Danowski-Wahl: «Jedes Dorf hat den Richter, den es verdient»

Von Michael Lütscher. Aktualisiert am 23.01.2009 35 Kommentare

Brüttens Gemeindepräsident Martin Graf sieht der Friedensrichterwahl gelassen entgegen: Politclown Marian Danowski werde kaum gewählt, obwohl er einziger Kandidat für das Amt ist.

Niemand will in Brütten Friedensrichter werden - ausser dem Politclown Marian Danowski aus Zürich.

Niemand will in Brütten Friedensrichter werden - ausser dem Politclown Marian Danowski aus Zürich.

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«Jedes Dorf hat den Friedensrichter, den es verdient», sagt Martin Graf, Gemeindepräsident von Brütten. Falls Politclown Marian Danowski am 8. Februar zum Friedensrichter gewählt werde, sei das für das Dorf «keine Katastrophe» - sondern «fast ein Witz».

Für eine andere Kandidatur sei es jetzt zu spät, sagt Graf. Rechtlich wäre es noch möglich. Aber «über 50 Prozent» der Stimmberechtigten haben bereits abgestimmt - brieflich.

Friedensrichter aus der Nachbargemeinde?

Graf glaubt, dass Danowski im ersten Wahlgang das absolute Mehr nicht erreicht. Danach könne man nach neuen Lösungen suchen: zum Beispiel einen Friedensrichter aus einer Nachbargemeinde verpflichten. «So viel gibt es in dem Amt ja nicht zu tun», sagt Graf.

Niemand von den 1900 Einwohnern der Gemeinde bei Winterthur meldete sich für das Amt, obwohl seit letztem Sommer bekannt ist, dass der bisherige Friedensrichter Manfred Wyss nach 18 Jahren zurücktritt. Auf die Ausschreibung meldete sich bis am 18. Januar einzig Danowski – der auch in anderen Gemeinden und Bezirken für Ämter kandidiert. Danowskis Name wurde als einziger auf den Begleitzettel gedruckt, der in die Abstimmungscouverts gelegt wurde.

Die Leute hätten eben «Angst», sich als Friedensrichter zu exponieren, sich womöglich gegen einen Nachbarn stellen zu müssen. Ausserdem stelle das Amt hohe Anforderungen: Wer es wolle, müsse sich im Rechtswesen auskennen. Darum habe sich wohl niemand aus dem Dorf gemeldet, mutmasst Graf, der Mitglied des Politischen Gemeindevereins ist. Schliesslich locke das Amt finanziell in Brütten niemanden. Es wird pauschal mit 2500 Franken pro Jahr entlöhnt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.01.2009, 11:41 Uhr

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35 Kommentare

Paul Thürig

23.01.2009, 11:07 Uhr
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Wird Brütten zum Gespöt der Nation? Antworten


Bucher Hans

24.01.2009, 18:44 Uhr
Melden

Herr Danowski hat sich mehrere krumme Touren geleistet, einige sind hier bereits erwähnt worden. Herr Danowski ist unfähig, auch nur einen Satz in korrektem Deutsch zu verfassen. Seine Slogans sind derart miserabel formuliert, dass ich den Eindruck habe, sein Niveau liege unter dem eines Viertklässlers. Dass so jemand zum Friedensrichter gewählt werden kann, wirft ein schlechtes Licht auf das Wahlgesetz. Nicht nur peinlich, sondern ärgerlich ist die Unbedarftheit des Brüttener Gemeindepräsidenten Graf: Statt Unsinn zu verlautbaren, sollte er sich entweder zuerst informieren oder schweigen rsp. kleinlaut zugeben, dass er sich nicht auskennt. Meiner Meinung nach sollte ein Gemeindepräsident über die Konsequenzen des Wahlverfahrens Bescheid wissen, damit er so eine Katastrofe wie die Wahl Herrn Danowskis frühzeitig verhindern kann. Antworten



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