Zürich

«Chauvis müssen gestoppt werden»

Aktualisiert am 23.06.2011 86 Kommentare

In Winterthur-Töss soll das zweite internationale Treffen der Antifeministen stattfinden. Bereits die Ankündigung sorgt für grossen Unmut.

Gründer der Antifeministen: René Kuhn.

Gründer der Antifeministen: René Kuhn.
Bild: Keystone

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Unbekannte haben in der Nacht auf Donnerstag an mehreren Orten in Winterthur illegale Plakate gegen das geplante Antifeminismus-Treffen von morgen Samstag angebracht. «Chauvis» müssten gestoppt werden, heisst es darauf. Das Treffen soll laut den anonymen Urhebern der Plakate im Hotel Zentrum Töss stattfinden.

Die Organisatoren des 2. Internationalen Antifeminismus-Treffens wollten den Austragungsort eigentlich geheim halten und ihn den angemeldeten Teilnehmern erst kurz vorher bekannt geben. Das Hotel Zentrum Töss bestätigt eine entsprechende Saalreservation für Samstag. Die Interessengemeinschaft Antifeminismus (Igaf) habe versprochen, selber für die Sicherheit beim Anlass zu sorgen. Bisher habe es keine Drohungen gegen das Hotel gegeben, man hoffe sehr, dass der Anlass ohne Störungen über die Bühne gehe.

Austragungsort bleibt offen

Peter Gull, Sprecher der Stadtpolizei Winterthur, wollte den Versammlungsort im Zentrum Töss nicht bestätigen, räumte aber ein, dass die Stadtpolizei Winterthur mit der Igaf in Kontakt stehe und «die Sache im Auge behält». Ob die Tagung tatsächlich in Töss stattfindet, bleibt offen. René Kuhn, Vizepräsident der Igaf, wollte weder die Plakataktion kommentieren noch Angaben zum Austragungsort machen. «Wir sind vorbereitet», sagte er. Die Igaf habe Sicherheitsmassnahmen getroffen und Ausweichvarianten vorbereitet.

Zu erhöhten Sicherheitsmassnahmen sieht sich die Igaf gezwungen, nachdem Linksaktivisten bereits vor dem ersten Treffen der Schweizer Antifeministen im vergangenen Herbst Störaktionen angekündigt hatten. Das Treffen, das damals im Restaurant Giardino Verde in Uitikon geplant war, musste nach Drohungen an einen geheimen Ort verlegt werden. Bereits damals gab es in Zürich Plakataktionen gegen den Anlass. Die Antifeministen haben vor kurzem bekannt gegeben, im Kanton Zürich mit einer eigenen Liste für den Nationalrat kandidieren zu wollen. (mth)

Erstellt: 23.06.2011, 23:55 Uhr

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86 Kommentare

Hans Schmid

24.06.2011, 07:34 Uhr
Melden 190 Empfehlung

Interessant zu sehen, was Linke und Feministinnen von der Meinungs- und Versammlungsfreiheit halten. Antworten


Reda El Arbi

24.06.2011, 08:24 Uhr
Melden 69 Empfehlung

Lasst doch endlich die armen Antifeministen in Ruhe! Die haben schon sonst nicht viel zu lachen in ihrem Leben! Die armen Kerle fürchten sich vor Frauen und müssen ihrer Angst jeden Tag ins Auge schauen Antworten



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