7 Millionen Franken für gestohlene Velos – die Spitze des Eisbergs
Von Pia Wertheimer. Aktualisiert am 28.12.2011 17 Kommentare
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Winterthur ist die Hochburg der Velodiebe. Just in dieser Stadt wollte der GLP-Parlamentarier Michael Zeugin ihnen mit Veloattrappen das Handwerk legen. Der Stadtrat führt aber an, dass dafür die rechtliche Grundlage fehle. Die unzähligen Diebstähle belasten indes die Haushaltskassen der Privaten, denn wie Recherchen von Tagesanzeiger.ch/Newsnet ergeben haben, melden nur wenige die Diebstähle bei den Versicherungen.
Bei der Winterthurer Versicherung Axa liegen die Zahlen der letzten sieben Jahre vor: 5500 bis 7000 Velodiebstähle haben die Versicherten jährlich gemeldet. «Im Durchschnitt handelte es sich pro Fahrrad um eine Schadenssumme von 1000 Franken», sagt Axa-Sprecher Olivier Michel. Das ergibt alleine für diese Versicherung einen Betrag von bis zu 7 Millionen Franken im Jahr.
GPS bisher nicht im Sortiment
Man müsse aber davon ausgehen, dass es sich dabei nur um die Spitze des Eisbergs handle. Denn einerseits seien nicht alle Zweiräder versichert, andererseits würden längst nicht alle Versicherten die Diebstähle melden. Der Wert der gemeldeten Velos mache deutlich, dass sich hauptsächlich die Besitzer von teuren Fahrrädern bei der Versicherung melden. Andere berappen einen neuen Drahtesel selbst. «Denn bei der Hausratversicherung, die einen Velodiebstahl deckt, muss der Versicherte für einen Selbstbehalt aufkommen.»
Die Versicherungen lassen sich Unfall- und Schadensverhütung in der Regel etwas kosten. Axa Winterthur (AXA 9.382 0.21%) lancierte für die Sicherheit von Kindern im Verkehr einen Fernsehspot, die Versicherung bietet zudem zur Unfallprävention ihren Kunden den Einbau eines Crash Recorders an, der bei einem Aufprall die Daten der 30 Sekunden vor- und nachher festhält und wertvolle Informationen zum Unfallhergang liefern kann.
Einen GPS-Sender für Fahrräder habe die Versicherung noch nicht im Sortiment und bisher auch nicht geprüft. «Grundsätzlich begrüssen wir aber alles, was Diebstähle oder Schäden verhindert», sagt Michel. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 28.12.2011, 15:55 Uhr
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17 Kommentare
Wie kommt es, dass geklaute Velos, die bei mir regelmässig im Garten landen dort laut Polizei liegen gelassen werden sollen? Kein Interesse an Rahmennummer, Typ oder Vignettennummer. Mir wurde selber schon 2x ein Velo geklaut und es wundert mich nicht, dass ich es trotz Anzeige nie zurück erhielt. Vielleicht wäre es besser bei der Polizei anzusetzen?! Antworten


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