu Unrecht steuerbefreit veranlagt. Dafür hätten Abgaben in Höhe von über 300'000 Franken entrichtet werden müssen.

Das Zollinspektorat Zürich-Flughafen prüft nach eigenen Angaben täglich den Warenfluss von über 1000 Tonnen Luftfracht und rund 20'000 in die Schweiz einreisende Passagiere. (cal/sda)

Erstellt: 09.08.2010, 10:09 Uhr

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6 Kommentare

Konrad Stoll

09.08.2010, 12:08 Uhr
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Wir sind ja weit gekommen, der Staat beraubt heute seine Bürger legal, nur damit die sogenannten Markenhersteller mit ihre überteuerten Produkte weiterhin grosse Profite einfahren! Die Produkte werden sicher aus den gleichen Ländern importiert wie die Imitate. Antworten


Ernst Strickler

09.08.2010, 11:43 Uhr
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Zweifellos arbeitet der Schweizer Zoll anständig, jedenfalls bei mir. Die Frage ist nur ob man mit Steuergelder an Internationale-Ausländische-Grosskonzerne, die z.B. zu völlig überteuerten Phantasiepreisen Ihre Taschen verkaufen, gratis , Schweizer Bürger , verpfeifen soll. Denen hetzt man nämlich Anwälte mit Drohungen und Geldforderungen an den Hals. Unser Zoll ist kein Handlanger Ausl. Konzerne Antworten



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