Zürich

«Ich glaube, die schmuggeln Polanski raus»

Von Christoph Landolt, Felix Schindler. Aktualisiert am 27.11.2009

Vor dem Bezirksgefängnis Winterthur steht eine Horde von Journalisten in Stellung – die Fotografen warten mit dem Finger auf dem Auslöser darauf, das Roman Polanski das Gefängnis verlässt.

1/14 TV-Reporter berichteten am Donnerstagabend vor dem Bezirksgefängnis in Wintertrhur.
Bild: Keystone/Keystone

   

Alle News und Hintergründe

Artikel zum Thema

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Das Bezirksgefängnis Winterthur wird gegenwärtig von einer Horde Journalisten belagert. Sechs französische Fernsehteams sind mit ihren Übertragungswagen vor Ort, ihre Kameras sind auf den Gefängniseingang gerichtet, der im Flutlicht liegt. Unter dem Fahrradständer proben die Reporter ihre Moderationen. «Wir bleiben hier, bis Polanski das Gefängnis verlassen hat», sagt der Kameramann von TF1.

Zahlreiche Autos mit französischen Nummernschildern säumen die Strasse, aber auch Fahrzeuge aus Polen, Deutschland und verschiedenen Schweizer Kantonen sind vor Ort. Mehrere Übertragungswagen ausländischer Fernsehstationen sebebfalls. In der Nähe knattern mehrere Generatoren laut, um die Wagen mit Strom zu versorgen.

«Dann würde ich meinen Job an den Nagel hängen und das Bild für 100'000 Euro verkaufen»

Auch ein neugieriger Rentner mischt sich unter die Journalisten und sagt: «In Winterthur kursiert ein Gerücht, wonach zwischen dem Bezirksgefängnis und dem Gerichtsgebäude ein unterirdischer Gang verläuft. Ich glaube, dass die Polizisten Polanski durch diesen Gang rausschmuggeln werden.»

Aus Sicht von Walter Bieri, einem Urgestein unter den Pressefotografen, ist der Fall Polanski das am stärksten beachtete Ereignis der letzten Jahre. «Da könnte der Gesamtbundesrat zum Islam übertreten, die Medien würde es weniger interessieren als Polanski.» So hofft Bieri darauf, heute als einziger ein Bild von Polanski zu schiessen. «Dann würde ich meinen Job an den Nagel hängen und das Bild für 100'000 Euro verkaufen», scherzt der Fotograf und lacht. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.11.2009, 09:27 Uhr

Zürich

Lokalverzeichnis

Werbung

Populär auf Facebook Privatsphäre

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?




Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.