Heiteres Bussenverteilen: Winterthur füllt Stadtkasse auf Kosten der Automobilisten
Aktualisiert am 06.02.2009 43 Kommentare
Radarkontrollen wie hier in Regensdorf bringen in Winterthur die Bussen-Einnahmen zum sprudeln. (Bild: Daniel Kellenberger)
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Zehn Millionen Franken für Bussen nahm die Stadtpolizei Winterthur im Jahre 2007 ein. Zehn Jahre zuvor waren es noch 4,7 Millionen gewesen – eine Steigerung um 110 Prozent. Für das laufende Jahr sind 13,5 Millionen Franken an Bussen budgetiert – 35 Prozent mehr. Oder 135 Franken pro Einwohner. Das berichtet der «Landbote» in seiner heutigen Ausgabe.
Ein wichtiger Grund für die starke Zunahme an Verkehrsbussen sind fest installierte Radars.
Gebühren generell gesteigert
In den letzten zehn Jahren hat die Stadt Winterthur ihre Einnahmen durch Gebühren generell massiv gesteigert, von 321 auf 404 Millionen. Diese Steigerung um 26 Prozent liegt weit über der Teuerung, die zwischen 1997 und 2007 8,8 Prozent betrug. Sie entspricht aber dem politischen Trend, Steuern zu senken und die Gebühren zu erhöhen. 2007 löste Winterthur durch Steuern fast 100 Millionen Franken weniger als durch Gebühren.
In Winterthur stiegen vor allem die Kosten für Amtshandlungen wie etwa Betreibungen. Höhere Einnahmen generierten auch die Reisepässe – für welche der Bund die Preise festlegt. Hausgemacht sind dagegen die Taxen für Heime: Sie stiegen innert zehn Jahren um 47 Prozent. (mlu)
Erstellt: 06.02.2009, 11:00 Uhr
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43 Kommentare
wenn ohne jede verkehrsbehinderung - weder personen-noch moto-oder radverkehr - einfach bussen ausgesprochen werden, stellt dies nichts anderes als einen missbrauch des oeffentlichen macht-monopols dar. winterthur ist ein beispiel, zuerich ist noch schlimmer. reden Sie einmal mit einer bussenschreiberIn, die intelligenz stinkt geradezu zum himmel. ... bussenterror - wann reichts ? Antworten
Da jammern sie wieder, dass der Staat die Bürger schröpft mit den "Radarfallen". Diese "Steuern" lassen sich ja leicht vermeiden, einfach an die Regeln halten! Die gleichen Leute sind schnell mit Gesetzen und Verboten zur Hand, wenn es sie nicht selbst betrifft. Was wäre denn die Alternative zu den Kontrollen? Lebenslänglich für einen Unfall bei zu hoher Geschwindigkeit oder überfahrenem Rotlicht? Antworten
Ja sogar, wenn ein BE Wagen, in der falschen Fahrrichtung in einem Parkfeld steht wird gebüsst. Steht jedoch ein TG in der richtigen Fahrrichtung vor einem Hydranten, (auf demselben Strassenabschnitt) gibt es keine Busse. Unser Stadtrat (Staatsanwalt) braucht offenbar Geld) Tote gibt es nach wie vor, Sicherheit ist nur eine Redewendung oder ein Versuch noch mehr Laeser zu montieren. Antworten
Meine Mittel gegen Bußen: 1. Ein Marine-GPS auf dem Armaturenbrett, das die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit im Mittel sehr genau anzeigt (beinahe jeder Autotacho lügt, Abweichungen zwischen 3 und 13 km/h sind normal) 2. Ein Tempomat, der aktiviert wird, wenn die erlaubte Geschwindigkeit erreicht ist. Mein Wunsch: Ein Mehrstufentempomat für 30, 50, 80, 100, 120 km/h auf Knopfdruck. Antworten
Das ist Abzockerei - keine Massnahme zur Verkehrssicherheit: In Winti werden Kontrollen oft dort gemacht, wo nach knapp 100m die 80km/h Zone gilt. Beisp: Oberwinterthur->Seuzach, Seen->Sennhof, Töss->Brütten. Dort gibt es keine Fussgänger mehr und separate Radwege. Dagegen werden Vandalismus, Verunreinigung, Anpöbelungen in der Innenstadt nicht geandet. BRAVO Winti - weiter so! Antworten
Generell finde ich Geschwindigkeitskontrollen gut! NUR: Sie werden nicht dort gemacht, wo sie der Sicherheit dienen, sondern wo sie Geld einbringen! Das ist das Verwerfliche: sie dienen nur der Abzockerei. Was ist gefährlicher, immer auf den Tacho zu schauen als auf den Verkehr? Sind es nicht Auffahrunfälle die Zugenommen haben? Kein Wunder! Man kann sich ja nur noch auf den Tacho konzentrieren! Antworten
