Rickli verlängert ihre Auszeit

Die 36-Jährige verschiebt nach ihrem Burn-out die Rückkehr in die Politik auf das nächste Jahr.

Kehrt im neuen Jahr zurück: Die SVP-Nationalrätin Natalie Rickli verlängert ihre Auszeit. (23. Oktober 2011)

Kehrt im neuen Jahr zurück: Die SVP-Nationalrätin Natalie Rickli verlängert ihre Auszeit. (23. Oktober 2011) Bild: Keystone

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Der Nationalratssitz von Natalie Rickli bleibt auch während der Wintersession leer. Die SVP-Politikerin gab gestern über Facebook bekannt, dass sie wegen ihres Burn-outs länger pausieren muss als geplant. Viele hätten ihr geraten, sich genügend Zeit für die Erholung zu nehmen. «Tatsächlich braucht dies mehr Zeit, als ich selber gedacht habe», teilte Rickli mit. Zwar gehe es ihr besser, aber eine Rückkehr in die Politik wäre verfrüht. Aus diesem Grund werde sie nicht schon am Montag nach Bern reisen, wenn dort die Wintersession beginnt. «Meine Rückkehr wird im neuen Jahr sein.» Wann genau, lässt Rickli offen. Sie freue sich aber darauf.

Zwangspause

Die Winterthurerin machte ihr Leiden vor zwei Monaten publik. Ein Arzt hatte ihr eine Zwangspause von Beruf und Politik verordnet, weil sie völlig ausgebrannt war. «Nie hätte ich gedacht, dass mir das passieren könnte», bekannte sie damals und kündigte ein Comeback auf Ende November an. Ihr Erschöpfungssyndrom liess die SVP-Politikerin in einer Klinik behandeln.

Natalie Rickli hat eine steile Politkarriere hinter sich. In der Wählergunst überflügelte sie gar Christoph Blocher. Dass die Mehrfachbelastung von Beruf, Politik und Privatleben die junge Frau in die Knie zwang, löste eine öffentliche Debatte über die Grenzen des Milizsystems aus. Sehr gefreut hat sie sich über die zahlreichen Genesungswünsche, die bei ihr eingingen. «Besonders viel bedeutet» hätten ihr diesmal auch die Glückwünsche zum Geburtstag. Rickli wurde am Montag 36 Jahre alt. (Tages-Anzeiger)

(Erstellt: 22.11.2012, 10:18 Uhr)

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