Auf elektronischen Wahlzetteln gibt es nur einen Stadtpräsidenten

Aktualisiert am 24.02.2010

Die Wahlberechtigten von Winterthur können ihre Stimme in diesem Jahr auch per Internet abgeben. Doch wer andere Personen als die offiziell aufgestellten Kandidaten bevorzugt, klickt ins Leere.

Gute Wahlchancen im Internet: SP-Stadtrat Ernst Wohlwend

Gute Wahlchancen im Internet: SP-Stadtrat Ernst Wohlwend
Bild: Keystone

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Zur Wahl stehen im E-Voting der Stadt Winterthur nur jene zehn Politiker, die sich offiziell haben aufstellen lassen. Die Wahl anderer Personen in den Stadtrat ist per Internet nicht möglich.

Noch eingeschränkter ist die Auswahl, was den neuen Stadtpräsidenten betrifft: Ausser dem bisherigen SP-Stadtrat Ernst Wohlwend kann gar keine andere Person angeklickt werden. Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung bestätigte eine entsprechende Meldung des «Landboten» vom Mittwoch, wonach die Gründe für diese eingeschränkte Wahl technischer Natur seien.

Damit alle wählbaren Personen angeklickt werden könnten, müsste das ganze Stimmregister ins System eingespiesen werden. «Beim jetzigen System ist das leider noch nicht möglich.» Ziel sei es aber, dass das irgendwann der Fall sei.

«Wahlfreiheit nicht eingeschränkt»

Die Wahlfreiheit sei damit aber keineswegs eingeschränkt, betonte er auf Anfrage der SDA. Wer andere Personen wählen wolle, könne immer noch zur Papier-Version greifen. Dies sei im Beiblatt zu den Abstimmungsunterlagen auch so vermerkt. Bei den letzten Wahlen haben die Winterthurer rund 9000 Stimmen an Vereinzelte vergeben.

Das E-Voting-System für den 12'000 Personen zählenden Kreis Altstadt wurde vom Kanton Zürich entwickelt und wird nun im Rahmen eines Pilotversuches eingesetzt. Zwölf Zürcher Gemeinden beteiligen sich für die Wahlen und Abstimmungen vom 7. März an diesem Versuch.

(tif/sda)

Erstellt: 24.02.2010, 12:29 Uhr

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