Was, schon wieder der Péclard?

Die Lage des Mönchhof war schon immer super. Jetzt kann man direkt am See auch sehr solid essen – dank einem Gastronomen, der sehr viele Neider hat.

Der perfekte Ort für ein Glas Rosé – oder eine ganze Flasche davon.

Der perfekte Ort für ein Glas Rosé – oder eine ganze Flasche davon.

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Schon wieder der Péclard, werden sich manche denken. Und tatsächlich besitzt der umtriebige Gastronom am unteren Zürichsee direkt am Wasser inzwischen fast schon ein Monopol. Kiosk und Pumpstation auf der einen, Fischers Fritz, Portofino und eben Mönchhof auf der anderen Seite. Serviert werde überall das Gleiche, monieren Michel Péclards Kritiker. Doch was war denn, bevor der diplomierte Buchhalter kam? Im Mönchhof am See jedenfalls nicht viel: lieblose Kost zu ziemlich heftigen Preisen nämlich.

Der Empfang durch die junge Servicecrew ist beim abendlichen Testbesuch in Kilchberg sehr freundlich, wie eigentlich immer in den Péclard-Betrieben; als Speisekarte dient auch hier eine dieser grossen, sperrigen Tafeln, die wir für ziemlichen Unsinn halten.

Wir entscheiden uns zunächst für die Salanova (14.50 Fr.), einen ganzen jungen Salat am Strunk mit Ei und so richtig leckerem French Dressing, das man einfach mit Brot auftunken muss. Ein sicherer Wert ist auch das reichhaltige Mönchhof-Plättli mit Trockenwurst, herzhaftem Käse, allerlei Dekorationen und einer Spreewaldgurke aus der Dose (28.50 Fr.).

Rosé von Brad Pitt und Angelina Jolie

Die Fischknusperli (26.50 Fr.) sind nicht schlecht. Doch wer schon einmal von denen in der Sonne in Stäfa gekostet hat, wird sie ein wenig zu weich finden. Dafür macht uns die in der Alufolie gegarte Lachsforelle (36.50 Fr.) aus Bündner Zucht mit Cherrytomaten, Oliven und Kräutern viel Freude. An dieser Stelle sei auch mal ein Lob dafür ausgesprochen, dass sich Péclard und seine Leute stets um heimischen Fisch bemühen. Das Grillangebot reicht von Chlöpfer (7.80 Fr.) und Kalbsbratwurst (8.80 Fr.) mit Bürli bis zum Kalbskotelett (58 Fr.).

Und was trinkt man im Schatten der Kastanien an einem schönen Sommerabend am besten? Einen Rosé natürlich! Zum Beispiel den Miraval 2016 (66 Fr.) vom Weingut von Marc Perrin, Angelina Jolie und Brad Pitt. Klingt affig? Dann probieren Sie diesen Wein erst einmal. Er ist raffiniert und angenehm trocken, durchaus keiner dieser penetrant fruchtigen Mickey-Mouse-Rosés. Wer einheimischen Weissen bevorzugt, ist mit Räuschling (55 Fr.) oder Riesling-Silvaner (56 Fr.) vom Turmgut in Erlenbach ausgezeichnet bedient.

Zum Dessert gibts unter anderem Gelati di Zurigo im Chübeli (5.50 Fr.) und diverse Kuchen aus dem Schober. Unser Liebling: der dicke, fette Bienenstich (9 Fr.). Limonade- und Kohlensäurefetischisten werden bedauern, dass es Cola nur offen gibt, dafür findet sich im Softdrinkangebot Sinalco im Glasfläschli.

Mönchhof am See Seestrasse 30 8802 Kilchberg www.moenchhof-am-see.ch (Zueritipp)

Erstellt: 12.07.2017, 17:54 Uhr

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