Zürich

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

Wie der Flughafen A380-tauglich wird

Eine dritte Fluggastbrücke, stärkere Schleppfahrzeuge: Für den Riesen-Airbus werden am Flughafen Zürich mehrere Millionen investiert. Fallen die Tests positiv aus, darf der A380 ab Mitte März regelmässig landen.

1/10 Der Doppelstock-Airbus kommt: Tagesanzeiger.ch/Newsnet ist live dabei, wenn der A380 zum ersten Mal in der Schweiz landet.
Bild: Keystone

   

Artikel zum Thema

Noch zwei Tage...

Am Mittwoch, 20. Januar, kommt der Airbus A380 zum ersten Mal in die Schweiz. Tagesanzeiger.ch/Newsnet informiert Sie über die Hintergründe des Tests und berichtet laufend über das Ereignis.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Studieren geht über Probieren – zumindest wenn es um die Planung von Flugzeugen und Airports geht. Dank der vorausschauenden Planung der Airbus-Ingenieure und der Architekten des Flughafens Zürich sind nur kleine Anpassungen nötig, damit der A380 in Kloten landen kann:

  • Schon mit der fünften Ausbauetappe des Flughafens wurde damit gerechnet, dass der Riesen-Airbus einst auch Zürich bedienen werde. Derzeit sind zwei Standplätze gross genug für den A380, nach dem Umbau des Terminals B werden es vier sein. Im Normalfall wird das Flugzeug beim Gate E67 an der nordwestlichen Ecke des Dock E stehen.
  • Ende Jahr wird am Gate E67 eine dritte Fluggastbrücke installiert, damit die Passagiere, die oben mitfliegen, direkt vom zweiten Stock des Flughafens an ihre Plätze gelangen können – das ist schneller und komfortabler. Laut Unique-Sprecher Marc Rauch investiert der Flughafen dafür einen tiefen einstelligen Millionenbetrag. Vorher erreichen die Passagiere das Upper Deck über eine Treppe im Inneren.
  • Die Pisten sind lang genug. Die riesige Flügelfläche von 846 Quadratmetern (B747: 541), sorgt für stärkeren Auftrieb. Der A380 benötigt deshalb eine kürzere Start- und Landestrecke.
  • Die Spannweite des A380 übertrifft mit fast 80 Metern diejenige aller anderen Verkehrsflugzeuge um Längen (B747-400: 64,4 Meter). Die 45 Meter Breite der Landebahnen reichen dennoch: Nur das innere Triebwerkpaar ist mit einer Schubumkehr ausgestattet, die den Rückstoss zum Bremsen nach vorne umleitet. Ohne diesen Trick würden die äusseren Motoren gefährlichen Dreck aufwirbeln.
  • Obwohl der A380 bis zu 560 Tonnen auf die Waage bringt, belastet er die Pisten weniger stark als andere Modelle. Das Gewicht verteilt sich auf 20 Räder.
  • Zu schwer ist das Flugzeug aber für die Push-back-Fahrzeuge. Swissport hat deshalb einen neuen Schlepptraktor angeschafft, der mit 680 PS motorisiert ist. Wie Sprecher Stephan Beerli bestätigt, berappt Swissport die Kosten von 800'000 Franken selbst.
  • Zusätzlich hat Swissport vier Enteisungsfahrzeuge mit längeren Auslegern ausgerüstet, damit das 24 Meter hohe Seitenruder vom Eis befreit werden kann.

Messflüge in der Nacht

Im Computer der Spezialisten ist der A380 schon oft in Zürich gelandet. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) verlangt jedoch einen Test unter realen Bedingungen. Wenn am Mittwoch Nachmittag wenig Flugverkehr herrscht, wird der A380 zum Testen der Rollwege genutzt. Die Simulationen haben bereits gezeigt, dass einige Schilder versetzt werden müssen.

Am Abend wird die Abfertigung am Gate erprobt, in der Nacht dann das Instrumentenlandesystem (ILS). Anders als sich die Zaungäste erhoffen, wird der Superjumbo deswegen nicht abheben. Wie Rauch erklärt, geht es darum, mit Messflugzeugen herauszufinden, ob die Maschine am Boden die Signale des ILS beeinträchtigt.

Grössere Sicherheitsabstände

Wie auf anderen Flughäfen muss die auf einen A380 nachfolgende Maschine eine Minute länger auf ihre Starterlaubnis warten. Wegen der sogenannten Randwirbelschleppen, die bei einem grösseren Flugzeug stärker sind, muss die Sicherheitsdistanz grösser sein.

Auf dem Papier sei bereits alles abgeklärt worden, sagt Bazl-Sprecher Anton Kohler. «Aber funktioniert das auch in der Wirklichkeit?» Wenn alles gut gehe, sei der Flughafen bis Mitte März für den A380-Betrieb zertifiziert – noch rechtzeitig für den ersten Linienflug am 28. März.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.01.2010, 13:32 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

5 Kommentare

Heinz HUWILER

20.01.2010, 15:19 Uhr
Melden

Die Belastung des Geamtgewichtes verteilt sich nicht auf 20, sondern mit dem Doppelbugrad auf total 22 Räder!! Antworten


karl stöcklin

19.01.2010, 11:18 Uhr
Melden

die flughafenanwohner werden sich freuen Antworten


Peter Simmen

18.01.2010, 22:18 Uhr
Melden

Es wird nicht eine bestehende Fluggastbrücke angepasst, sondern eine neue zusätzlich angebracht. Da solche Fluggastbrücken nicht vom Schreiner nebenan hergestellt werden und der Flughafen Zürich nicht der einzige Airport ist, welcher solche Dinger benötigt, ist mit erheblichen Wartezeiten zu rechnen. Wenn man ein Auto bestellt, erhält man dieses auch nicht am nächsten Tag... Antworten


Martin Steiger

18.01.2010, 15:32 Uhr
Melden

Die Pisten am Flughafen Zürich sind nicht 45 m, sondern 60 m breit – das Thema der Zulassung des Airbus A380 für 45 m-Pisten stellt sich am Flughafen Zürich deshalb nicht. Beispiel «Piste 16»: zrhwiki.ch/wiki/Piste_16 Antworten


Charles Aufranc

18.01.2010, 14:07 Uhr
Melden

Ein Jahr um die Fluggastbrücke anzupassen! Bewilligungen 10 Monate, Arbeit 2 Monate? Kein Kommentar. Sont, absolut toller Flieger, die B777 wird kein Passagier vermissen! Antworten



Zürich

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Lokalverzeichnis

Werbung

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

Fachfrau / -mann Betreuung FABE (80%) Heime der Stadt Uster, Uster

Sales Professional Printing Solutions Scalis AG, Kanton Zürich

Online Marketing SpezialistIn - Tourismus adova Personalberatung, Kanton Zürich

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Frühlingsdeko
homegate Lassen Sie jetzt schon den Frühling ins Haus. Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate