Grünliberale und Piratenpartei gewinnen in Winterthur
Überraschungserfolg zeichnet sich ab: Die Kandidaten der Piratenpartei. (Bild: Piratenpartei)
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Sieger der Wahlen ins Winterthurer Stadtparlament sind die Grünliberalen: Sie gewinnen vier Sitze dazu und kommen neu auf deren sechs. Stärkste Kraft im Parlament bleibt nach wie vor die SP mit 16 Sitzen. Mit einem Verlust von drei Sitzen haben die Sozialdemokraten aber deutlich an Kraft eingebüsst. Sie, die mit den Grünen zusammen die Regierungsmehrheit stellen, sind damit im Parlament noch stärker als bisher auf Stimmen der Mitteparteien angewiesen.
Im Grossen Gemeinderat stärker vertreten ist seit Sonntag dagegen die SVP. Sie legt zwei Sitze zu und kommt neu auf 13. Die FDP dagegen verliert zwei Sitze und landet mit nur noch sieben Sitzen auf einem historischen Tief.
In der politischen Mitte haben zwar die Grünliberalen deutlich an Kraft gewonnen, die CVP aber hat einen ihrer beiden vor zwei Jahren gewonnenen Sitze wieder eingebüsst und kommt neu auf fünf Sitze. Mit vier Sitzen einen weniger als bisher hat fortan die EVP. Die Grünen verharren bei fünf Sitzen.
Erfolg für die Piratenpartei
Einen Erfolg verbuchen konnte dagegen die Piratenpartei, die erstmals in der Schweiz an Wahlen teilnahm. Sie gewann auf Anhieb einen Sitz. Ihre Einzelsitze verteidigen konnten mit der Alternativen Liste, der EDU und den Schweizer Demokraten auch die anderen Kleinparteien der Winterthurer Politlandschaft.
Damit sind die Kräfte im Stadtparlament noch verzettelter als in der vergangenen Legislaturperiode. Weiterhin verfügt kein politischer Block über eine Mehrheit und ist zur Durchsetzung von politischen Anliegen auf ein anderes Lager angewiesen.
Das Zünglein an der Waage zwischen der Parlamentslinken und den Bürgerlichen dürften in den kommenden vier Jahren vor allem die Grünliberalen spielen. (tif/sda)
Erstellt: 08.03.2010, 09:36 Uhr


