FDP gewinnt zweiten Stadtratssitz – SP hält ihre drei
Stimmen
Stadt Winterthur
Holt freisinnigen Sitz zurück: Stefan Fritschi.
Bisherige Genossin überflügelt: Nicolas Galladé.
Wahlen Kanton Zürich 2010
- «Die Velofahrer haben keine Sonderrechte»
- Claudia Nielsen soll Polizei leiten
- «Karl Zweifels Forderung ist ein Schnellschuss»
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Damit hat die FDP ihren vor vier Jahren verlorenen Sitz wiedergewonnen und die SP ihren dritten Stadtratssitz verteidigt.
Die bisherigen Stadträte Ernst Wohlwend (SP), Pearl Pedergnana (SP), Matthias Gfeller (Grüne), Verena Gick (FDP) und Michael Künzle (CVP) haben alle ihre Wiederwahl geschafft, wobei die Vorsteherin des Schuldepartements Pedergnana lange um ihre Wiederwahl bangen musste. Schliesslich lag sie aber rund 1200 Stimmen vor dem EVP-Kandidat Nik Gugger.
Auf Anhieb besser als Pedergnana schnitt der neue SP-Kandidat Nicolas Galladé ab. An die Stimmenzahl vom ebenfalls zum ersten Mal kandidierenden FDP-Mann Stefan Fritschi kam allerdings auch er nicht heran.
Im Winterthurer Stadtrat haben sich die Machtverhältnisse damit leicht nach rechts verschoben. SP und Grüne halten aber mit vier von sieben Sitzen nach wie vor die Mehrheit.
Unumstritten war das Amt des Stadtpräsidenten. Einziger Kandidat war der Bisherige Ernst Wohlwend, der denn auch als Stadtpräsident bestätigt wurde.
Galladé: Seit dem 16. Lebensjahr politisch aktiv
Der 34-jährige Nicolas Galladé ist seit seinem 16. Lebensjahr politisch aktiv, zuerst in der Winterthurer Jugendlobby Kaktus, danach im Grossen Gemeinderat. Seit 2007 sitzt er im Zürcher Kantonsrat und ist dort Präsident der SP-Fraktion.
Er absolvierte eine Banklehre und machte die Matur auf dem zweiten Bildungsweg, gefolgt von einem Studium in Geschichte und Politikwissenschaften. Er ist verheiratet. In seiner Freizeit amtet er unter anderem als Fussballkommentator auf «Radio Stadtfilter».
Fritschi: Seriöser Schaffer und Sparpolitiker
Stefan Fritschi ist gelernter Maschinen-Ingenieur und ist bis zu seinem Amtsantritt noch für die Medizinaltechnikfirma Zimmer tätig. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und sitzt seit 1999 für die FDP im Grossen Gemeinderat. Seit 2006 ist er Fraktionspräsident.
In seiner Freizeit spielt er Cello und Klavier und betätigt sich als Orientierungsläufer. Er gilt als seriöser Schaffer, der gerne auf die Kostenbremse tritt. So war er denn auch gegen die nun am Sonntag genehmigte Investition in den Nordsee-Windpark «Ocean Breeze».
Zahlen aus dem E-Voting gingen vergessen
Den Winterthurer Stimmenzählern ein Missgeschick passiert: Bei der Auszählung der Stimmen für den Stadtrat gingen jene vergessen, die über das Internet abgegeben wurden. Das E-Voting-Projekt wird nur im Stadtkreis Altstadt durchgeführt, nicht in der ganzen Stadt. Es ist somit unwahrscheinlich, dass sich am Endergebnis noch etwas ändern kann.
Die korrekten Zahlen und Ergebnisse werden so schnell wie möglich nachgeliefert, wie der städtische Informationsdienst mitteilte. (tif/sda)
Erstellt: 07.03.2010, 21:15 Uhr


