Die Winterthurer Polizei könnte man glatt als reine Verkehrspolizei bezeichnen; Radar- und Laiserkontrollen an fragwürdigen Standorten (100m vor Tempo 50-Aufhebung am Stadtrand), halbe Verfolgungsjagden nach Nebelscheinwerfer-Sündern und unbehelmten Mofafahrern gehören zur Tagesordnung. Doch wenn's mal gefährlich wird sind sie unfähig und brauchen Verstärkung durch die Kapo. Antworten
Noch was, primär ist wohl die Gefahr wenn man in der Stadt Zürich fährt 10mal so hoch geblitzt zu werden, wie sonst wo in der Schweiz. Also die die jetzt kommen und sagen sie seien 2mal seit 1976 geblitzt worden, fahren entweder nie Auto, oder irgendwo im Appenzell. Und ich bin mir nicht wirklich sicher was besser ist, ein Autofahrer der die Strasse im Blickfeld hat, oder ewiges Tachoschauen?. Antworten
SORRY Leute, selber Schuld - weil IHR gegen alle und alles abstimmt und es erst den Legislativen/Executiven ermöglicht --> zu schnell, zu dreckig, zu laut etc. etc. also hört auf zu jammern, sondern sich an den selbst Regulierungen einhalten (oder halt bezahlen) Antworten
Neues vom Beamten- und Behörden Terror! Mit Bussen wird das Volk terrosiert und abgezokt. "Immer links reden und rechts handeln"! Bald müssen wir vielleicht für das besteigen von Trams sogar Helme tragen...natürlich wegen der Sicherheit! Und wer sich nicht daran hält wird natürlich gebüsst.Warum erklärt der Staat jeglichen öffentlichen Grund zu seinem Eigentum mit dem erklärten Ziel abzukassieren? Antworten
Das Geld liegt auf der Strasse.. man muss es nur aufheben! Für die , die immer noch zu schnell fahren, denkt daran und helft mit, dass der Geldhaufen auf den Strassen nicht allzu hoch werden.Ansonsten werden noch mehr solche "Polizisten" ohne Lohn, Sozialzulagen etc eingestellt. Helft mit, den wirklichen Personalabbau bei der Polizei zu unterbinden. Ein langsam Autofahrer. Antworten
Es wird nun dem letzten klar, dass es nicht um Verkehrssicherheit geht, sondern um Staatseinnahmen. Was würde denn der Staat tun, wenn plötzlich niemand mehr Bussen zahlen müsste? Andere Gebühren und die Steuern erhöhen! Generell ist mir diese ganze Verkehrsabzocke sehr zuwider. Es wird kontrolliert und kassiert wo es sich lohnt. Einbrecher dagegen werden sehr selten erwischt, warum wohl? Antworten
Alle Automobilisten sind selber schuld, wenn sie eine Busse kassieren! Würden sie sich an die Verkehrsregeln halten, müssten sie nichts bezahlen - Winterthur verdient sich also an den Dummen dumm und dämlich - und sie meckern noch dabei! Wo sind wir hier? In einem Hühnerstall? Antworten
Ist der Titel des Artikels aus dem Blick abgeschrieben ? Die geltenden Höchstgeschwindigkeiten sind allen bekannt und haben Gesetzeskraft. Wer das Gesetz missachtet und deswegen gebüsst wird, kann sich nicht beklagen, dass auf seine Kosten die Stadtkasse gefüllt wird, oder ? Antworten
Wenn man diese Zeilen und die Schlagzeilen des Tagi so liest, könnte man meinen, wir lebten in einer Diktatur: Der 'Staat' wäre dann der selbsternannte Diktator, die 'Schmier' dessen willfähriger Handlanger ... die zu schnell fahrenden Automobilisten hilflose und ausgebeutete Opfer ... - einfach nur lächerlich und peinlich, dieses Gejammer. Man könnte ja auch sagen: Sorry, ich war zu schnell! Antworten
Für Bussen ist Winterthur eines der heissesten Schweizer Pflaster. Warnen muss man alle vor dem Parkieren im öffentlichen Parkhaus der Sulzer Immobilien am Katharina Sulzer-Platz im Winterthurer Sulzerareal. Da wacht ein weisshaariger Mann mit Argusaugen über die nur noch wenigen Parkierer - und hat Spass daran 50 Fr. Bussen bei 10 Minuten Überschreitung zu verhängen. Eine Unverschämtheit. Antworten
Die Bewirtschaftung der Raser ist eben nicht profitabel, daher gilt es in erster Linie durch vollautomatisierte Systeme wie die neuen Lasergeräte mit halb so hoher Toleranzwerte (nur 3 km/h statt 5) die AutomobilistInnen zu bewirtschaften. Müssten die Bussen in den Finanzausgleich einbezahlt werden, würde der Spuk sofort aufhören. Antworten
Es wird ja niemand gezwungen, zu schnell zu fahren und somit die Stadtkasse zu füllen... Also ich habe es in den letzten bald 30 Jahren vermeiden können, geblitzt zu werden. Und das mit ganz einfachen Mitteln: Geschwindigkeitsbeschränkungen beachten und einhalten ;-) Antworten
@Daniel Brügger: Dann kannst Du ja umziehen nach Zürich z.B. oder bis Du eifersüchtig das die neue Autos haben und Du mit einer alten Gurke rumgurkst?Ich fahre seit 1976 Auto und bin 2 mal geblitzt worden und zwar weil ich einfach zu schnell fuhr! Wir haben Gesetzte und daran muss man sich halten, wer das nicht kann hat die Konsequenzen zu tragen,basta. Antworten
@selim Özgür - von wegen günstiger als in Deutschland. Deutschland hat seit dieser Woche die Bussen verteuert, weil sie zu billig waren. Die billigsten in Europa! Und abgesehen davon, sind wir Menschen keine Computer die präsise immer 30 - 50 oder 80 fahren. Je mehr Radargeräte aufgestellt werden, desto grösser ist die Chance, statistisch gesehen eine Busse zu bekommen. Völlig übertrieben! Antworten
Die ganzen Bussen sollten einem gemeinnützigen Zweck zugute kommen, und nicht dem Stadt oder Dorf Budget. Und eine Riesenfrechheit finde Ich diese feste Einplanung im Jahres Budget plus noch Steigerung der Einnahmen, geht’s noch? Staatliche Kriminalisierung der Bevölkerung. Und nein die Schweiz ist eher im oberen Bereich mit den Bussen Herr Özgür, Deutschland ist verglichen mit der Schweiz günstig Antworten
Ja es gäbe schon Möglichkeiten, die Bussen zu reduzieren. A: Weniger Kontrollen, ergibt durch weniger Disziplin weniger Sicherheit und mehr Staus. B: Mehr Kontrollen, ergibt besseren Lerneffekt unter den Automobilisten, d.h. man überlegt sich zweimal wo man wirklich parkieren soll. C: Weniger Verkehr, möglich durch Maut etc. Antworten
@peter bader: Sie fragen, weshalb das Radio die Autofahrer nicht warnen darf? Ganz einfach: Weil die Autofahrer sonst im "Blitzbereich" die Limite einhalten und nachher wieder auf's Gaspedal drücken. Wenn der Autofahrer jedoch hinter jeder Hausecke einen Blitzer vermuten müssen, haben wir eine Langzeitwirkung! So einfach ist das - warum wollen/können Sie das denn nicht verstehen? Antworten
Typisch Schweiz: den Reichen Steuern senken und dafür bei der Bevölkerung absahnen. Dazu mit Polizei und privaten Sicherheitsfirmen noch einen kleinen Überwachungsstaat aufbauen zugunsten der "freien" Wirtschaftswelt, inkl. Fichierung (z. B. durch Staat) und Bespitzelung (z. B. durch Nestle/Securitas) von Kritikern. Aber wir "Demokraten" wollen das ja so und wählen immer wieder dieselben Typen Antworten
Und wenn das Nebenprodukt "Sicherheit auf der Strasse" auch noch verbessert werden kann, hatt die Polizei im nächsten Jahr wieder eine gute Ausrede für die Erhöhung parat. Falls nicht um so besser, dann muss die Kontrolle nochmals verstärkt werden, sprich nochmals +xx % Einnahmen. Super Polizei, dein Freund und Helfer. Ihr wisst wie man bei der Bevölkerung Vertrauen schafft. Antworten
Die Kassen werden nicht auf Kosten der Automobilisten gefüllt, sondern auf Kosten der Automobilisten, welche nicht in der Lage sind Geschwindigkeitslimiten einzuhalten. Was soll daran falsch sein? Sind denn Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht dazu da? Halten wir uns doch einfach zur Abwechslung mal alle an die Vorgaben, dann gibt's auch keine Einnahmen, nicht? Antworten
Ist schon immer wieder erstaunlich aber ja bestens bekannt, dass es primär um geld und nicht um sicherheit geht. wiesonst wäre es zu erklären, dass über das radio ausgesprochene EMPFEHLUNGEN zum LANGSAM FAHREN VERBOTEN sind oder nach wunsch der behörden verboten werden sollen. der glaubwürdigkeit von behörden und polizei hilft dies sicher nicht. Antworten




R. Jucker
Winterthur ist seit je her bekannt für seine Geldbeschaffungskontrollen. Verkehrssicherheit spielt keine Rolle, wichtig ist kassieren. Antworten