Winterthur baut Muslim-Friedhof
Aktualisiert am 25.08.2010 14 Kommentare
Stichworte
Auf dem Friedhof Rosenberg soll ein Grabfeld für Musliminnen und Muslime gebaut werden. Der Stadtrat hat den Objektkredit von 1,53 Millionen Franken zuhanden des Grossen Gemeinderats verabschiedet.
Der Anteil der muslimischen Bevölkerung in Winterthur beträgt knapp 12 Prozent. Der Winterthurer Stadtrat will Muslimen nun auch auf dem Friedhof Platz einräumen. Er hat einen Objektkredit von 1,53 Millionen Franken verabschiedet, mit dem der Rosenberg erweitert werden soll. An der Westgrenze soll ein zusätzliches Grabfeld entstehen. Wichtigste Anforderungen sind die ausschliessliche Erdbestattung und die Ausrichtung der Gräber nach Mekka.
Grabesruhe von 25 Jahren
Um für die «denkmalpflegerisch anspruchsvolle Situation» eine gute Lösung zu finden, hat der Stadtrat 2008 einen Projektwettbewerb durchgeführt. Das von der Jury für die Umsetzung empfohlene Projekt bietet Platz für rund 380 Beisetzungen auf 3'700 Quadratmetern. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 1,65 Millionen Franken (inklusive Projektierungskredit).
Sofern der Gemeinderat zustimmt, könnte die Friedhofserweiterung ab Mitte 2011 für Bestattungen zur Verfügung stehen. Wie Bern, Luzern und Zürich biete Winterthur damit Grabfelder für Musliminnen und Muslime an , teilte der Stadtrat heute Mittwochnachmittag mit. Auch hier werde im Sinne kantonaler Vorschriften eine Erdbestattung mit Sarg und einer Grabesruhe von 25 Jahren vorgenommen. (cal)
Erstellt: 25.08.2010, 15:03 Uhr
WRITE A COMMENT
14 Kommentare
Willhelm Busch sagte mal: "Bitte keine Toleranz an Intolerante" oder ähnlich. Denkt Ihr, in Mekka kriegt ihr ein Grab ? In 20-30 Jahren sind wir Freiwild wenn nicht bald etwas passiert. Lauter Forderungen mit mangelndem Wille zur Integration. Und jetzt, was kommt als nächstes ? Die Schweizer Kultur ist auf dem Besten Weg zur Hölle. Antworten
Wer in ein fremdes Land zieht, soll die Bestimmungen in diesem Land respektieren oder auf privater Basis ein eigener Friedhof errichten und selber bezahlen. Dieses Ansinnen empfinde ich als respektlos gegen unser Land und seine EinwohnerInnen. Sie provozieren und beschwören die SVP herauf. Antworten
@Rolf Kienast: Vor Gott sind alle gleich? In welchem Christentum? Die katholische Kirche meint zum Beispiel dazu: "Ausserhalb der Kirche kann niemand gerettet werden." (Lehrsatznummer 396 aus "Der Glaube der Kirche"). Im Koran heisst's dazu lapidar "Allah rettet, wen er will" (3:130). Alle Religionen bergen in sich die Deutungshoheit. Das allein sollte schon zu denken geben. Antworten
Interessant: Die Stadtarchitekten müssen sich plötzlich für die Himmelsrichtung nach Mekka interessieren. Jeder Einwohner hat Anspruch auf ein kostenloses uns schickliches Begräbnis. Aber wenn die Mohammedaner aus irgendwelchen Gründen die öffentlichen Grabfelder nicht nutzen wollen, können sie meinetwegen den Bau eines eigenen Friedhofs auf eigene Kosten beantragen. Antworten
Beschämend, dass man sich nach den Moslems richtet. Im Christentum wird gelehrt: Vor Gott sind alle gleich. Ich frage mich was diese Unordnung auf u n s e r e n Friedhöfen also soll ? Morgen will jemand stehend begraben werden (Minderheiten müssen respektiert werden). In unserer Kultur liegen die Toten nach der Friedhofsordnung nicht nach der Religion. Antworten
Ach Herr Maurer, die Ungläubigen stört das am Schluss so wenig wie die Gläubigen. Wer A sagt und Muslime im Land will der muss auch B sagen und aus Pietät auch ihre Religion tolerieren. Dazu gehört nun Mal Bestattungskultur. Da wären Zwangsheiraten schon eher ein Grund sich aufzuregen. Antworten
Der Koran verlangt, dass Rechtgläubige nicht in verunreinigter Erde begraben werden. Das heisst auf dem gleichen Feld wie Ungläubige. Wenn man Religionsfreiheit derart weit auslegt, dass alle Erfordernisse des Koran von der öffentlichen Hand erfüllt werden müssen, dann empfehle ich den Gemeinderäten mal, den Koran von A bis Z zu lesen. Sie werden aus dem Staunen nicht heraus kommen. Antworten



Heinrich Zimmermann
Also es sind in Winterthur jetzt 12 Prozent Muslime. Klardoch, je mehr es sind, desto mehr werden die Usanzen nach ihnen ausgerichtet, also der Staat traegt religiösen Stroemungen Rechnung. Kann man dem Prinzip zu Folge in die Zukunft extrapolieren, oder ist das schon menschenrechtlicher Straftatbestand ? Antworten