Zürich

Brütten: Therapeutin fordert Danowski heraus

Von Michael Lütscher. Aktualisiert am 23.01.2009 35 Kommentare

Politclown Marian Danowski erhält Konkurrenz: Nun will auch die Therapeutin Barbara Claus Friedensrichterin von Brütten werden.

Barbara Claus-Schenker will Friedensrichterin von Brütten werden.

Barbara Claus-Schenker will Friedensrichterin von Brütten werden.

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Friedensrichter in Brütten: viel Präsenz, wenig zu tun

Elf Fälle hatte Manfred Wyss, der bisherige Friedensrichter von Brütten, im letzten Jahr zu erledigen - «überdurchschnittlich viel», wie er sagt. Darunter befanden sich vor allem Geldforderungen, aber auch ein Nachbarschaftsstreit.

Pro Fall rechnet Wyss mit einem Aufwand von zwei bis drei Stunden. Als Lohn erhält er pauschal 2500 Franken pro Jahr, dazu monatlich 100 Franken als Spesenentschädigung für sein Büro. Zudem erhält er die Gerichtsgebühren – je nach Fall 200 bis 500 Franken.

Dafür ist Wyss zu Bürozeiten stets erreichbar. Er habe maximal zwei bis drei Wochen Ferien am Stück machen können, sagt der 62-jährige Jurist und Treuhänder. Wyss amtiert seit 1991 als Friedensrichter von Brütten und tritt dieses Jahr auf Ende seiner dritten Amtszeit zurück.

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Barbara Claus las heute Morgen auf Tagesanzeiger.ch, dass Marian Danowski als Einziger für das Friedensrichteramt der Gemeinde bei Winterthur kandidiere. Claus wohnt in Brütten, der Name Danowski sagte ihr aber nichts. Als sie nun von Danowskis Serienkandidaturen las, fand sie «jetzt erst recht».

Claus hatte schon früher eine Kandidatur für das Amt erwogen. Diese Idee verwarf sie dann aber, weil sie über keinen «juristischen Hintergrund» verfüge. Nach der Lektüre des Artikels über Danowski erkundigte sie sich beim Verband der Friedensrichter des Kantons Zürich nach den Anforderungen des Amtes. Dabei erfuhr sie, dass juristisches Wissen nicht zwingend ist. Claus entschied sich am 8. Februar zu kandidieren, und auf ihr Wissen als Therapeutin und Managementberaterin zu vertrauen. Dabei machte sie auch Erfahrungen im Konfliktmanagement, wie sie sagt.

Unterstützung für Menschen in schwieriger Situation

Auf ihrer Website Barbaraclaus.ch empfiehlt sich die Therapeutin «Menschen, die sich entspannen, wohlfühlen und sich etwas Gutes tun wollen» oder «Unterstützung in einer schwierigen Situation wünschen».

Es sei ihr bewusst, dass ihre Kandidatur spät erfolge, sagt die 44-Jährige, die im Turnverein und im Chor von Brütten aktiv ist. Sie werde in den nächsten Tagen in der Gemeinde für sich werben und Flugblätter verteilen. Gemeindepräsident Martin Graf bestätigte Claus’ Kandidatur. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.01.2009, 16:03 Uhr

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35 Kommentare

Paul Thürig

23.01.2009, 11:07 Uhr
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Wird Brütten zum Gespöt der Nation? Antworten


Bucher Hans

24.01.2009, 18:44 Uhr
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Herr Danowski hat sich mehrere krumme Touren geleistet, einige sind hier bereits erwähnt worden. Herr Danowski ist unfähig, auch nur einen Satz in korrektem Deutsch zu verfassen. Seine Slogans sind derart miserabel formuliert, dass ich den Eindruck habe, sein Niveau liege unter dem eines Viertklässlers. Dass so jemand zum Friedensrichter gewählt werden kann, wirft ein schlechtes Licht auf das Wahlgesetz. Nicht nur peinlich, sondern ärgerlich ist die Unbedarftheit des Brüttener Gemeindepräsidenten Graf: Statt Unsinn zu verlautbaren, sollte er sich entweder zuerst informieren oder schweigen rsp. kleinlaut zugeben, dass er sich nicht auskennt. Meiner Meinung nach sollte ein Gemeindepräsident über die Konsequenzen des Wahlverfahrens Bescheid wissen, damit er so eine Katastrofe wie die Wahl Herrn Danowskis frühzeitig verhindern kann. Antworten



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