Zürich
Immobilienkönig verschenkt Hausteil
Aktualisiert am 13.11.2012 24 Kommentare
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Eine verlotterte Liegenschaft in Wülflingen steht einer geplanten Zentrumsentwicklung im Weg. In den 1980er-Jahren brannte das Haus an der Wülflingerstrasse 261/263 aus. Die Besitzer, Bruno Stefanini und die Baufirma BW Holding AG, bauten das Haus nach dem Brand jedoch nicht wieder auf, so dass es in den vergangenen Jahren zunehmend unbenutzbar wurde.
Wie die Stadt Winterthur heute Dienstag mitteilte, schenkt Stefanini nun seine vier Fünftel an diesem Haus der Stadt. Es solle etwas «Bleibendes für die Einwohnerinnen und Einwohner» entstehen, so der Wille des 88-jährigen Schenkers. Der Stadtrat zeigt sich sehr erfreut über dieses Geschenk. Es sei ein gutes Zeichen für die Entwicklung des Wülflinger Zentrums, schreibt er. Ein Fünftel der Immobilie gehört allerdings nach wie vor der Baufirma BW Holding AG, wo am Dienstag niemand erreichbar war.
Wie die städtische Bauvorsteherin Pearl Pedergnana (SP) auf Anfrage der sda sagte, geht die Stadt davon aus, dass man nun gemeinsam etwas realisieren werde und sich bestimmt einigen könne. Wie viel Wert die Schenkung hat, will Pedergnana nicht verraten. Er dürfte angesichts der Grösse des Grundstückes von 1246 Quadratmetern und der Zentrumsnähe allerdings beträchtlich sein.
Sulzer-Hochhaus vermietet, Hexis-Anteil verkauft
In den vergangenen Wochen sorgte Stefanini gleich mehrfach für Schlagzeilen, weil er in seinem umfangreichen Portfolio an Immobilien und Beteiligungen endlich Ordnung schafft.
Mitte Oktober wurde bekannt, dass er mit dem Industriekonzern Sulzer einen Mietvertrag für das seit Jahren leerstehende Sulzer- Hochhauses abschloss. Eine Woche später verkaufte er seinen Anteil an der Brennstoffzellen-Firma Hexis dem deutschen Heiztechnik-Konzern Viessmann.
Bei der Stadt freut man sich sehr, dass der Immobiliensammler beginnt, seine Pendenzenliste abzutragen. Stefanini habe ihr am Telefon gesagt, dass er das tue, weil er «nicht mehr dreissig oder vierzig Jahre dafür Zeit hat», sagte Pedergnana. Er arbeite nach wie vor sieben Tage pro Woche. Ferien habe er sich seit 1941 keine mehr gegönnt. (rub/sda)
Erstellt: 13.11.2012, 17:14 Uhr
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24 Kommentare
Ich wünsche uns Winterthurern, dass Herr Stefanini sich selber ein Denkmal setzt, indem er aus seinen zentralen Liegenschaften, z.B. in der Altstadt, wunderschöne Bijous macht. Wir hätten alle etwas davon und wären ihm echt dankbar. Antworten
Herr Stefanini ist mein Vorbild, ich bewundere ihn ernsthaft. Tugenden wie Fleiss, eigene Arbeit, Unternehmertum und Bescheidenheit. Auch Karl Schweri war so ein Mann. Ich bin 33 im meiner Generation gibt es nicht mehr viele die so denken. Heute schreien sie sich viele "Bescheiden" aber gleichzeitig machen sie 5 mal ferien pro Jahr in allen Herren Länder und fuchteln mit ihrem iPhone herum... Antworten
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