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Elektronische Musik ist vielfältig. Das beweisen Elderbrook, Johannes Brecht und Wolf + Lamb.

Wolf + Lamb stehen auch auch Federvieh.

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Wolf + Lamb: Party-Tiere

Ein Treffen zwischen Wolf und Lämmchen endet meist für Letzteres tödlich. Doch Wolf + Lamb, ein Duo mit gleichnamigen House-Label, ist eine Geschichte mit Happy End: 2003 veranstalten Gadi Mizrahi und Zev Eisenberg in ihrem Studio im New Yorker Marcy Hotel regelmässig Partys. Weil die Nachbarn auf Lärmklagen verzichten, boomt der eigentlich illegale Club. Zwei Jahre später gründen die beiden Freunde ihr eigenes ­Label, veröffentlichen darauf Tracks von Szeneschätzchen wie Nicolas Jaar. Europa erobert das Duo auch mit seiner eigenen Partyreihe sowie dem «DJ Kicks»-Mix, welcher es mit Soul Clap aufgenommen hat. Hive, Geroldstr. 5, Fr, 23 Uhr

Elderbrook: Er dreht auf

Eigentlich hätte Elderbrook ein «Hip-Hop-Ding» werden sollen. «Und jeder Track mit meiner souligen Stimme», erklärte Alexander Kotz in einem Interview. Doch es kam anders, elektronischer – auch wenn sich der Londoner bei seinem Soloprojekt auf seine brüchige, sanfte Stimme verlässt. Diesen April erschien die neuste Single «Difficult to Love». Sie war anders als ihre Vorgängerinnen: Mehr Dancefloor, weniger Melancholie. «Meine Tracks klingen alle anders, weil mein Musikgeschmack sich stark verändert. Eine Woche lang höre ich Reggaeklassiker, in der nächsten vielleicht nur noch 90er-Rock oder Techno.» Er wolle sich weder auf ein Tempo noch auf ein Genre limitieren.

Bereits im Januar 2016 spielte Elderbrook ein kurzes Konzert im Stall 6: Knapp eine halbe Stunde stand er mit Drummer und Backgroundsängerin auf der Bühne. Nur fünf Songs umfasste sein Repertoire damals. Dieses reichte Kritikern für Vergleiche mit Chet Faker, James Blake und Jamie Woon. «How Many Times» war dank einem Remix von Andhim bereits ein Discohit. Und auch die Schweiz kannte den fast Unbekannten: 2015 hatte Elderbrook Pablo Nouvelles Song «Take Me to a Place» geremixt.

Stall 6, Gessnerallee 8, Sa, 22 Uhr

Johannes Brecht: Klassik trifft House

Eigentlich interessierte sich Johannes Brecht eher für Jazz und Klassik. Bereits als Kind spielte er in Orchestern, gewann einige Preise. Heute bezeichnet sich der Deutsche als «elektronischer Tanzmusiker». Weniger gestelzt ist seine Musik: Die Tracks sind zwar komplex und vielschichtig, driften aber nie in die Unzulänglichkeit ab. Auch deshalb konnte Brecht auf wichtigen House-Labels wie Poker Flat und Mule Musiq veröffentlichen. Vergangenes Jahr spannte er übrigens mit dem Sänger Fetsum zusammen: Die Einnahmen des gemeinsamen Songs «I Am Free» kamen der gemeinnützigen Organisation Sea Watch zugute.

Lexy, Militärstr. 84, Sa, 23 Uhr

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 20.04.2017, 16:19 Uhr

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