Polanski: Sicherheitsmassnahmen gegen Auflauf der Medien
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Vor dem Bezirksgefängnis in Winterthur geht das Warten auf Regisseur Roman Polanski weiter. Nach dem Beschluss des Bundesamts für Justiz (BJ), Polanski unter strengen Auflagen aus der Auslieferungshaft zu entlassen, haben sich bereits am Donnerstagnachmittag zahlreiche Medienschaffende aus dem In- und Ausland vor dem Eingang des Gefängnis in Position gebracht. Auch vor Polanskis Chalet in Gstaad, wo er seinen Hausarrest antreten soll, stehen Journalisten bereit.
Doch vom Starregisseur ist auch heute Freitagmorgen nichts zu sehen. Rund 15 Medienschaffende stehen seit 6 Uhr früh in Bereitschaft. Sechs Sendewagen haben ihre Antennen ausgerichtet, um die ersten Bilder der Haftentlassung sofort zu senden. Vor allem französische Journalisten stehen bereit.
Die Behörden haben mittlerweile auf die grosse Medienpräsenz reagiert. Der Parkplatz zwischen dem Bezirksgefängnis und dem gegenüberliegenden Gerichtsgebäude wurde abgesperrt. Ein Parkplatzwächter sorgt für Ordnung und ärgert sich über «den ganzen Medienzirkus» und «das Theater», das die wartenden Reporter veranstalten.
Vorbereitungen in Gstaad
Er wird sich wohl noch länger ärgern müssen, denn das Warten kann sich noch stark in die Länge ziehen. Polanski kann erst entlassen werden, wenn die vom Bundesstrafgericht angeordneten Ersatzmassnahmen umgesetzt sind: So muss Polanski die Kaution von 4,5 Millionen Franken überweisen und alle Ausweispapiere bei der Kantonspolizei Zürich deponieren. Er muss sich danach in seinem Chalet in Gstaad aufhalten und darf dieses Haus nicht verlassen.
BJ-Sprecher Folco Galli verwies gegenüber der Nachrichtenagentur AP auch auf diverse Vorbereitungsarbeiten, die in Gstaad gemacht werden müssen: Das Electronic Monitoring müsse noch installiert und getestet werden. Es ist daher noch offen, ob Polanski noch vor dem Wochenende entlassen wird. (tif/cal)
Erstellt: 27.11.2009, 12:00 Uhr


































