Zürich

Lehrermangel: Winterthur sucht in Süddeutschland

Aktualisiert am 21.06.2010 22 Kommentare

Kurz vor den Sommerferien sind im Kanton Zürich noch 290 Lehrerstellen offen. Die Stadt Winterthur befördert deshalb Primar- zu Seklehrern.

Sitzt nach den Ferien ein Lehrer vor der Klasse?

Sitzt nach den Ferien ein Lehrer vor der Klasse?
Bild: Keystone

Viele Zürcher Schulen stecken kurz vor den Sommerferien in Problemen: 290 Lehrpersonen werden im Kanton gesucht, darunter 85 Klassenlehrer. Die Stadt Winterthur hat die Suche nach Lehrern deshalb auch geographisch ausgeweitet. Sie hat nicht nur im «St. Galler Tagblatt» und in der «Mittelland Zeitung» Stelleninserate geschaltet, sondern auch im deutschen «Südkurier».

Ausgeschrieben werden nicht einzelne offene Stellen, sondern gleich ein Link auf eine Webseite. Wer darauf klickt, stösst laut dem «Landboten» auf knapp 40 Stelleninserate. Wenn möglich, möchte der Winterthurer Schulvorsteher Stefan Fritschi (FDP) Übergangslösungen mit Vikariaten vermeiden: «Viele Wechsel führen zu Unruhe in den Klassen.»

Kritik am Kanton

Fritschi kritisiert, dass der Kanton die Situation zusätzlich verschärfe, indem er weit weniger (ausländische) Ausbildungen anerkenne als andere Kantone. Manche deutsche Lehrkräfte könnten zwar in anderen Kantonen, nicht aber im Kanton Zürich angestellt werden.

Damit nach den Sommerferien dennoch jede Klasse einen Lehrer hat, will Winterthur auch «stufenfremde» Pädagogen einsetzen. «Wir würden auch Primar- als Sekundarlehrer anstellen», so Fritschi. (cal)

Erstellt: 21.06.2010, 08:09 Uhr

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22 Kommentare

Thomas Büchi

21.06.2010, 08:28 Uhr
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Statt einfach auf den süddeuschen Raum auszuweichen, sollten sich die zuständigen Stellen und die politischen Gremien überlegen, wie sie den Lehrberuf wieder attraktiver machen könnten. In den letzten Jahren wurden Lehrerinnen und Lehrer mit stets neuen Aufgaben, unterrichtsfremden Belastungen und Lohneinbussen eingedeckt und aus einem respektierten Beruf wurde der Fussabtreter der Gesellschaft. Antworten


Hans Osterwalder

21.06.2010, 08:43 Uhr
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Hallo Herr Büchi, ich bin 100% ihrer Meinung. Es gibt ja kaum noch eine(n) Lehrer(in) der/die 100% arbeitet. Ich ging noch zu einem Lehrer in die Schule, der war mit Herzblut in seinem Beruf tätig. Doch da gab es auch noch weniger Migranten und keine Kinder der 68er Generation denen man erst mal Anstand beibringen muss. Früher war dies kein Thema, dies wurde einem Zuhause vermittelt. Antworten



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