Das neue Lieblingsrestaurant

Top-Atmosphäre, herzlicher Service – und vietnamesisches Essen, das glücklich macht. Wir verstehen, warum alle ins Co Chin Chin wollen.

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Die Location an der Gasometerstrasse 7, gleich neben dem seit Jahren florierenden Maison Blunt, ist wunderschön. Trotzdem gelang es den bisherigen Wirten nicht, hier ein weiteres Zürcher Lieblingslokal aufzubauen. Das haben erst Sabrina Phuong-Thi und Fabio Gardoni geschafft, die mit dem Co Chin Chin Mitte November auf das Times folgten.

Die neuen Pächter setzen auf die Küche Vietnams, der Heimat von Phuong-This Familie, die seit 15 Jahren im Gastrobusiness ist und das Saigon an der Sihlporte sowie das Petit Saigon an der Schmiede Wiedikon betreibt. Das Co Chin Chin wirkt jugendlich nobel, bleibt preislich aber am Boden. Bezüglich des Essens gilt das Credo: «100 Prozent hausgemacht, ohne Zusatzstoffe oder Glutamat.»

Wir bestellen zum Einstieg eine Art vietnamesisches Carpaccio (22.50 Fr.), nicht zu dünn geschnittenes rohes Rindsfilet mit speziellem Basilikum, roten Zwiebeln, Zitrone und milden Chilis, sowie in der eigenen Schale servierte Jakobsmuscheln mit fein gehackten Erdnüssen (22.50 Fr.). Das sind zwei rundum gelungene Vorspeisen: leicht und sehr schön anzusehen. Die Befürchtung, dass die Erdnüsse das subtile, leicht nussige Aroma der Muscheln totschlagen könnten, bestätigt sich nicht. Dank eines beherzten Zitrusfruchtakzents schmeckt das Ensemble angenehm frisch statt stumpf.

Überall Zeichen für Sorgfalt

Bei den Hauptgängen darf natürlich das vietnamesische Nationalgericht nicht fehlen: Pho, eine mit Nudeln und allerlei anderen Einlagen versehene Rindsbouillon. Unsere Wahl fällt auf die Luxusvariante mit zartem Filet und Markknochen (34.50 Fr.). Hier hat man beim Löffeln sofort das Gefühl, sich etwas Gutes zu tun. Verglichen mit europäischen Bouillons ist die Brühe sehr zurückhaltend gesalzen. So schmeckt man das ganze Grünzeug besser. Dessen Palette reicht von Koriander und Frühlingszwiebeln bis zu Mungobohnenkeimlingen. In den Limonenschnitzen, die man über der Suppe ausdrückt, befinden sich keine Kerne mehr. Ein Detail, aber eines, das zeigt, wie sorgfältig die Küchencrew hier arbeitet.

Was sollte man noch probieren im Co Chin Chin? Das saftig-gehaltvolle, nur leider etwas knapp portionierte geschmorte Poulet nach Grossmamma Vos Rezept (23.50 Fr. inkl. Reis) sicherlich, aber auch die vietnamesischen Crêpes oder die mit Zitronengras marinierten Spareribs (24.50 Fr.).

An den Wochenenden gibts in Anlehnung an die Kolonialzeit einen vietnamesisch-französischen Brunch. Wer es eilig hat, wählt im vorderen Teil aus dem Take-away-Angebot – reichhaltig belegte Baguettes (ab 14.50 Fr.) zum Beispiel. Doch eigentlich ist das Lokal mit seinen grossen Fenstern, den langen Tischen und dem freundlichen Service viel zu schön, um gleich wieder in die Kälte rauszugehen.

Co Chin Chin Gasometerstrasse 7 8005 Zürich www.cochinchin.ch

Di–Fr 11–14.30 Uhr und 18–23 Uhr, Sa 10–24 Uhr, So 10–21 Uhr (Zueritipp)

Erstellt: 11.01.2017, 15:18 Uhr

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